Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Schulen in Frankenthal: Fast überall genug Platz für neue ABC-Schützen

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Die geburtenstarken Jahrgänge kommen – auch in Frankenthal. An der Robert-Schuman-Schule und der Eppsteiner Schule wird es im kommenden Jahr bereits zusätzliche Klassen geben. Symbolfoto: dpa

465 Erstklässler starten nach den Sommerferien ihre Schulkarriere an den elf Grund- und drei Förderschulen in Frankenthal. Im Vergleich zum vergangenen Schuljahr sind das 16 ABC-Schützen weniger. Außer in der Neumayer-Förderschule für Sprache werden die Klassenräume vorerst ausreichen. Doch mittelfristig steigen die Schülerzahlen. Die Stadtverwaltung stellt deshalb schon die Weichen für bauliche Erweiterungen.

Den größten Zuwachs verzeichnen laut Monica Umstadt, Bereichsleiterin für Schulen, Kultur und Sport in der Frankenthaler Stadtverwaltung, die Grundschulen in Mörsch und Eppstein. Zehn Erstklässler sowie sieben Schüler in der Neumayerschule kommen im Vergleich zum Vorjahr dazu. Den stärksten Rückgang im Grundschulbereich meldet die Friedrich-Ebert-Schule mit 22 Neuanmeldungen weniger als im Schuljahr 2018/19, gefolgt von der Robert-Schuman-Schule (zwölf Neuanmeldungen weniger) und der Erkenbertschule, an der sieben ABC-Schützen weniger eingeschult werden als im vergangenen Jahr.

Die Statistik der Neuanmeldungen bezeichnet die Bereichsleiterin als nicht überraschend: „Es ist ganz normal, dass die Zahlen an der einen Schule mal steigen und an der anderen sinken, bedingt durch Umzüge und neue Wohngebiete.“ In den Grundschulen werde es vorerst nicht nötig sein, weitere erste Klassen einzurichten. „Die Neunanmeldungen verteilen sich auf die bestehenden Klassen“, erklärt Umstadt.

Ausweichquartier im Gemeindehaus

Eine Sonderstellung nimmt die Carl-Bosch-Schule ein. Hier läuft derzeit das größte Bauprojekt im Grundschulbereich – die energetische Sanierung von Außenfassade und Fenstern. „Damit der Schulbetrieb weiterlaufen kann, wird jeweils in einem Bauabschnitt gearbeitet, und die Klassen müssen in einem rotierenden System umziehen“, so Umstadt. Bis zum voraussichtlichen Abschluss der Arbeiten im Frühjahr 2020 wird daher auch in den drei Räumen der Mittagsbetreuung unterrichtet. Ausweichquartiere für die Betreuungskinder stellt die benachbarte katholische Kirche Sankt Paul im Gemeindehaus.

Container kommt nach den Sommerferien

Unter den drei Förderschulen sticht die Neumayerschule mit Förderschwerpunkt Sprache heraus: 66 Kinder haben im vergangenen Schuljahr hier ihre schulische Ausbildung begonnen. Im Herbst 2019 werden es 81 Kinder sein – ein Plus von 15 Erstklässlern. „Aus diesem Grund wird hier eine weitere erste Klasse eröffnet.“ Dafür stellt die Stadt einen Container. Er kommt nach den Sommerferien, spätestens zu Beginn der Herbstferien, informiert Umstadt.

Grundsätzlich steigen am Schulstandort Frankenthal die Schülerzahlen, sagt Umstadt und verweist auf den Schulentwicklungsbericht, der den Zeitraum von Herbst 2012 bis 2024 umfasst. Die ersten beiden Grundschulen, die mit neuen Klassen auf den Bericht reagieren, sind die Robert-Schuman-Schule und die Eppsteiner Schule. „Das wird im Herbst 2020 der Fall sein“, erwartet die Bereichsleiterin. „Derzeit prüfen wir dort das Potenzial für Erweiterungen.“ Eine Option an der Robert-Schuman-Schule sei, dass die Betreuungsschüler in der angrenzenden gleichnamigen Integrierten Gesamtschule (IGS) betreut werden und so ein zusätzlicher Klassenraum gewonnen wird.

Geburtenstarken Jahrgänge kommen

Weitere Frankenthaler Schulen werden in den kommenden Jahren neue Räume benötigen, da die geburtenstarken Jahrgänge bald eingeschult werden. Ein Schulentwicklungsplan, der im August ausgeschrieben wird und laut Umstadt in etwa einem halben Jahr auf dem Tisch liegen soll, wird aufzeigen, wo genau der Mehrbedarf an Räumen bis 2025 liegen wird. Zunächst wolle die Stadt als Schulträger prüfen, wie die einzelnen Schulen die vorhandenen Räume effektiver ausnutzen können. Die nächste Option seien bauliche Erweiterungen, etwa der Ausbau von Dachgeschossen und das Aufstocken von Flachdächern. Container als Schulräume seien kein Ziel, könnten aber auch eine Alternative sein, so Umstadt.

Da das Land den Schulbau fördert, werden neben dem Schulentwicklungsplan auch die rheinland-pfälzischen Richtlinien für den Schulbau eine Rolle spielen. „Sie wurden in den 1970er-Jahren entwickelt und sollen in zwei Jahren an die neue Schullandschaft angepasst werden. Wir haben heute zum Beispiel Ganztagsschulen und verschiedene Arten von Realschulen. Deren differenzierter Raumbedarf wird in den Richtlinien berücksichtigt“, erklärt Umstadt.

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