Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Renolit: Produktion nach Zwischenfall wieder aufgenommen

Am Montag war auch die Berufsfeuerwehr aus Ludwigshafen bei Renolit im Einsatz.
Am Montag war auch die Berufsfeuerwehr aus Ludwigshafen bei Renolit im Einsatz.

Bei dem Zwischenfall auf dem Werksgelände von Renolit sind am Montagmorgen nach Unternehmensangaben rund 900 Kilogramm des Weißpigments Titandioxyd entwichen. Die Produktion sei zwischenzeitlich wieder aufgenommen worden.

Der „weitaus größte Teil“ der Substanz habe sich in der zum Werk gehörenden Lagerhalle niedergeschlagen, sagte Thomas Salzer, Leiter des Frankenthaler Standorts der Renolit SE (Worms). Eine kleinere Menge hatte sich in Form von Staubnebel am Montagmorgen auch außerhalb ausgebreitet. Wie berichtet, war das als Farbstoff bei der Herstellung von Kunststofffolie verwendete Pulver bei Montagearbeiten ausgetreten – infolge „menschlichen Versagens“, wie es seitens der Firma hieß.

Am Tag nach dem Ereignis, das einen Großeinsatz von Feuerwehren in der Region ausgelöst hatte, läuft der Produktionsbetrieb Salzer zufolge schon weiter. Eine Fachfirma säubere die „stark verunreinigte Lagerhalle“, erklärte der Werkleiter auf Anfrage am Dienstagmittag.

Anwohner informiert

Zu den Nacharbeiten zählt außerdem die Betreuung von Anwohnern des Renolit-Geländes, das zwischen Breitscheidstraße, Mörscher Straße, Franz-Nissl-Straße und Nachtweideweg liegt. Am Montag und Dienstag hätten sich drei Nachbarn gemeldet und von Verunreinigungen an Häusern und Autos berichtet, so Salzer. Das Unternehmen ist auch selbst aktiv geworden, so der Standortchef: „Wir haben eine Information an die Anwohner verfasst, in der wir das Ereignis vom Vortag und seine Auswirkungen nochmals beschrieben haben.“

In der Mitteilung werde darauf hingewiesen, dass Betroffene eventuelle Verschmutzungen mit haushaltsüblichem Reinigungsmittel abwaschen können. Titandioxyd ist laut Renolit kein Gefahrstoff. Sollte sich Pulver auf Autos niedergeschlagen haben, könnten diese in einer Waschstraße gereinigt werden. Salzer: „Nach Vorlage der Quittung übernehmen wir selbstverständlich die Kosten.“ Die Information und Kontaktdaten von Ansprechpartnern im Unternehmen seien am Dienstagvormittag in Briefkästen von etwa 400 Haushalten rund ums Werk eingeworfen worden.

Mehr zum Thema
x