Frankenthal Reise ins Ungewisse
«DIRMSTEIN.» Für die DJK Eppstein wird das Auswärtsspiel am Samstag (16 Uhr) in der Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz beim TuS Dirmstein eine Reise ins Ungewisse. Dirmstein hat nach der letzten Niederlage gegen Croatia Ludwigshafen den Trainer gewechselt (wir berichteten). Wie präsentiert sich das Schlusslicht in unserem Spiel des Tages?
„Wir müssen abwarten, was da passiert“, kann DJK-Trainer Tobias Hinkel vor dem Gang nach Dirmstein die Lage nur schwer einschätzen. Er ist jedoch bestens informiert, weiß, dass in Dirmstein am Dienstagabend in einer gemeinsamen Sitzung mit der Mannschaft und dem Vorstand der neue Trainer Michael Schulze-Bodes vorgestellt wurde. Sorgt das für einen Schub beim Schlusslicht? Andererseits fehlten den Gastgebern ja die spielenden Trainer, spekuliert Hinkel, dass Personalnot beim Gegner herrschen könnte. Egal: „Wir fahren nach Dirmstein, um zu gewinnen“, sagt Hinkel. Zwei gute Spiele hat seine Mannschaft zuletzt absolviert. Trotz der Niederlage im Pokal gegen den SC Bobenheim-Roxheim war Hinkel mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Im letzten Meisterschaftsspiel gegen den VfR Grünstadt II hätten die Eppsteiner dann wohl die beste erste Halbzeit in dieser Saison gespielt, meint der DJK-Trainer. Passend dazu hat die Mannschaft zur Halbzeit bereits mit 4:0 geführt. Ziel der DJK ist es, bis zur Winterpause zumindest an den Plätzen zwei bis vier noch dran zu sein. Da ist noch alles drin. Vier Punkte steht die DJK hinter dem Überraschungszweiten, dem Aufsteiger ASV Heßheim, drei Punkte hinter dem Bezirksliga-Absteiger SV Weisenheim auf Platz drei und zwei Punkte hinter dem Vierten VfR Friesenheim. Einen Zähler vor Eppstein rangiert die TSG Eisenberg. Für Raphael Weber ist die Vorrunde vorbei. Er zog sich am Sonntag einen Muskelfaserriss zu. Auch Marc Mannweiler wird aufgrund einer geplanten Operation fehlen. Florian Gass und Stephan Krön sind verletzt. „Wir werden sicher nicht unser Spiel umstellen, nur weil der Naturrasen in Dirmstein vielleicht qualitativ nicht ganz so gut ist“, sagt Hinkel. Der TuS Dirmstein hat zuletzt viermal fünf Gegentreffer bei seinen Niederlagen kassiert. Sechsmal hintereinander hat der TuS nicht mehr gewonnen. Dass da Selbstvertrauen fehlt, ist klar. Zudem machte das alte Trainerteam Konflikte in der Mannschaft aus. Noch ist aber nichts verloren. Mit neun Punkten ist der Anschluss nach oben noch nicht außer Reichweite. Nach der Niederlage gegen Croatia Ludwigshafen ist das Trainerteam Steffen Jaeschke/Karim Abdeljelil zurückgetreten. Der Verein ist bei der Suche nach einem neuen Übungsleiter mit Michael Schulze-Bodes schnell fündig geworden. Es ist die interne Lösung. Für den 55-Jährigen kommt das Spiel gegen Eppstein zu früh, wie er einräumt. Er müsse zunächst einmal im Abschlusstraining schauen, wer überhaupt zur Verfügung stehe. Es gebe Spieler, die noch überlegten, ob sie weitermachen. Einige Gespräche habe er am Dienstag geführt, nur kurz trainiert, weil die Sitzung länger dauerte, als gedacht. Die Spieler müssten aufeinander zugehen, fordert der Trainer, der die Mannschaft besser sieht als es der Tabellenplatz aussage. „Ich weiß, wie die Spieler ticken, kenne einige. Das ist vielleicht ein Vorteil“, hofft Schulze-Bodes. Der Rest gehe nur über Selbstvertrauen. Dafür brauche der TuS die richtigen Ergebnisse. Keine leichte Aufgabe. Nach Eppstein warten als Gegner Spitzenreiter Bobenheim-Roxheim und der Vierte Friesenheim. Niklas Raisig und Martin Lacher fehlen verletzt, Patrick Langohr ist fraglich. Langfristig hofft Schulze-Bodes auf eine bessere Unterstützung von außen. „Es wäre schön, wenn ein paar Dirmsteiner mehr zu den Spielen kommen.“ In der Mannschaft stecke mehr Dirmstein, als oft nach außen kolportiert werde. RHEINPFALZ-Tipp: 1:2