Frankenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Rück-Spiegel – die Wochenkolumne

Immerhin: Zumindest zweimal am Tag stimmt die Uhrzeit.
Immerhin: Zumindest zweimal am Tag stimmt die Uhrzeit.

Bahnhof: Zeitlos

Wem gehört die Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz? Dass diese scheinbar simple Frage nicht so leicht zu beantworten ist, hat dieser Tage ein RHEINPFALZ-Leser erlebt. Ihm war aufgefallen, dass die Zeiger schon seit mehreren Wochen auf 11.30 Uhr verharren. Auf seine Nachfrage am Bahnhofsschalter habe er erfahren, so schreibt der Leser, dass auch der Bahnmitarbeiter selbst schon vergeblich versucht habe, den Eigentümer der würfelförmigen Uhr zu finden. Die Bahn habe an die Stadt verwiesen. Doch aus dem Rathaus heißt es auf RHEINPFALZ-Anfrage am Dienstag prompt: „Diese Uhr gehört – im Gegensatz zur Uhr am Café Ideal – der Deutschen Bahn.“ Bei der Pressestelle des Unternehmens heißt es nach zweitägiger Recherche am Freitag, die Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz am Busbahnhof falle nicht in die Zuständigkeit von DB Station&Service, da die Stadt Frankenthal vertraglich seit vielen Jahren den Busbahnhof und den Bahnhofsvorplatz betreibe. „Ich bin der Meinung, dass auch im Zeitalter von Handys eine funktionierende Bahnhofsuhr nicht unnötig ist“, schreibt unser Leser. Recht hat er. Und eine Abstimmung, wer nun wo dafür verantwortlich ist, dass alles richtig tickt, schadet sicher auch nicht. Sonja Weiher

Regenfälle: Gnadenlos

Die sintflutartigen Regenfälle der vergangenen Tage haben viele Menschen in der Vorderpfalz schockiert. So viele vollgelaufene Keller, so viele Feuerwehreinsätze, so viele überflutete Felder und Straßen ... Die Sprache haben uns die Unwetter aber (noch) nicht verschlagen. Uns Journalisten nicht, die wir über Schäden und Folgen für die Betroffenen berichten müssen und wollen, und auch nicht den Hochwasserschutzexperten unter unseren Lesern. So erreichten die Redaktion etliche E-Mails und Anrufe mit detailreichen Hinweisen darauf, welcher Kanalhauptsammler, Graben, Pumpenregler oder Rückhalteraum in diesem oder jenem Dorf nicht funktioniert hat oder von Anfang an nicht richtig geplant war. Bei aller ehrlicher Hochachtung für Herren, die sich in die komplizierte Materie einarbeiten und den Fachleuten bei Kanalwerken und Gewässerverbänden Tipps geben: Es steht zu befürchten, dass es so einfach nicht ist, die feuchte Seite des Klimawandels in den Griff zu bekommen. Da hängt zu vieles mit zu vielem zusammen. Und ein wichtiger Teil des Problems sind auch Häuslebauer und Kommunen, die früher wie heute alles daran setzen, um aus einem Überschwemmungsgebiet ein Baugebiet zu machen. Waltraud Werdelis

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