Frankenthal
Römig: Betonblöcke sollen Lastwagen vom Parken abhalten
Den Ursprung des Problems sieht Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU) nicht bei den drei Betrieben im Gebiet selbst: Amazon, BASF und Kartoffel Kuhn. Die seien selbst auf die Stadt zugekommen und hätten auf die Missstände entlang der Zufahrtsstraße hingewiesen. Konkret geht es um die Hinterlassenschaften von Lkw-Fahrern, die häufig am Wochenende dort stünden. „Eine unschöne Situation“, sagte Hebich im Planungs- und Umweltausschuss. Seine Vermutung: Die Fahrer suchten sich Orte für ihre Pausen abseits der Fernstraßen, weil sie auf den Rastplätzen entlang der Autobahnen nicht mehr unterkämen.
Auch Schäden an Bäumen und Pflaster
Der im Gebiet verstreute Müll sei eine Folge der Entwicklung am Römig, dazu kommen laut Hebich Schäden an der Pflasterung, häufig umgefahrene Schilder und kaputte Bäume. Den Abfall und die Schäden immer wieder zu beseitigen, sei keine Dauerlösung. Und weil weniger stabile Konstruktionen keine Wirkung entfaltet hätten, setzt die Stadt nun also auf Beton. In die zehn Buchten – jede ist zwischen 17 und 18 Meter lang – sollen jeweils drei massive Blöcke gesetzt werden, die entfernt an überdimensionale Legosteine erinnern. Die Kosten nach Schätzung des Fachbereichs Planen und Bauen: um die 3000 Euro.
Linke weist auf Situation der Fahrer hin
David Schwarzendahl (Linke), der das Thema schon bei früherer Gelegenheit angesprochen hatte, sagte, dass vergleichbare Probleme auch an anderer Stelle im Stadtgebiet existierten: in der Hammstraße, in der Industriestraße und auch in der Nähe der BASF-Kläranlage. Er wies auf die oftmals schwierige Situation der meist ausländischen Fahrer hin, die von der Corona-Krise nochmals verschärft worden sei. Den Vorschlag von Gerhard Bruder (Grüne/Offene Liste), eine öffentliche WC-Anlage am Römig zu bauen, wies OB Hebich zurück. Man wolle den Standort nicht noch in dieser Hinsicht attraktiver machen.