Frankenthal Pläne für gemeinsamen Erweiterungsbau

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Das Karolinen-Gymnasium (KG) und das benachbarte Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation (PIH) sollen 2016 einen gemeinsamen Erweiterungsbau bekommen. Diesen Vorschlag der Verwaltung hat der Stadtrat einstimmig unterstützt – jetzt muss noch der Bezirkstag zustimmen.

In beiden Einrichtungen gebe es dringenden Erweiterungsbedarf, so das Beschlusspapier der Verwaltung. Untersuchungen hätten gezeigt, dass sich ein Neubau direkt am KG nur schwer errichten ließe, sagte Bürgermeister und Baudezernent Martin Hebich (CDU). Man hätte „mitten im Hof“ oder am Eingang bauen müssen; das wäre sehr teuer geworden. Beim Pfalzinstitut gebe es ebenfalls erheblichen Raumbedarf, und dort stehe auch eine geeignete Freifläche zur Verfügung. Daher biete sich eine gemeinsame Lösung an. „Der Bezirksverband sieht das als möglich an“, sagte Hebich. „Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion ist einverstanden.“ Hebich machte klar, dass es zunächst nur um einen Grundsatzbeschluss gehe. Für die Planungs- und Bauphase solle dann ein gemeinsamer Bauausschuss gebildet werden, in den Stadt und Bezirkstag je fünf Vertreter entsenden. Mit beratender Stimme sollen Schulleitungen und Elternvertreter mitwirken. Der Bezirksverband soll die Federführung bei dem Projekt übernehmen, der Vorsitzende des Bezirkstags – Frankenthals Oberbürgermeister Theo Wieder (CDU) – den Ausschuss leiten. Um Interessenskonflikte zu vermeiden, nahm Wieder an der Stadtratsdebatte nicht teil. Fraktionssprecher zeigten sich einverstanden mit dem Konzept. Es sei sinnvoll, den Schulhof des Pfalzinstituts für den Neubau zu nutzen, sagte Verena Baqué für die CDU. Durch die Zusammenarbeit werde auch die Inklusion gefördert, und PIH-Schüler könnten künftig Abitur in Frankenthal machen. „Sehr sinnvoll“ nannte Anne Gauch (Grüne/Offene Liste) das Vorhaben. Sie bat darum, den dafür geplanten Bauausschuss mit Vertretern aller Fraktionen zu besetzen. „Wir prüfen das“, sicherte Hebich zu. „Synergieeffekte“ und die künftige Möglichkeit, PIH-Schüler zum Abitur zu führen, hoben auch Ingrid Hezel (FWG) und Beate Steeg (SPD) als Pluspunkte hervor. Nach dem Fahrplan der Verwaltung soll im ersten Quartal 2015 eine Kooperationsvereinbarung zwischen Stadt und Bezirksverband geschlossen werden. Es folgen die Planung und 2016 der Baustart. Die Inbetriebnahme wird für das Schuljahr 2017/18 angestrebt. (spi)

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