Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: Nächste Heimniederlage für HSG Eckbachtal

In die Zange genommen: Für Julian Pozywio und die HSG Eckbachtal gab es gegen den HV Vallendar kaum ein Durchkommen.
In die Zange genommen: Für Julian Pozywio und die HSG Eckbachtal gab es gegen den HV Vallendar kaum ein Durchkommen.

Zu Hause läuft es einfach noch nicht rund für Oberligist HSG Eckbachtal. Das Team von Trainer Thorsten Koch verlor am Sonntag sein zweites Heimspiel in Folge. Gegen den HV Vallendar hieß es nach einer schwachen und von Fehlern geprägten Partie 26:30 (14:15).

Schon in der Anfangsphase der Partie reihte sich – auf beiden Seiten – Fehler an Fehler. Nutznießer waren vor allem die Hausherren, die mit 8:5 in Führung lagen, ehe der Gästetrainer Thomas Bach eine Auszeit nahm. Im Anschluss wirkte der HV griffiger, die Gastgeber dagegen unkonzentriert, und die Fehlerquote stieg weiter an.

„Ich bin fassungslos darüber, was wir heute an technischen Fehlern und Abspielfehlern geliefert haben“, ärgerte sich HSG-Coach Thorsten Koch nach der Begegnung. Sie waren mit ein Grund dafür, dass es wieder nicht für einen Heimsieg für die „Gekkos“ reichte.

HSG mit Schwierigkeiten bei der Kreisabwehr

Vor allem die Arbeit am Kreis war – zumindest in den ersten 30 Minuten – verbesserungswürdig. Immer wieder spielte der HV Angriffe an den Kreis, die die HSG nicht zu verteidigen wusste. „Wir haben vor dem Spiel auf bestimmte Dinge hingewiesen, dabei war auch der Kreisläufer gewesen“, meinte Koch. Genutzt hatte es wenig. Und so gingen die Gäste noch vor der Halbzeitpause in Führung.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild nicht. Die HSG war immer noch zu unkonzentriert und erlaubte sich weiterhin viele unnötige Ballverluste im Spielaufbau, die der Gegner gnadenlos ausnutzte. Die Gäste ließen den Ball lange laufen und warteten geduldig, bis die Lücke da war.

Betz’ Anspiele fehlen

Gerne hätte auch Koch in der Offensive über den Kreis agieren lassen. Doch dafür habe vor allem Michael Betz gefehlt. Der Rückraumspieler hatte Probleme mit seinem Fuß. Der Spielmacher beherrscht wie kein Zweiter im Team die Pässe an den Kreis. „Das wäre sein Spiel gewesen“, befand Koch. „Und wenn Pässe kamen, waren es wirklich schlechte Pässe“, monierte Koch. Sein Team sei nicht geduldig genug und zu ungestüm aufgetreten.

So fand die HSG über die gesamte Spielzeit nicht in die Partie. Auch wenn die Abwehrarbeit besser wurde und es die Kreisläufer der Gäste nicht mehr so leicht hatten zu treffen, wirkte der Angriff gehemmt. Harte Würfe aus der Distanz wurden ebenso wenig genommen wie Pässe zum Kreis. „Wir laufen die Sachen nicht mit Druck an, sondern nur auf der Taktiktafel ab“, ärgerte sich Koch.

Unsichere Unparteiische

Die Einstellung war seinen Spielern nicht abzusprechen, doch nach einigen Fehlentscheidungen hingen die Köpfe. Es waren jedoch nicht nur eigene Fehler, über die sich der Trainer echauffierte.

Auch die Leistung der Unparteiischen war kein Glanzstück. Viel zu häufig durften die Gäste trotz angezeigten Zeitspiels sieben, acht oder gar neun Pässe ausführen. Erlaubt sind nur sechs Pässe. Sehr zum Unmut der Hausherren. „Ja, wir haben uns da schon ein wenig ablenken lassen, von der einen oder anderen Schiedsrichterentscheidung“, gab HSG-Rückraumspieler Julian Pozywio zu.

Pozywio: Finden Konstanz nicht

Der HV Vallendar nutzte diese Entscheidungen und die Unruhe immer wieder aus, spielte geduldig und machte Tore, sodass unterm Strich ein verdienter 30:26-Erfolg rauskam. „Dass wir – auch nach dem Völklingen-Spiel – erneut eine solche schwache Leistung zu Hause abliefern, hatte ich nicht auf dem Zettel“, sagte Koch enttäuscht.

Auch Pozywio konnte sich diese Niederlage nicht erklären. „Da finde ich keine Worte für. Wir finden unsere Konstanz momentan nicht.“

So spielten sie

HSG Eckbachtal: Häuselmann (Hahn) – Schloß (3), Pozywio (4), Nehrdich (8/2) – Kassel, Kluzik (4) – Rogawski (1), Betz, Lerzer (1), Christmann (1), Dopp, Ebel

HV Vallendar: Lorenz (Boinski) – Buch (6), Schröder (5), Schaub (2) – Müller, Schmidt (12/7) – Lohner (2), Schmitt (2), Stein, Bauch, Offermann, Fischer

Spielfilm: 8:5 (16.), 14:15 (Halbzeit), 20:21 (47.), 26:30 (Endstand) – Zeitstrafen: 2 – 5 – Siebenmeter: 2/2 – 7/7 – Beste Spieler: Häuselmann, Pozywio – Schmidt, Schröder – Zuschauer: 130 – Schiedsrichter: Eckert (Illtal)/Towae (St. Ingbert).

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