Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal verliert zu Hause gegen VTV Mundenheim

Hiergeblieben: Mundenheims Aaron Schleidweiler stoppt HSG-Kreisläufer Fabian Quandt.
Hiergeblieben: Mundenheims Aaron Schleidweiler stoppt HSG-Kreisläufer Fabian Quandt.

Der Überraschungscoup im Kampf um den Klassenverbleib ist ausgeblieben: Handball-Oberligist HSG Eckbachtal hat das Nachholspiel zu Hause gegen Spitzenreiter VTV Mundenheim deutlich verloren. Während es für die Gastgeber damit keine Entspannung im Kampf um den Ligaverbleib gab, bleiben die VTV souverän an Position eins. HSG-Trainer Thorsten Koch ging gleich auf Ursachenforschung für die dritte Niederlage in Serie.

Thorsten Koch hatte nach dem Abpfiff Gesprächsbedarf. Zunächst mit seinem Co-Trainer Mohamed Subab, dann mit seinem Physiotherapeuten Marcus Försterling. Nach der 21:34 (8:19) Niederlage in der Nachholpartie gegen den Tabellenführer der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar, die VTV Mundenheim, fiel die Analyse bitter aus.

Der Auftritt der HSG ließ viele Fragen offen. Dabei zeigte sich Koch beeindruckt, wie die VTV Mundenheim diesmal auftraten. Höchst konzentriert in der Abwehr, dazu mit schnellem Tempospiel nach vorne, geprägt von viel Leidenschaft und Mut. „Das, was Mundenheim gezeigt hat, war eine sehr gute Leistung. Ich glaube, wir haben heute den Meister der Oberliga gesehen“, sagte Koch.

„Hornissen“ hellwach

Bereits von der ersten Minute an waren die „Hornissen“ hellwach, ließen die HSG Eckbachtal nicht zum Zuge kommen und zogen mit 5:1 (10.) davon. Besonders Aaron Schleidweiler, der junge Kreisläufer, war nicht zu stoppen. Auch über die Flügel sorgten die VTV für viel Tempo nach vorne. Dazu überzeugte wieder Torhüter Nico Klein mit 15 Paraden.

VTV-Coach Steffen Schneider, der diesmal krankheitsbedingt fehlte und von seinem Co-Trainer Andre Rebholz an der Seitenlinie vertreten wurde, hatte seine Mannschaft bestens eingestellt. „Die Jungs haben sich an den Plan gehalten, den Kampf angenommen, wenig zugelassen und kaum Fehler gemacht. Das muss unser Anspruch sein“, zeigte sich Rebholz hochzufrieden. „Wir haben uns hier immer sehr schwergetan, gerade auch in einer Halle mit Harzverbot. Respekt, wie die Mannschaft nach dem schweren Spiel am vergangenen Samstag hier aufgetreten ist“, meinte Rebholz.

HSG: Defizite im Detail

Während die Hornissen die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Dritte Liga fest im Visier haben, muss die HSG weiter um den Ligaverbleib kämpfen. „Die Jungs brauchen unbedingt mal wieder ein Erfolgserlebnis“, betonte Koch. Er suchte die Defizite seiner Mannschaft im Detail. Spielerisch sei sie aus dem Tritt gekommen. Nur wenige Bälle kamen an den Kreis, dazu fand sie zu selten die Lücke in der gegnerischen Abwehr und versuchte, mit überhasteten Abschlüssen zum Torerfolg zu kommen. Da stand oft VTV-Keeper Nico Klein im Weg.

Auffällig war auch die hohe Anzahl der technischen Fehler bei der HSG. Die Mannschaft scheint nach den vielen Corona-Erkrankungen und einer Zwangspause vom Trainingsbetrieb nicht in Bestform zu sein. „Mein Eindruck ist, dass vielen aktuell die Kraft fehlt, denn die Spritzigkeit, die Leichtigkeit waren heute nicht zu sehen“, klagte Koch.

Schadensbegrenzung nach der Pause

Nach dem frühen und auch hohen Rückstand zur Pause (8:19) ließen die „Gekkos“ die Köpfe nicht hängen. Sie bemühten sich um Schadensbegrenzung. Dabei profitierten sie auch davon, dass Rebholz in der zweiten Hälfte einigen Akteuren mehr Spielzeit einräumte, die sonst nicht so häufig zum Einsatz kamen. Trotzdem war es ein kleiner Lichtblick, um zusätzliches Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben zu tanken.

Schon am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle Dirmstein) steht gegen die SG Saulheim die nächste schwere Aufgabe bevor. „Saulheim ist ein Brocken. Um zu punkten, müssen wir eine deutliche Steigerung hinbekommen“, sagte Koch. Zwei Punkte seien aufgrund der aktuellen Situation schon fast Pflicht, zumal danach sieben Auswärtsspiele in Serie kommen. „Da wäre es von großer Bedeutung, wenn wir schon gegen Saulheim die Punkte holen.“

So spielten sie

HSG Eckbachtal: Hahn (bis 43.), Diehl (ab 44.) – Schreiber (2), Nehrdich (4), Jochen Schloß (1/1) – Lerzer (5), Kassel (1) – Quandt (2) – Löhmar (4/1), Ebel, Pozywio, Dopp (2), Philipp Schloß, Zalik

VTV Mundenheim: Klein, (Kunz) – Simon Schleidweiler (4), Tom Schneider (2), Wilbrandt (5) – Binnes (4), Thilmann – Aaron Schleidweiler (6) – Hanke (1), Max Schneider (7/6), Naas, Pönisch (3), Schmieder (2), Deege

Spielfilm: 1:5 (6.), 5:11 (17.), 6:16 (21.), 8:19 (Halbzeit), 10:21 (34.), 13:29 (47.), 17:32 (54.), 21:34 (Ende) - Siebenmeter: 4/2 – 7/6 – Zeitstrafen: 2 – 2 – Beste Spieler: Nehrdich, Löhmar – Klein, Aaron Schleidweiler, Wilbrandt – Zuschauer: 50 – Schiedsrichter: Hahn (Nieder-Olm)/Bertram (Kirn).

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