Handball
Oberliga: HSG Eckbachtal verliert zu Hause gegen TV Mülheim
Als ihm seine Tochter nach der Partie gegen den TV Mülheim in die Arme fiel, dürfte sich die Laune von Eckbachtals Trainer Thorsten Koch wieder gehoben haben. Die war zuvor etwas getrübt ob des Auftritts seiner Mannschaft gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Verbleib in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. „Das war größtenteils im Angriff lethargisch, was wir gemacht haben“, ärgerte sich der Coach.
Mülheim hatte es durch eine offensive Deckungsarbeit geschafft, die HSG vor Probleme zu stellen. Die gravierendste Folge: Torjäger Maximilian Schreiber wurde im Rückraum nahezu komplett aus dem Spiel genommen. Gegen diese Abwehrformation fanden die „Gekkos“ über die komplette Spielzeit kein Rezept. „Es ist ja nicht das erste Mal, dass es so kommt, aber wir haben es wirklich schlecht gespielt“, haderte Koch.
Nach gutem Start häufen sich Fehler
Nach einem guten Start und einer 7:3-Führung nach knapp zehn Minuten häuften sich bei der HSG die Fehler, und Unkonzentriertheiten schlichen sich ein. Die Gäste nutzten diese und gingen durch einen 7:1-Lauf erstmals in Führung. „Die Fehlerquote war heute wieder sehr hoch“, sagte der HSG-Coach. Erklären konnte er sich die Leistung seines Teams nicht.
„Einige waren heute nicht in Form. Ich weiß nicht, woran es gelegen hat. Vielleicht ist es der Kräfteverschleiß. Oder wir haben gedacht, dass es von selbst läuft“, sinnierte Koch über die Gründe der unnötigen Niederlage. Denn überlegen waren die Gäste nicht.
Effektive Mülheimer
Doch in einem war der TV Mülheim deutlich besser als die HSG: in der Chancenverwertung. „Die Effektivität ist deren größte Stärke. Das haben sie heute wieder gezeigt“, konstatierte Koch. Ganz anders die HSG. Besonders im zweiten Spielabschnitt klappte offensiv fast nichts mehr bei den „Gekkos“. Trotz bester Gelegenheiten scheiterten sowohl Peter Baumann, Michael Betz, Nisse Nehrdich und auch Georg Ebel am starken Mülheimer Schlussmann Yannik Stromberg oder am eigenen Unvermögen.
Zu selten kam die HSG zu solch großen Gelegenheiten. Häufig wurden die Angriffe schon im Keim erstickt, da das Spiel der Gastgeber zu statisch und zu langsam war. „Wir sind nicht aus dem Spiel heraus gekommen, sondern sind immer nur aus dem Stand heraus gekommen und haben es der Abwehr dadurch sehr leicht gemacht“, befand Koch.
Trotzdem Chance auf Punkte
Dass die HSG kurz vor Schluss trotzdem noch mal die Möglichkeit hatte, heranzukommen, zeigt, dass die Qualität in der Mannschaft stimmt und das Team auch bei schwächeren Auftritten die Chance auf Punkte hat. „Verdient gehabt hätten wir es dann nicht, aber die letzten drei Bälle waren so der Hoffnungsschimmer“, gab der Trainer zu.
Ganz so schlimm wog die Niederlage dann aber doch nicht. Die HSG steht – in einem weiterhin sehr dichten Mittelfeld – auf dem neunten Platz mit 14:20 Punkten. Nächster Gegner ist am Sonntag (17 Uhr) in Dirmstein Spitzenreiter VTV Mundenheim.
So spielten sie
HSG Eckbachtal: Häuselmann, Hahn (30. bis 51.) – Betz (4), Nehrdich (6/2), Schreiber (3) – Kassel (3), Kluzik (5) – Quandt (1), Lerzer, Philipp Schloß (2), Subab, Dopp, Baumann, Ebel.
TV Mülheim: Stromberg – Niklas Schwenzer (2), Exenberger (1), Hommen (6/5) – Lebernegg (1), Mittmann (4) – Philipp Schwenzer (2), Langen (2), Lütkemeier (2), Hemmerle (9).
Spielfilm: 7:3 (10.), 8:8 (17.), 12:14 (Halbzeit), 19:19 (42.), 20:24 (47.), 27:30 (Ende). Siebenmeter: 2/2 – 5/5. Strafen: 3 – 2. Beste Spieler: Nehrdich, Dopp – Stromberg, Hemmerle, Mittmann. Zuschauer: 102. Schiedsrichter: von Wolff (Saulheim)/Müller (Osthofen).