Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal gewinnt knapp gegen VTZ Saarpfalz

Nisse Nehrdich war mit sieben Toren bester Werfer der HSG Eckbachtal gegen die VTZ Saarpfalz.
Nisse Nehrdich war mit sieben Toren bester Werfer der HSG Eckbachtal gegen die VTZ Saarpfalz.

Mit einem 28:27 (13:12)-Heimsieg gegen die VTZ Saarpfalz ist Handball-Oberligist HSG Eckbachtal in die englische Woche gestartet. Es war ein enorm wichtiger Erfolg, da die VTZ ein Konkurrent im Kampf um den Klassenverbleib ist. Die anderen beiden Partien in den kommenden Tagen gegen den TuS Kaiserslautern-Dansenberg II (Donnerstag, 19.45 Uhr) und gegen den TV Homburg (Sonntag, 17 Uhr) werden ungleich schwieriger.

Als am Sonntag die Schlusssirene in der Dirmsteiner Schulsporthalle ertönte, schlossen sich die HSG-Spieler in die Arme. Trotz Erschöpfung nach einer kräftezehrenden Partie feierten sie ausgelassen den knappen, aber nicht unverdienten 28:27-Erfolg über die VTZ Saarpfalz. „Das war ein Big-Point-Spiel. Ich bin natürlich voll zufrieden“, sagte ein erleichterter HSG-Trainer Thorsten Koch nach der Begegnung.

In der Partie gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenverbleib gerieten die Gastgeber zunächst ins Hintertreffen und liefen früh einem Rückstand hinterher. Mit 8:5 führten die Gäste aus Zweibrücken, ehe deren Rückraumspieler Tomas Kraucevicius Eckbachtals Maximilian Schreiber ins Gesicht griff. Die Konsequenz: eine zweiminütige Zeitstrafe. Für viele in der Halle war das zu wenig. Nicht nur das Publikum forderte einen Platzverweis für Kraucevicius, der gerade eine Sperre von drei Spielen wegen Schiedsrichterbeleidigung abgesessen hatte. Doch der einzige Spieler, der den Platz verließ, war Schreiber, der aus dem Mund blutete. Der Rückraumspieler wurde in der Kabine behandelt und kam danach wieder zurück.

Schreibers Verletzung als Weckruf

Doch auch einen Tag danach spürte er noch die Folgen des Zweikampfs mit Kraucevicius. Das Befinden? „War schon mal besser“, meinte Schreiber. Die Aktion indes wirkte wie ein Weckruf für die Gastgeber, die fortan besser ins Spiel fanden und zum Ausgleich kamen, obwohl in der Offensive wenig funktionierte.

„Wir hatten vor, die Abwehr mit Kreuzbewegungen auseinanderzuziehen – das hat aber nicht geklappt“, gab Schreiber zu. Dafür stand die Defensive über die komplette Spielzeit gut. Die Offensive sollte sich in den zweiten 30 Minuten anpassen. „Nisse Nehrdich und Michael Betz haben gut Regie geführt, clevere Sachen angesagt und das gut gemacht. Und es kam Power“, lobte Koch seine Schützlinge.

Spannende Schlussphase

Nehrdich, Betz und auch Schreiber bereiteten den Gästen zusehends mehr Probleme, sodass die HSG zwischendurch mit drei Treffern in Führung lagen. Zum Ende hin wurde es dann aber doch noch einmal spannend, da die „Gekkos“ zu viele klare Chancen liegen ließen. Doch auch die Gäste trafen plötzlich nicht mehr das Tor von Rouven Hahn, sodass die HSG zwei Punkte zu Hause behielt und die VTZ in der Tabelle hinter sich ließ.

Viel Zeit zum Verschnaufen haben die „Gekkos“ nicht. Bereits am Donnerstag wartet das nächste Heimspiel auf das Team von Thorsten Koch. Dann ist der TuS Kaiserslautern-Dansenberg II zu Gast in Dirmstein. Vom Tabellenvierten hält der Coach der HSG viel. Vor allem vor der starken Offensive mit dem Brüderpaar Timo und Marco Holstein sowie Alexey Wetz hat Koch Respekt.

Doch nicht nur offensiv ist die zweite Mannschaft des TuS gut besetzt. Auch in der Abwehr und im Tor seien die Gäste top, sagt Koch. Für die HSG wird es demnach alles andere als einfach werden, Punkte in Dirmstein zu behalten. Damit das gelingt, hat Koch einige Ideen, um vor allem die Dansenberger Offensive vor Probleme zu stellen. Mit einem Sieg würde die HSG einen großen Sprung in der Tabelle machen und an Worms, Bingen und Daun vorbeiziehen.

Nach der Verletzung von Maximilian Schreiber (links) kamen die Gastgeber besser ins Spiel.
Nach der Verletzung von Maximilian Schreiber (links) kamen die Gastgeber besser ins Spiel.
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