Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal empfängt TV Mülheim

HSG-Trainer Thorsten Koch ist in dieser Saison oft zum Umbauen des Kaders gezwungen. Er bleibt ein weiteres Jahr bei den „Gekkos
HSG-Trainer Thorsten Koch ist in dieser Saison oft zum Umbauen des Kaders gezwungen. Er bleibt ein weiteres Jahr bei den »Gekkos«.

Die Stimmung bei den Oberliga-Handballern der HSG Eckbachtal ist gut. Mit zwei Siegen in Folge hat sich die Mannschaft von Trainer Thorsten Koch Luft im Kampf um den Klassenverbleib verschafft. Am Sonntag (17 Uhr) treffen die „Gekkos“ auf den TV Mülheim und wollen dann die Siegesserie fortsetzen. Dabei soll ein Akteur, der schon unter der Woche Akzente setzte, wieder zum Einsatz kommen.

Für die HSG Eckbachtal waren am Dienstagabend aller guten Dinge drei. Zweimal wurde die Partie gegen den TuS Dansenberg II bereits verschoben. Beim dritten Versuch klappte es dann – und wie. Mit 32:21 (18:12) gewann das Team von Trainer Koch gegen den Favoriten aus Kaiserslautern und schob sich auf den achten Tabellenplatz.

„Wir haben auch darüber geschmunzelt. Aber es ist klar, dass es nur eine Momentaufnahme ist“, sagt Koch in dem Bewusstsein, dass noch einige Begegnungen zu spielen sind. Trotzdem war die Freude nach dem Erfolg über den Tabellenvierten groß. Vor allem beim Blick auf den Kader.

Umfangreiche Umbauarbeiten

Den musste Koch mal wieder umbauen. Sogar Co-Trainer Mohamed Subab und A-Jugendtrainer Peter Baumann wurden für die Begegnung reaktiviert und machten ihre Sache gut. „Wir haben das zwar nicht über die beste Abstimmung gemacht, aber das war klar. Der Mittelblock hat in dieser Zusammensetzung schon lange nicht mehr zusammengespielt“, erklärte Koch, der seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert hat.

Dennoch tat sich der TuS II gerade in der Offensive schwer. Den Gästen gelangen nur 21 Tore. Ganz anders die HSG, die 32 Treffer markierte. „Im Angriff haben wir es gut und abgezockt gemacht“, freute sich Koch. Egal, vor welche Aufgaben der TuS Kaiserslautern-Dansenberg II die „Gekkos“ stellte, die Offensive, allen voran mit Nisse Nehrdich und Maximilian Schreiber, aber auch mit Michael Betz und Philipp Schloß fand Lösungen.

Philipp Schloß in Lauerstellung

Besonders Letzterer wusste gegen die Westpfälzer zu gefallen. Der 18-Jährige trainiert seit geraumer Zeit mit der Oberligamannschaft und blieb, trotz eher geringer Spielzeit, in Lauerstellung. Am Dienstag bekam Schloß – vor allem in den zweiten 30 Minuten – seine Chance. Diese wusste er mit vier Treffern zu nutzen.

Der linke Rückraumspieler war zuletzt eher im Schatten der anderen A-Jugendlichen wie Laurenz Pabst oder Bennet Löhmar gestanden. „Das Selbstvertrauen war vorher nicht so da, da es holprig lief. Vier Tore zu machen, fühlt sich definitiv gut an“, freute sich der Laumersheimer über seine Leistung.

Knoten geplatzt

Ob der Knoten nun geplatzt sei? „Es hat sich so angefühlt. Ich war ja schon öfter dabei, aber so richtig gelaufen ist es nicht. Am Dienstag ist der Knoten dann geplatzt, ja“, sagt Schloß. Seinem Trainer war nicht nur ob seiner Treffer begeistert, sondern auch seine Arbeit in der Defensive gefiel ihm. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass er in den nächsten ein, zwei Jahren den Sprung in die erste Herren schaffen wird“, prophezeit Koch.

Dort hat sich der Abiturient schon ganz gut zurechtgefunden. „Das ist eine coole Truppe, und ich fühle mich gut angenommen, verstehe mich mit allen“, berichtet der 18-Jährige. Sein älterer Bruder Jochen spielt ebenfalls bei den Herren. Mit ihm zusammenzuspielen, sei ein cooles Gefühl, sagt er.

Verletzt: Jochen Schloß fehlt

Auf ihn wird er allerdings am Sonntag (17 Uhr) beim Heimspiel gegen den TV Mülheim verletzungsbedingt verzichten müssen. Es ist ein Ausfall, der schmerzt. Denn so wird Thorsten Koch erneut zu Umstellungen gezwungen sein. Auch Subab und Baumann spielen in seinen Gedanken wieder eine Rolle.

Ein Nachteil muss das nicht sein, wie die Partie am Dienstag gezeigt hat. Dennoch weiß der Übungsleiter, dass es gegen Mülheim nicht einfach wird. „Wir haben die letzten Jahre überhaupt nicht gut ausgesehen gegen den TV“, sagt er. Der dritte Sieg in Serie ist aber nicht unmöglich. Mit diesem würde sich die HSG weiter von den unteren Tabellenregionen entfernen und den achten Tabellenplatz festigen. Das ist auch das Ziel des Trainers: „Wir hoffen auf unser Selbstvertrauen und dass wir unseren kleinen Lauf bestätigen können.“

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