Handball
Oberliga: HSG Eckbachtal empfängt TV Homburg
Der Sport rückt wieder mal in den Hintergrund bei der HSG Eckbachtal und ihrem Trainer Thorsten Koch. Vielmehr bestimmt die Corona-Pandemie das Tagesgeschäft des Coachs. Nach einem Kontakt mit einem Infizierten am vergangenen Wochenende beschlossen Team und Trainer, sich täglich zu testen. Dabei stellte sich heraus, dass die HSG zwei positive Fälle hat. Das sei Donnerstagmittag gewesen, berichtet der Trainer. Umgehend informierte Koch den TuS Kaiserslautern-Dansenberg, gegen den die HSG eigentlich spielen sollte. „Wir möchten natürlich keinen Gegner einer Gefahr aussetzen“, stellt der Trainer klar.
Auch bei den Westpfälzern hatte man daraufhin Bedenken. Beide Teams einigten sich auf eine Verschiebung des Nachholspiels. Wann das stattfinden wird, steht noch nicht fest. Der nächste Termin im Kalender ist somit der Sonntag. Dann soll der TV Homburg in Dirmstein seine Visitenkarte abgeben.
Spiel ohne Training
In die Partie gegen den Tabellenzweiten geht die HSG dann nahezu ohne Training. „Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme haben wir auch das Donnerstags- und Freitagstraining abgesagt, um das Risiko einer Ansteckung im Keim zu ersticken“, erklärt Koch. Weitere Tests seien selbstverständlich vorgesehen.
„Viel mehr darf nicht mehr passieren, sonst kann ich das Zepter an Peter Baumann übergeben, und er kann mit der A-Jugend die Runde zu Ende spielen“, flachst der Übungsleiter. Im Kern der Aussage steckt allerdings sehr viel Wahrheit. Koch muss nach den zahlreichen Ausfällen wegen Verletzungen und Corona erneut auf A-Jugendspieler zurückgreifen.
Zalik, Löhmar und Pabst im Kader
Mit Lars Zalik, Bennet Löhmar und Laurenz Pabst laufen gleich drei Jugendspieler im Oberligakader auf. Ergänzt wird dieser noch durch Silas Rogawski aus der zweiten Mannschaft. „Ich habe noch acht Spieler, die zum eigentlichen Kader der ersten Mannschaft gehören“, berichtet der Trainer.
Die Vereine und auch Koch möchten die Saison fortsetzen. „Was keiner möchte, ist ein Abbruch. Das hatten wir schon, und das war mit das Schlimmste, alle Infos nur aus der Zeitung zu lesen und gar nichts machen zu können“, erinnert er an die vergangene Spielzeit.
Verweis auf die EM
Ob es sich dann um einen fairen Wettbewerb handelt? „Wir haben es ja gerade bei der Handball-EM gesehen, dass das nicht so die Rolle spielt. Wie dort mit der Sache umgegangen wurde, war krass“, spielt der Trainer auf die zahlreichen positiven Fälle an. Das Turnier wurde dennoch fortgesetzt.
Durchziehen möchte die HSG auch die Partie gegen den TVH am Sonntag. Doch die Begegnung könnte sich zu einem Déjà-vu entwickeln. Denn die Voraussetzungen ähneln dem Hinspiel in Homburg. Auch dort fehlten Koch zahlreiche Spieler verletzungsbedingt. Das Ergebnis: 17:28 unterlagen die „Gekkos“ im Saarland.
Der TVH habe eine körperlich robuste, erfahrene Mannschaft, die viel Power auf den Platz bringe. „Rundum ist das schon ein Top-Team“, gibt Koch zu. Damit muss die junge Mannschaft erst einmal umgehen. Vielleicht zog sie die richtigen Lehren aus dem Hinspiel. „Jetzt werden wir schauen, ob wir es besser machen, als damals“, hofft der Übungsleiter auf eine Revanche.