Handball
Oberliga: HSG Eckbachtal empfängt TuS KL-Dansenberg II
„Ich gehe davon aus, dass wir 2G plus am Wochenende durchziehen, und das bedeutet auch, dass wir und die Zuschauer Tests brauchen“, sagt Thorsten Koch mit Blick auf die Zugangsbeschränkungen. Statt knapp 200 bis 300 Zuschauer dürften sich wohl nur wenige Fans in die Halle verirren. Schade für die HSG und ihren Trainer.
Gerade gegen eine Mannschaft wie den TuS Kaiserslautern-Dansenberg II hätte sich Koch über Unterstützung gefreut: „Natürlich hätte ich gerne, dass was los ist und dass uns die Zuschauer pushen, damit wir eine Chance haben mitzuhalten“, erklärt der Trainer. Doch er zeigt Verständnis für die Situation und nimmt sie auch ernst. „Wir testen fleißig“, sagt er.
Einzug Anfang 2022
Fleißig ist auch Rückraumspieler Max Schreiber. Der 29-Jährige renoviert zusammen mit Teamkollege Julian Pozywio seit Beginn des Jahres ein Haus in Heßheim. Dort sind bereits zwei Wohnungen – eine für Schreiber, die andere für Pozywio – entstanden. Anfang 2022 wollen beide einziehen.
Viel fehle nicht mehr, berichtet Schreiber. „Wir müssen noch die Innentüren setzen, und auch meine Küche kommt noch – einziehen könnte man aber schon in zwei Wochen“, sagt er. Schreiber wartet aber lieber auf seine Küche. Demnächst wird es in Heßheim also eine Art Handball-WG geben. Bis es soweit ist, stehen den beiden, so Corona es zulässt, einige Spiele bevor.
Gäste mit starker Abwehr
Den Anfang macht die Partie der HSG gegen TuS Kaiserslautern-Dansenberg II am Sonntag. Mit dem Tabellenzweiten erwartet die Koch-Sieben eine Top-Mannschaft. „Der TuS hat eine bärenstarke Abwehr und überragende Torhüter“, schwärmt der Trainer. Hinzu kommen Führungsspieler wie Alexey Wetz und Marco Holstein.
Doch auch in seinem Team hat der HSG-Trainer den einen oder anderen Spieler, der das Team besser macht. Maximilian Schreiber ist einer von ihnen. Der ehemalige BWL-Student scheint nach dem jüngsten Spiel gegen Kastellaun/Simmern in der Saison angekommen zu sein. Zehn Tore warf der Rückraumspieler.
Ellenbogenverletzung hat Schreiber gebremst
„Er hat ein gutes Spiel gemacht, hat Verantwortung übernommen und einen großen Anteil am Sieg gehabt“, lobt Koch seinen Schützling. Zuvor sei es nicht so wirklich gut gelaufen, gibt Schreiber zu. Das hatte mehrere Gründe. Zum einen habe der Umbau viel Zeit und natürlich auch Kraft gekostet. Zum anderen sei er nicht hundertprozentig fit gewesen. Das habe sich in seinem Spiel widergespiegelt. Koch hofft, dass diese Zeit nun der Vergangenheit angehört. Denn: „Wir brauchen ihn. Max ist ein sehr wichtiger Spieler für uns“, macht er klar.
Nicht nur seine Tore seien wichtig. Schreiber habe ein gutes Tempo, sei gut im Eins-gegen-Eins, gehe dahin, wo es weh tut und stehe auch in der Abwehr seinen Mann, lobt Koch. Genau diese Attribute sollen der HSG auch gegen Dansenberg zum Erfolg verhelfen.
Nur mit Schreiber allein wird ein Erfolg gegen den Tabellendritten jedoch nicht gelingen. „Wir brauchen eine gute Mannschaftsleistung. Das Kollektiv muss funktionieren“, sagt Koch. Und vielleicht klappt es dann auch wieder, die alte Heimstärke zu etablieren. „Es ist kein Geheimnis, dass wir zu Hause auch schon gut gespielt haben in den letzten Jahren“, weiß Schreiber. Siege feiern kann das Team dann bald in der Handball-WG von Pozywio und Schreiber.