Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal empfängt HSG Worms

„Gekko“ mit WormserVergangenheit: Jochen Schloß.
»Gekko« mit WormserVergangenheit: Jochen Schloß.

Die Dramatik steigt gegen Ende einer jeden Saison. Auch für Handball-Oberligist HSG Eckbachtal wird es eine spannende Schlussphase. Am Sonntag (17 Uhr) empfängt das Team von Coach Thorsten Koch die HSG Worms. Für einen Rückraumspieler der „Gekkos“ wird es eine besondere Begegnung – nicht nur wegen der Tabellenkonstellation.

Die Vorzeichen vor der Partie zwischen dem Zehnten, der HSG Eckbachtal, und den akut abstiegsgefährdeten Wormsern (Platz 14) sind klar: Gewinnen die „Gekkos“, spielen sie auch in der kommenden Saison in der Oberliga. Bei einer Niederlage müsste das Team von Trainer Thorsten Koch noch einmal zittern. Das wollen die „Gekkos“ natürlich verhindern.

Allerdings sind die Gäste aus Worms, trotz des schlechten Tabellenplatzes, kein einfacher Gegner. Das weiß auch die Mannschaft von Thorsten Koch. Sie verlor das Hinspiel in Worms mit 27:30. Der Hauptgrund für die damalige Niederlage waren die wurfgewaltigen Rückraumspieler und die schwache Abwehrarbeit der Gäste. Kein Wunder, dass der Übungsleiter genau davor warnt: „Von den Rückraumspielern ist jeder in der Lage, zweistellig zu treffen“, sagt Koch.

Schloß mit Wormser Vergangenheit

Sie gilt es also am Sonntag in den Griff zu bekommen. Dabei helfen wird Jochen Schloß. Der Rückraumspieler ist nicht nur wichtiger Bestandteil der Defensive der HSG, sondern hat eine Vergangenheit in Worms. Er verbrachte dort die A-Jugend-Zeit und auch seine erste Aktiven-Saison. „Dann ist Eckbachtal 2009 in die Oberliga aufgestiegen und ich bin zurückgewechselt“, berichtet Schloß.

Allzu lange blieb er jedoch nicht bei den „Gekkos“. Nach dem Abstieg der HSG Eckbachtal verschlug es den Abteilungsleiter eines Luftfahrtlieferanten in Speyer zurück in die Drachenstadt. Dort blieb er viereinhalb Jahre, ehe ihn der Weg erneut zurück nach Dirmstein führte. Die Gründe dafür waren sein damaliges Studium und der immense Zeitaufwand. „Jetzt stehe ich auf der richtigen Seite bei meinem Heimatverein“, macht Schloß klar.

Koch: Druck bei den Gästen

Mit ihm will er die Klasse halten. Damit das sicher gelingt, sollten Schloß und Co. am Sonntag punkten. Zumindest im Training präsentieren sich die Spieler bereits konzentrierter, weiß Koch zu berichten. Den Druck sieht er ob der Tabellensituation bei den Gästen. Mit Druck könne sein Team indes sehr gut umgehen.

„Wir hatten ja schon häufiger Hop-oder-top-Spiele. Bei sowas hat die Mannschaft gut reagiert“, erinnert sich der Übungsleiter. Zudem wird es nicht nur eine Partie mit sportlicher Brisanz, sondern auch das letzte Heimspiel der „Gekkos“ in dieser Spielzeit und ein Derby. Für Schloß beides eine Besonderheit. „An der Motivation wird es nicht scheitern. Das ist ein Derby, da hat jeder Bock drauf“, erklärt er.

Allzu viele Spieler des Gegners kennt Schloß nicht mehr aus gemeinsamen Tagen. „Ich habe keinen Kontakt mehr nach Worms. Die Mannschaft wurde komplett ausgetauscht. So einen wirklichen Bezug habe ich nicht mehr“, gesteht er. Dann tut es ihm vielleicht weniger weh, wenn sein Ex-Verein absteigt. Da er nun auf „der richtigen Seite“ ist, hätte er sicher nichts gegen eine große Nichtabstiegsfeier am Sonntagabend mit zahlreichen Fans.

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