Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal belohnt sich in Mundenheim nicht

Timo Kluzik (gelbes Trikot) warf fünf Tore für die HSG; hier trifft er zum 11:7 aus Sicht der Gäste.
Timo Kluzik (gelbes Trikot) warf fünf Tore für die HSG; hier trifft er zum 11:7 aus Sicht der Gäste.

Es hat nicht sollen sein für den Handball-Oberligisten HSG Eckbachtal. Beim Auswärtsspiel am Samstag in Ludwigshafen verlor das Team von Trainer Thorsten Koch knapp mit 27:29 (13:14) gegen die VTV Mundenheim. Trotz einer guten Leistung konnte die HSG wieder einmal keine Punkte in der Fremde mitnehmen – dafür aber jede Menge guter Eindrücke.

Vieles von dem, was sich die HSG Eckbachtal vorgenommen hatte, setzte die Sieben von Koch im Spiel gegen die VTV um. „Wir sind stolz darauf, den Mundenheimern einen 60-minütigen Kampf geliefert zu haben“, sagte er und ergänzte mit ironischem Unterton: Natürlich sei es wieder „toll“, dass am Schluss nichts Zählbares dabei herausgekommen sei. Dennoch überwiege das Positive.

Sein Team wirkte im Vergleich zum vergangenen Wochenende, als die HSG gegen Nieder-Olm eine herbe Heimschlappe kassiert hatte, wie ausgewechselt. Die Einstellung stimmte wieder, und der so oft beschworene Kampfgeist war wieder da. Und zwar von der ersten Minute an. Trotz eines 4:7-Rückstands nach wenigen Minuten, verloren die Eckbachtaler den Faden nicht. Im Gegenteil: Sie machten den Gastgebern das Leben schwer und gingen durch einen 7:0-Lauf mit 11:7 in Führung. „Man hat gesehen, was passieren kann, wenn wir über den Kampf ins Spiel kommen“, erklärte Koch.

Nehrdich trifft zwölfmal

Vor allem ein HSG-Spieler machte am Samstag auf sich aufmerksam: Nisse Nehrdich. Der Rückraumspieler erzielte zwölf Tore und sorgte mit dafür, dass auch gegen den Favoriten aus Ludwigshafen eine Chance auf Punkte bestand. „Das ist hoffentlich ein Zeichen, dass es besser wird“, meinte der Youngster nach der Partie. Nehrdich habe genau das umgesetzt, was er von ihm erwartet habe, berichtete Koch. „Ich habe ihm gesagt, dass er im Spiel mehr Verantwortung übernehmen muss, da Max Schreiber nicht dabei war. Ich habe ihn dazu aufgefordert, mehr Torwürfe zu machen, und das hat er auch getan.“

Doch nicht nur die Offensive bereitete dem Coach der „Gekkos“ Freude. Auch die Abwehrarbeit gefiel ihm: „Die Defensive muss ich hervorheben. Die hat heute enorm geackert.“ Vor allem in den ersten 30 Minuten hatten die Gastgeber ihre Probleme mit der aggressiven HSG-Deckung. Routinier Sven Dopp, den Koch nachnominiert hatte, stach dabei besonders hervor. „Sven war zuletzt gar nicht im Training und hat das trotzdem toll gemacht“, lobte der Coach.

Zwei Siebenmeter vergeben

Dennoch gingen die Gäste mit einem knappen 13:14-Rückstand in die Halbzeit. Nach der Pause war es ein Auf und Ab. Die Führungen wechselten immer wieder. Bis die VTV ab der 49. Spielminute einen 5:0-Lauf hatte und aus einem 22:24 ein 27:24 machte. Davon erholte sich die HSG nicht mehr und vergab zudem zwei Siebenmeter. Die gaben den Ausschlag für die unglückliche und vielleicht auch unverdiente Niederlage. „Wir schaffen es einfach nicht, den Sack am Ende zuzumachen. Das ist sehr frustrierend, denn solche Punkte wären Gold wert“, ärgerte sich Nehrdich. Der 20-Jährige sah aber die guten Ansätze. Die Begegnung bringe das Team nach vorne: „Es gibt Selbstbewusstsein, dass wir gegen die VTV auftrumpfen konnten.“

So spielten sie

VTV Mundenheim: Kunz (ab 16. Klein) - Schmieder (2), Nass (2), Tom Schneider (2) - Pönisch (1), Binnes (2) - Aaron Schleidweiler (4), Hannes (1), Wilbrandt (5), Simon Schleidweiler (2), Thilmann (2), Deege (1), Max Schneider (5/3)

HSG Eckbachtal: Hahn - Jochen Schloß (3), Betz (5), Nehrdich (12/2) - Kassel, Kluzik (5) - Ebel (2), Lerzer, Philip Rogawski, Philipp Schloß, Dopp, Silas Rogawski, Löhmar

Spielfilm: 7:10 (16.), 14:13 (Hz.), 22:24 (48.), 29:27 (Endergebnis) - Siebenmeter: 3/3 - 2/4 - Zeitstrafen: 2:4 - Beste Spieler: Klein, Wilbrandt - Nehrdich, Hahn, Dopp - Zuschauer: 160 - Schiedsrichter: Engler/Teich (beide MSG HG Illtal).

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