Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Oberliga: HSG Eckbachtal beim TV Offenbach

Darf wieder Doppelschichten schieben: Linksaußen Timo Kluzik.
Darf wieder Doppelschichten schieben: Linksaußen Timo Kluzik.

Die HSG Eckbachtal ist in der Handball-Oberliga die Mannschaft der Stunde. Aus den vergangenen sieben Begegnungen holte die Mannschaft von Trainer Thorsten Koch elf Punkte. Am Sonntag (18 Uhr) könnten die nächsten Zähler hinzukommen. Dann reisen die „Gekkos“ zum Tabellendritten TV Offenbach. Mit dabei, ein flinker Linksaußen, der nicht nur Spieler sein will.

Die Ungeschlagen-Serie der „Gekkos“ wird immer länger. Seit sieben Partien ging die Mannschaft von Thorsten Koch nicht mehr als Verlierer vom Platz. Das gelang der HSG seit der Oberliga-Zugehörigkeit nur einmal. In der Saison 2009/2010 waren sie sieben Spiele in Folge ungeschlagen. Ein achtes Spiel, in dem die „Gekkos“ Punkte holen, wäre also ein neuer Vereinsrekord.

„Ein weiteres Mal ungeschlagen vom Platz zu gehen, wäre schon etwas Cooles“, sagt Linksaußen Timo Kluzik. Einfach dürfte das aber – trotz der guten Form – nicht werden, schließlich geht es zum Top-Team nach Offenbach. In der Südpfalz war für die „Gekkos“ bisher wenig zu holen. „Dort sind wir immer unter die Räder gekommen. Da müssen wir die berühmten kleinen Brötchen backen“, sagt Thorsten Koch.

Hoffen auf den Sahnetag

Der Coach hält viel vom TVO. Die Südpfälzer seien sehr heimstark, hätten eine gute Truppe, weiß der Trainer. Damit die HSG beim Tabellendritten etwas Zählbares mitnimmt, muss vieles für die Gäste laufen, glaubt der Coach. „Wir brauchen einen Sahnetag, an dem alles funktioniert. Wir müssen vor allem läuferisch alles abrufen, eine gute Trefferquote haben und Offenbach braucht einen suboptimalen Tag“, erläutert der Übungsleiter.

Positiv könnte ihn die derzeitige Formkurve seines Teams stimmen und natürlich auch der letzte Auswärtserfolg beim heimstarken TV Mülheim. Auch dort gewann die HSG bisher nicht. Bis vergangene Woche. „Die Jungs haben in Mülheim wirklich die Konzentration hochgehalten. Es spielt sich einfacher, wenn man Punkte sammelt. Es sind viele kleine Dinge, die zusammenspielen“, erklärt der Trainer.

HSG ohne Lerzer

Ganz so aussichtslos scheint die Auswärtsaufgabe für die HSG also nicht zu sein, auch, wenn wieder einmal nicht der komplette Kader zur Verfügung steht. Unter anderem fällt Sven Lerzer aus. Das heißt für den zweiten Linksaußen im Team, Timo Kluzik, wie schon vergangene Woche in Mülheim, Doppelschichten schieben.

Das war kein Problem für den 22-Jährigen, der erst kurz vor Spielbeginn in der Halle eintraf. Der Grund: Kluzik absolviert zurzeit einen Trainerlehrgang in Edenkoben, um die C-Lizenz zu erwerben. Trotz des stressigen Zeitplans sprach Kluzik von einer angenehmen und entspannten Vorbereitung auf die Partie.

Zwei Erfolge für Kluzik

„Es ist besser, als wenn man eineinhalb Stunden vor dem Spiel da ist und es sich hinzieht. So wurde ich direkt aufs Spiel losgelassen“, erklärt der Trainer der weiblichen B-Jugend der HSG. Im Nachhinein war es ein doppelt erfolgreicher Samstag für den Youngster. Er gewann nicht nur das Spiel, sondern bestand auch seine Prüfung. „Ich möchte mich da weiterentwickeln“, sagt der Auszubildende, der eine Lehre als Elektroniker bei KSB in Frankenthal absolviert.

Am Sonntag kann er seinen Fokus wieder auf die Oberliga und den Klassenerhalt richten. Koch hofft, dass Kluzik einen guten Tag erwischt. „Wenn er diesen hat, ist er jemand, der ein Spiel allein entscheiden kann“, betont der Coach. Damit die HSG auch in Offenbach etwas holt, muss jedoch die komplette Mannschaft abliefern. Dann könnte auch der zwölf Jahre alte Rekord gebrochen werden. Auch wenn dieser keine Rolle für sein Team spiele, freuen würde es Koch dennoch, auch, weil seine Schützlinge mit weiteren Punkten dem Ziel Klassenverbleib wieder ein Stückchen näher kämen.

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