Handball
Oberliga: HSG Eckbachtal beim TuS Kaiserslautern-Dansenberg II
Fabian Quandt, Steffen Christmann, Georg Ebel, Laurenz Pabst, Carsten Wenzel – die Liste der bisher eingesetzten Kreisläufer der HSG Eckbachtal ist lang. Carsten Wenzel gesellte sich wegen seiner Verletzung an der Leiste als Letzter zu dieser illustren Runde. Vor 13 Tagen, im Spiel beim TuS Daun, gab der 29-Jährige sein Comeback im HSG-Trikot.
Die Monate zuvor waren eine lange Leidenszeit. Seit dem Osada-Cup, einem Vorbereitungsturnier im August, war der Kreisläufer wegen einer Entzündung des Schambeinknochens ausgefallen. „Er war sehr gefrustet, hat immer wieder versucht, was zu machen, musste aber abbrechen“, berichtet Thorsten Koch.
Essensstand statt Handballfeld
Statt auf dem Platz zu stehen, war Wenzels Position die hinter der Theke am Essensstand in der Dirmsteiner Schulsporthalle. Dort gab er in den Pausen belegte Brötchen und Getränke aus. „Es war unglaublich schwer, nur Zuschauer zu sein. Es hat mich gereizt, wieder zurück auf der Platte zu sein“, beschreibt der Handballer die Situation.
Ein Arzt empfahl Wenzel letztendlich eine Operation, der sich der Student Mitte Mai unterziehen will. Daher wird sein Comeback nur eine Rückkehr auf Zeit sein. Bis zu dem Eingriff stehen noch drei Partien auf dem Plan, in denen der Kreisläufer seiner HSG helfen will, wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg zu holen.
Heimstarke Dansenberger
Diese können Wenzel und Co. am Sonntag im Auswärtsspiel beim TuS Kaiserslautern-Dansenberg II mitnehmen. Die Hausherren haben aber noch eine Rechnung mit den „Gekkos“ offen, nachdem sie das Hinspiel mit 21:32 deutlich verloren. Koch erwartet in der Westpfalz eine andere Begegnung.
Nicht nur, weil der TuS dann mit einem kompletten Kader antritt, sondern auch wegen der Heimstärke der Dansenberger. „Wir wissen, was uns in Dansenberg erwartet. Dort haben wir in den vergangenen Jahren nicht ganz so gut ausgesehen“, erinnert sich der Coach.
Starkes Trio bei den Gastgebern
Er hat bei den Gastgebern ein Trio ausgemacht, das es gilt, aus dem Spiel zu nehmen. Die Rede ist von Timo und Marco Holstein sowie Alexey Wetz. „Timo Holstein dürfte unter den top fünf Torschützen der Oberliga stehen. Sein Bruder ist ein brutaler Shooter auf Rückraum links. Wetz ist der Mann mit der Erfahrung auf Rückraum Mitte“, beschreibt er die Fixpunkte des Spiels. Dabei möchte Koch den Rest der Mannschaft aus der Westpfalz nicht vernachlässigen. „Insgesamt ist es ein Team, das sehr über die Mannschaftsleistung kommt. Sie spielen eine sehr aggressive Deckung und haben ein hohes Tempo“, erläutert Koch.
Das möchte er mit einer guten Defensivleistung in den Griff bekommen. Und da wird es auch auf Wenzel ankommen, der mit seiner Robustheit in der Abwehr ein wichtiger Faktor sein kann. „Das Zweikampfverhalten und auch das Durchsetzungsvermögen sind großartig bei ihm“, lobt Koch seinen Schützling.
Der künftige IT-Ingenieur hofft auf ein positives Ergebnis in Dansenberg, um mit Schwung in die Endphase der Saison zu gehen. In dieser wird er wieder von außen zusehen müssen, denn nach der Operation steht für Wenzel der Heilungsprozess auf dem Plan. Nach knapp vier Wochen könne er langsam wieder einsteigen und hofft, bei der Saisonvorbereitung im Sommer wieder mit dabei zu sein. Damit es eine Vorbereitung auf eine erneute Oberligasaison wird, wären Punkte in der Westpfalz bei der HSG gerngesehen.