Frankenthal Neue Bauplätze in Eppstein
Ein Verkehrsgutachten für den Verkehrsknoten in Oggersheim, Gewerbegebiet West, forderte die CDU in der jüngsten Eppsteiner Ortsbeiratssitzung. Unzufrieden sind die Christdemokraten mit der Pflege der Entwässerungsgräben auf Eppsteiner Gemarkung. Die Fraktion bat um Auskunft, ob neues Bauland im Vorort ausgewiesen werde.
Auf einen neuralgischen Verkehrsknoten auf Ludwigshafener Gemarkung machte Hans Dropmann (CDU) in der Ortsbeiratssitzung aufmerksam. Die Stadtspitze Frankenthals solle wegen der Ampelkreuzung am Gewerbegebiet Oggersheim West Gespräche mit der Nachbarstadt suchen und ein Verkehrsgutachten für diesen Bereich einfordern. Schließlich gebe es nördlich der Kreuzung einen Feuerwehrstützpunkt, der mit für Frankenthal zuständig sei. Deshalb habe diese Kreuzung Sicherheitsrelevanz. „Sie ist derzeit vollkommen überlastet. Die Fahrzeuge stauen sich oft weit zurück.“ Wenn auf dem Gelände des ehemaligen Hornbach Gartenmarktes wie geplant ein Möbelmarkt ansiedele, werde die Situation noch schlimmer, meinte Dropmann. Beigeordneter Bernd Knöppel (CDU) entgegnete, dass Frankenthal im ständigen Kontakt mit Ludwigshafen bezüglich der Verkehrssituation sei. Wenn das Industriegebiet Römig 3 in Betrieb sei, solle noch einmal ein Gutachten für die komplette Achse entlang der Landesstraße 527 gemacht werden. Dropmann wollte über seine Forderung abstimmen lassen. Der Rat sah das zum jetzigen Zeitpunkt als nicht notwendig an. Warum im Winter die vorgesehenen und bei einer Begehung im Herbst zugesagten Pflegearbeiten an Entwässerungsgräben auf Eppsteiner Gemarkung nicht erfolgt seien, wollte die CDU in einer Anfrage wissen. In einer von Wolfgang Winsel, Abteilungsleiter im Bereich Zentrale Dienste, verlesenen Stellungnahme des Vorstehers des Gewässerzweckverbandes Isenach-Eckbach, Oberbürgermeister Martin Hebich (CDU), wird behauptet, dass alle Seitengräben gereinigt wurden, der Raupen- und der Renngraben teilweise einseitig vom Gehölz befreit und die Erbsensaatloch ausgebaggert worden seien. Die größeren Arbeiten im Rahmen des wasserwirtschaftlichen Gesamtkonzeptes müssten noch genehmigt werden. Josef Büffor (CDU) bestritt, dass der Renngraben komplett gereinigt worden sei: „Ein Teilstück vielleicht. Der Renngraben bringt uns aber das Hauptwasser aus dem Süden.“ Hans Dropmann fragte, ob Anwohner am Neugraben den Graben selbst von querliegendem Gehölz befreien dürften? Das wollte Knöppel zuerst mit dem OB abklären. Nur eine sehr allgemeine Antwort erhielt die CDU auf ihre Anfrage, ob neues Bauland in Eppstein ausgewiesen werden könne. In diesem Zusammenhang kritisierte Büffor die Eppsteiner SPD, durch deren Initiative jüngst die Baugebietserweiterung Im Bornfeld massiv zurückgeschraubt worden sei, nun aber Ortsvorsteher Uwe Klodt (SPD) wieder in eine andere Richtung rudere, wie er einem RHEINPFALZ-Bericht mit dem Ortsvorsteher entnommen habe. Markus Rittmann (SPD) entgegnete, dass damals die Situation anders war. Die Verwaltung antwortete schriftlich, dass man derzeit an einem Wohnraumversorgungskonzept arbeite, bei dem stadtweit Möglichkeiten für Bauland geprüft werden. Eppstein habe sicher das größte Potenzial aller Vororte. Die Rede ist von 18,6 Hektar im Ortsrandbereich und weiteren sechs Hektar im Innenbereich. Genannt wird im Randbezirk unter anderem das vor Jahren verworfene Gebiet südlich der Weingartenstraße. Im Innenbereich wird als größte Fläche die westlich der Brucknerstraße genannt. Dieses Vorhaben scheiterte schon einmal am Widerstand der Anwohner. Die Innenpotenziale sollen vorrangig bearbeitet werden. Für keine der Flächen gebe es einen rechtsgültigen Bebauungsplan. Winsel meinte, dass dies ein sehr komplexes Thema sei, dafür sicher noch Zeit benötigt werde. Büffor: „Es war ein gewaltiger Fehler, das Baugebiet Im Bornfeld so klein auszuweisen.“