FRANKENTHAL RHEINPFALZ Plus Artikel Neu im Stadtrat: Reiner Wagner (AfD)

Möchte sich über die Politik hinaus für soziale Randgruppen einsetzen Reiner Wagner.
Möchte sich über die Politik hinaus für soziale Randgruppen einsetzen Reiner Wagner.

Die etablierten Parteien haben sich in den Augen von Reiner Wagner so sehr zu ihrem Nachteil verändert, dass sie für ihn nicht mehr wählbar erschienen. Daher hat er sich 2017 der AfD angeschlossen und gehört seit dem vergangenen Jahr deren dreiköpfiger Stadtratsfraktion an.

Für Politik habe er sich schon immer interessiert, in seiner Jugend sei er für kurze Zeit in der Jungen Union gewesen, erklärt er im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Mit einem Stadtratsmandat habe er nicht gerechnet. „Ich bin aber sehr zufrieden, wie es gelaufen ist.“ Als vernünftiger Mensch gehe er mit klarem Kopf an die Sache heran und wolle der Stadt etwas zurückgeben.

Seinen Schwerpunkt sieht Wagner in der Familien- und Sozialpolitik. „Hier bewegt sich einiges in Frankenthal“, stellt er fest. Er selbst wolle sich künftig ehrenamtlich stärker engagieren, wobei er besonders soziale Randgruppen im Fokus habe. Für die AfD, in deren Kreisverband er stellvertretender Vorsitzender ist, gehört er dem Ausschuss für Familie und Soziales, dem Betriebsausschuss, dem Sportausschuss sowie der Museumsstiftung an.

Gartenarbbeeit und Motorroller

Reiner Wagner (Jahrgang 1966) stammt aus Lambsheim. Er hat eine Lehre auf dem Bau gemacht, musste diese Tätigkeit nach eigenen Angaben aber aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Nach einer Zusatzausbildung sattelte er als Berufskraftfahrer um und machte sich im Logistikgewerbe selbstständig. Allerdings habe er sein Geschäft „aus wirtschaftlichen Umständen“ aufgeben müssen, sagt er. Seit eineinhalb Jahren arbeitet er im Bäderbetrieb der BASF in Ludwigshafen.

In seiner Freizeit ist Wagner, der eine Stieftochter und zwei Enkelkinder hat, gerne mit dem Motorroller unterwegs. Außerdem unterstützt er seine Frau Miroslawa, mit der er seit 15 Jahren verheiratet ist und die ebenfalls für die AfD im Rat sitzt, bei der Arbeit im Schrebergarten.

SERIE

20 der 44 Sitze im Frankenthaler Stadtrat sind bei der Kommunalwahl im Mai vergangenen Jahres neu vergeben worden. Die RHEINPFALZ stellt diese Einsteiger ins kommunalpolitische Geschäft in ihrer Serie „Die Neuen“ vor – in alphabetischer Reihenfolge: von B wie Thomas Börstler (FDP) bis W wie Konstantin Werner (Grüne/Offene Liste). Die Serie endet mit Teil 19, weil Beate Weber (fraktionslos) auf eigenen Wunsch nicht porträtiert werden wollte.

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