Frankenthal Kompakt gegen den Spitzenreiter

Nur nicht hinterherlaufen: Matteo Randazzo (links) und der VfR Frankenthal wollen morgen gegen den TuS Dirmstein ihrer Favoriten
Nur nicht hinterherlaufen: Matteo Randazzo (links) und der VfR Frankenthal wollen morgen gegen den TuS Dirmstein ihrer Favoritenrolle gerecht werden und drei weitere Punkte einfahren.

«FRANKENTHAL.» Wenn am Sonntag in der Fußball-A-Klasse Spitzenreiter VfR Frankenthal im Ostparkstadion (Anpfiff: 14.45 Uhr) auf den Tabellenfünften TuS Dirmstein trifft, dann könnte man von einem Spitzenspiel sprechen. Nach 14 absolvierten Spieltagen klafft allerdings zwischen dem Spitzenquartett und eben jenem Fünften aus Dirmstein von den Punkten her gesehen schon eine so deutliche Lücke, dass die vier Topteams quasi in einer eigenen Liga spielen.

13 Zähler Abstand zum Vierten VfR Friesenheim, 16 zum VfR FrankenthalDirmstein ist derzeit, punktgleich mit dem SC Bobenheim-Roxheim, der beste Verfolger. TuS-Trainer Oliver Müller betonte selbst schon mehrmals, dass die Spitzenmannschaften von der Qualität her den Dirmsteinern voraus sind. Er rechne nicht damit, in dieser Saison vorne dazustoßen zu können. Doch für den TuS ist die laufende Runde im Vergleich zur Vorsaison ein deutlicher Schritt nach vorne. Dass Dirmstein nach einer kleinen Negativserie immer noch den fünften Platz einnimmt, überrascht Müller. Was für den TuS-Trainer nicht bedeutet, dass er und seine Mannschaft sich von vorneherein im Ostparkstadion ergeben wollen. „Wir müssen von Anfang an kompakt stehen, die Zweikämpfe annehmen. Wenn wir mitspielen wollen, bekommen wir Probleme“, sagt er. Dass die Partie am vergangenen Sonntag gegen die DJK Eppstein wegen des Dauerregens ausgefallen ist, bedauert Müller. „Wir hätten gerne gespielt. Zumal wir ja die letzten Spiele verloren haben und ich mir gegen Eppstein mehr ausgerechnet habe als nun gegen den VfR. Mit einem Sieg im Rücken hätten wir locker nach Frankenthal fahren können. Da müssen wir jetzt aber durch.“ Müller hat sich den Gegner vom Sonntag vor zwei Wochen angeschaut. Allerdings habe der VfR bei seinem Spiel beim CSV Frankenthal schon wieder eine andere Aufstellung auf den Platz geschickt. Müller hofft, dass seine Mannschaft ein frühes Gegentor vermeiden kann. Dass der VfR nicht in allen Phasen des Spiels souverän agiert, zeigte die Mannschaft am Sonntag beim CSV. Insbesondere in der zweiten Halbzeit wurden Großchancen des Gegners zugelassen. „Das hat mir nicht gefallen. Wir haben nach 60 Minuten aufgehört, Fußball zu spielen. Wir haben dann zu lässig gespielt, haben die Positionen nicht gehalten. Da erwarte ich von den Führungsspielern, dass sie das Heft in die Hand nehmen. Wir müssen unser Spiel auch einmal über 90 Minuten durchziehen“, kritisiert VfR-Trainer Filippo Graziano. Trotzdem: Der 3:0-Erfolg hat gereicht, um wieder die Tabellenführung vor dem punktgleichen ESV Ludwigshafen zu übernehmen. Der VfR hat das bessere Torverhältnis. Graziano erwartet, dass der TuS versucht, über den Kampf ins Spiel zu kommen. Dirmstein sei zwar derzeit in einer weniger guten Phase und durch den Ausfall der Partie am vergangenen Sonntag vielleicht auch etwas aus dem Rhythmus. Doch der VfR müsse sich Woche für Woche beweisen. Gerade mit Blick auf das folgende Heimspiel am 26. November gegen den zuletzt stark auftrumpfenden VfR Friesenheim wäre ein Punktverlust für den VfR alles andere als günstig. „So gesehen muss ein Pflichtsieg gegen Dirmstein geholt werden“, sagt Graziano. Ob der angeschlagene Co-Trainer Tobias Winsel auflaufen kann, müsse noch abgewartet werden. Patrick Corell fehlt noch urlaubsbedingt. Nur einen Punkt beim Spitzenreiter zu entführen, wäre für die Dirmsteiner mit Blick auf die nachfolgende Partie gegen den direkten Tabellennachbarn SC Bobenheim-Roxheim ebenfalls Gold wert und würde der Mannschaft neues Selbstbewusstsein geben. RHEINPFALZ-Tipp: 3:0

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