Frankenthal Kinderpunsch als Doping

Einer der jüngsten Teilnehmer beim Weihnachtsbaumwerfen war der zweieinhalbjährige Johannes Metzler, der die Tannenzweige mit Rü
Einer der jüngsten Teilnehmer beim Weihnachtsbaumwerfen war der zweieinhalbjährige Johannes Metzler, der die Tannenzweige mit Rückendeckung von Papa Thomas immerhin fast 40 Zentimeter weit schleuderte.

Wahre Familienwettkämpfe wurden am Samstagnachmittag auf dem Neuköllner Platz ausgetragen. Erstmals hatte das Ortskartell in Eppstein zum Weihnachtsbaumweitwerfen eingeladen.

Unter den rund 50 Teilnehmern traten Opas mit und gegen ihre Enkel an, Ehefrauen forderten den Gatten heraus, und Kinder die Eltern. Die Bäume wurden vom Veranstalter gestellt und waren der Größe der Werfer angepasst. Willi Keller, Ehrenvorsitzender der DJK Eppstein bemängelte die Wurftechnik einiger Teilnehmer: „Im Schwarzwald werfen sie immer so, dass der dicke Stumpf nach vorne zeigt“, kommentierte er fachmännisch. Einen besonderen Triumph feierte Bärbel Mickert, Gewinnerin bei den Frauen. Sie schleuderte den Baum mit 5,85 Metern genau einen Meter weiter als ihr Mann Hans-Jürgen. „Lächerlich“ nannte sie dessen Leistung lachend. Bei den Kindern gewann Annika Pospich (16) mit einer Weite von 8,30 Metern und durfte den Wanderpokal, einen kleinen Plastikbaum, der eine Wäscheklammer mit dem Namen der Siegerin trägt, mitnehmen. Bei den Männern gewann Nils Lingenauber nach der Einnahme von zwei Kinderpunsch mit einer Distanz von 7,80 Metern. Der Titelverteidiger will im nächsten Jahr wiederkommen. „Es hat Spaß gemacht.“ „Hochzufrieden“ war Ortsvorsteher Uwe Klodt (SPD) mit diesem ersten Weihnachtsbaumwurfwettbewerb, der als Auftakt der Veranstaltung zur 1250-Jahrfeier des Vororts gedacht gewesen sei. „Die Resonanz war schwer einzuschätzen. Es waren aber viele Familien da. Auch mir hat es Spaß gemacht“, sagte Klodt. Mit dem Weihnachtsbaumweitwerfen reihte sich der Vorort ein in einen pfalzweiten Trend, der auch unter dem Namen Knutfest gefeiert wird. In Frankenthal kamen etliche Schaulustige zur Premiere vor dem Feuerwehrgerätehaus. Dort gab es viel Lob für die neue Initiative des Ortskartells in einer Zeit, in der die Menschen wieder ein wenig mehr Zeit haben, als in der meist hektischen Vorweihnachtszeit. So stand das gesellige Miteinander, der Austausch bei einer Tasse Glühwein oder einem Kaltgetränk, doch eher im Mittelpunkt als der sportliche Erfolg.

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