Frankenthal Kein leichtes erstes Jahr

91-85606200.jpg

FRANKENTHAL. Das Jahr eins nach dem Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga wurde für die DJK Eppstein kein Selbstläufer in der A-Klasse. Weil Stützen der Mannschaft den Verein verließen, musste ein Umbruch erfolgen. Mit Platz sieben (49 Punkte) ist DJK-Trainer Halil Kaya aber zufrieden, auch wenn vielleicht mehr drin gewesen wäre.

„Positiv ist, dass wir in dieser Saison viele junge Spieler in die erste Mannschaft integrieren konnten. Unser Ziel war es, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen – das haben wir geschafft“, sagt Halil Kaya. Auch für ihn war es das erste Jahr als Trainer der ersten Mannschaft, nachdem nach dem Abstieg Uwe Naßhan gehen musste und Kaya als Coach des zweiten Teams aufrückte. Der DJK-Trainer weiß jedoch, dass nicht alles optimal gelaufen ist, auch wenn es sich ganz gut angelassen hat. Mit einem 0:0 gegen einen der Meisterschaftsfavoriten, Weisenheim am Sand, startete Eppstein in die Saison, holte dann drei Siege in Folge. Da stand die DJK für drei Spieltage auf Platz zwei. Danach bekam das Team den ersten Fingerzeig, dass es nicht dafür reichen würde, ganz oben mitzuspielen. Gegen den späteren Meister Freinsheim (1:2), den Zweiten, ESV Ludwigshafen (0:6) und den Abschlussfünften, VfR Grünstadt II (1:2), verloren die Eppsteiner drei Spitzenspiele in Folge. Ähnlich verlief die Rückrunde. Nach gutem Start gegen Arminia Ludwigshafen II (7:1), Schauernheim (3:2) und Croatia Ludwigshafen (2:0) verzeichnete die DJK in den folgenden fünf Spielen nur ein Unentschieden (VfR Grünstadt II) und vier Niederlagen. Im größten Teil der Saison lag die DJK zwischen Platz vier und sechs. Position sieben in der Abschlusstabelle ist zugleich die schlechteste Platzierung im gesamten Saisonverlauf. In der Fremde präsentierten sich die Eppsteiner schlechter (19 Punkte) als auf dem eigenen Platz (29). Bester Torschütze der DJK war Marc Mannweiler mit zwölf Treffern. „Wir müssen aus den Fehlern dieser Runde unsere Erkenntnisse ziehen“, betont Kaya. Als Beispiele nennt er die Ungeduld und die vielen einfachen Fehler seiner Spieler sowie die mangelhafte Chancenauswertung. Verletzungspech sei hinzugekommen. Um solche Phasen gut zu überstehen, fehle es im Kader noch an der Breite. Doch Kaya sagt auch: „Wir waren nicht viel schlechter als die Spitzenmannschaften. Wir konnten mit allen mithalten.“ Dass die Hin- mit 29 Punkten besser ausfiel als die Rückrunde (19) liegt auch daran, dass die erste Mannschaft das in der B-Klasse um den Klassenerhalt bangende zweite DJK-Team kräftig unterstützt hat, nachdem die Luft in der A-Klasse raus war. „Hätten wir durchgespielt, wäre vielleicht Platz drei oder vier drin gewesen“, meint der Trainer. Symptomatisch dafür, dass die Spannung raus war, ist die 2:5-Niederlage gegen die dann punktgleiche TSG Eisenberg am letzten Spieltag auf eigenem Platz. Insbesondere in der Offensive waren die Abgänge von Benny Baumann und Willi Peschechodow nur schwer zu kompensieren. Der DJK fehlte bisweilen die Durchschlagskraft. Aber auch die 53 Gegentore, die Eppstein hinnehmen musste, zeigen, dass die DJK in dieser Saison genau im Grenzbereich zwischen oberer und unterer Tabellenhälfte agierte. Vier Abgänge verzeichnet die DJK laut Kaya bisher. Cem Tatar und Fatih Sezgin gehen zum VfR Frankenthal, Robin Gögel zum TSV Eppstein, Christopher McCarthy und Jesko Blasius zum SC Bobenheim-Roxheim. Dafür konnten Franceso und Giuseppe Moncada (Croatia Ludwigshafen) sowie Christian Brunsch (CSV Frankenthal) als Neuzugänge gewonnen werden.

x