Frankenthal Kaum ein laues Lüftchen
BOBENHEIM-ROXHEIM. Pech hatten der Kanu- und Segel-Club Frankenthal (KCF) und der Wassersportverein Roxheim (WSVR) am Wochenende. Bei der vierten Lioner-Regatta war nur eine Wettfahrt möglich. Bei der Gemeinschaftsregatta waren die Witterungsbedingungen einfach zu unbeständig. Sieger wurden bei der Veranstaltung trotzdem gekürt.
„Das Wetter kann zum Glück noch keiner beeinflussen, es war aber dennoch eine schöne Regatta“, fasste KCF-Segelfachwart Frank Knoch stellvertretend für alle Teilnehmer und Helfer zusammen. Die vierte Lioner-Regatta auf dem Silbersee wurde als Ranglistenregatta der sogenannten 517er-Boote ausgetragen und galt als Ersatzregatta für die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft. Zusätzlich war die Regatta verbandsoffen für Ausgleicher, also Boote verschiedener Klassen, ausgeschrieben. Wegen der Teilnehmerzahl mussten sich die Veranstalter keine Gedanken machen und konnten schon früh grünes Licht geben. Die zehn für eine Ranglistenregatta benötigten 517er-Boote waren vorhanden. Auch sieben Ausgleicher hatten gemeldet. „Auch nach Meldeschluss gingen noch ein paar Meldungen ein. Ein Boot meldete spontan noch am Samstag in letzter Minute, so kamen 21 Boote zusammen, ein schönes Feld“, befand Knoch. Er freute sich besonders darüber, „dass auch die Jugendlichen beider Vereine mit insgesamt fünf Booten beteiligt waren“. Beste Voraussetzungen für eine durchweg positive Regatta also. Sollte man meinen. Das Wetter hatte allerdings etwas dagegen. Die DLRG musste wegen des Unwetters tags zuvor absagen. Der Regattastart konnte trotz zwischenzeitlicher Regengüsse aber mit leichter Verspätung erfolgen. Das Problem: Ein durchgehender und vor allem brauchbarer Wind war kaum vorhanden. Größe und Länge der Windlöcher wechselten nach Belieben. So brauchte selbst der schnellste Segler am Samstag, Hermann Brandner vom Hanseatischen Segel-Sportclub Frankfurt, auf seiner leichten Seggerling-Jolle über eine Stunde, um die Bahn abzusegeln. Die Schnellsten der 517er-Klasse, Peter Mehs und Heide Harig vom Yacht-Club Saarbrücken (YCSB), benötigten bereits 23 Minuten länger. Somit stand laut Knoch relativ schnell fest, dass es an diesem Tag keine weiteren Wettfahrten mehr geben würde. Auch am Sonntag gestaltete sich das Wetter weiter unbeständig, sodass sich die Rennleitung gegen 12 Uhr dazu gezwungen sah, das Ende aller Wettfahrten zu verkünden. Im Vereinsheim des WSVR wurden schließlich die Sieger geehrt. In der 517er-Klasse folgten Jörg Fuchs/Stephan Hammer (beide RSC Losheim) und Heinz Dochnahl/Reinhard Harig (KCF/YCSB) dem siegreichen Pärchen Mehs/Harig. Bei den Ausgleichern landete Hermann Brandner (HSSC) vor Johannes Mengel (WSVR) und Eberhard Niehaus (KCF) auf dem Treppchen. |koep