Frankenthal Kampf um die beste Brise

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BOBENHEIM-ROXHEIM. Der Nachwuchs stand im Mittelpunkt der Regatta „Blaues Band“ am Sonntag auf dem Silbersee bei Bobenheim-Roxheim. Der Kanu- und Segelclub Frankenthal (KCF) freute sich als Ausrichter über ein Starterfeld mit 32 Booten. Bei den Optimisten gewann unter schwierigen Windverhältnissen Tom Fichtelberger nach eineinhalb Runden und 1:58:52 Stunden die Wettfahrt. Schnellster bei den Ausgleichern war Michael Eilers (Seggerling).

„Diese Regatta richtet sich vor allem an Einsteiger, aber auch an erfahrene Segler“, erklärte KCF-Segelfachwart Frank Knoch. „Die Besonderheit ist, dass ein Rundkurs gesegelt wird, und die Teilnehmer innerhalb eines Zeitfensters ihren Start frei wählen können.“ Dieses Zeitfenster beträgt eine Stunde und sorgt laut Knoch für einen „entspannten Start im Vergleich zum üblichen Fünf-Minuten-System“. Das Startzeitfenster von 13 bis 14 Uhr lud natürlich zum Taktieren ein. Zumal es schon in der Vorbereitungsphase am Vormittag keinen flächendeckenden Wind auf dem See gegeben hatte. So hofften einige Segler auf bessere Verhältnisse und zögerten ihren Start hinaus. Für zwei Boote sollte sich dieses Taktieren rächen. Sie schafften es nicht mehr rechtzeitig, die Startlinie zu passieren, weil im Vorstartbereich keine ausreichende Brise mehr wehte. Die übrigen Teilnehmer machten sich auf den mit vier Bojen abgesteckten Rundkurs. Die Bahnlänge einer Runde betrug knapp drei Kilometer. „Bei einem Rundkurs fällt die Orientierung leichter als bei den üblicherweise bei Regatten gesegelten Dreieckskursen“, erklärte Knoch. Die Verhältnisse blieben allerdings schwierig. Der Wind drehte um 180 Grad, und auf dem See taten sich inzwischen richtige Windlöcher auf. Die Segler kämpften nach Kräften um die besten Zeiten. Weil der Wind weiter abflaute, entschied die Wettfahrtleitung, die Bahnen abzukürzen. Die Teilnehmer wurden vom Motorboot aus darüber informiert, dass für die Ausgleicher schon nach zweieinhalb statt drei Runden Schluss sei und nach eineinhalb statt zwei für die Optimisten. Mit gleich zehn Einmann-Jollen und drei Zweimann-Jollen war die vereinseigene Jugend auf dem Silbersee vertreten. Und die war laut KCF-Jugendwart Ralf Weigand gut vorbereitet. „Unsere Segeljugend nutzte am vorigen Wochenende zusätzlich zu ihrem wöchentlichen Freitagstermin eine Segelfreizeit am Silbersee zum Extra-Regattatraining“, berichtete er. Was sie dabei alles gelernt hatten, zeigten die jungen Bootsführer am Sonntag eindrucksvoll. Für ein buntes Erscheinungsbild sorgten die vielen unterschiedlichen Bootstypen. Dass sie gegeneinander fahren können, ermöglicht die Yardstickzahl, mit deren Hilfe die Endergebnisse errechnet werden. Bei den separat gewerteten Optimisten, den kleinsten Bootstypen im Feld, waren die Plätze – nicht zuletzt wegen der wechselhaften Windbedingungen – heiß umkämpft. Am Ende setzte sich hier Tom Fichtelberger mit einer gesegelten Zeit von 1:58:52 Stunden durch. Auf Platz zwei landete Bastian Eilers (2:04:49). Dritter wurde Finn Niessner (2:05:18). Auch in der Ausgleicherklasse – hier waren Bootstypen wie Laser, 420er, Liss-Jolle und Europe-Jolle am Start – entwickelten sich enge Kämpfe um die vorderen Plätze. Die Jugendlichen segelten selbstbewusst bei den Erwachsenen mit und zeigten so manchem erfahrenen Segler ihr Heckwasser. Als schnellster aller Jugend-Ausgleicher belegte Kevin Kärcher (KCF/Laser) nach drei Runden mit einer Zeit von 2:13:11 Stunden den vierten Platz in der Gesamtwertung, gefolgt von den KCF-Paarungen Hendrik Weigand/Lars Weber (2:19:57/420er) auf Platz sieben und Lukas Burkardt/Darius Brehm (2:37:14/420er) auf elf. Den Sieg bei den Ausgleichern sicherte sich Michael Eilers (KCF/Seggerling Jolle) in 2:02:14 Stunden. Heinz Dochnahl/Christoph Holder (KCF/Lanaverre) wurden in 2:17:53 Stunden Zweite, Margaret Lynch (KCF/Europe) in 2:15:04 Stunden Dritte. Wie bei anderen Regatten auch kooperierte der KCF mit dem Wassersportverein Roxheim (WSVR) und der DLRG. |koep

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