Handball
HSG Eckbachtal: Verjüngtes Oberliga-Team erwartet Hochkaräter aus dem Hunsrück
Bei dem Heimspiel erhofft sich Trainer Thorsten Koch ein besseres Ergebnis als gegen die dritte Garnitur des HLZ Friesenheim/Hochdorf. Dennoch: Nicht einzig Siege zählen. Auch kleine Fortschritte sind willkommen. Dass sich die Mannschaft im Derby gegen das HLZ, ebenfalls ein Aufsteiger, damals so die Blöße gab, verdrängt bei den Gekkos niemand. Es stellt sich die Frage, wie sich die stark verjüngte Mannschaft diesmal präsentiert. Im Lazarett sitzt der halbe Rückraum, angeführt von Maximilian Schreiber, Jochen Schloß und Simon Müsel. Trainer Koch wird sich noch etwas gedulden müssen, bis er auf das Trio wieder zurückgreifen kann.
Nun schaut man bei den Gekkos vorerst nicht allein auf Sieg und Niederlage, sondern möchte stetige Fortschritte bei den Nachwuchsspielern erkennen. Die Gäste haben den „Betriebsunfall“ des Abstiegs umgehend wieder behoben. Der Aufstieg war mit einem neuen Trainergespann verbunden. Unter Frank Röckendorf und dem ehemaligen Handball-Profi Mirza Čehajić, der knapp siebzig Länderspiele für Bosnien und Herzegowina bestritt, unter anderem bei Bosna Sarajewo und GWD Minden agierte, haben sich die Gäste einiges vorgenommen.
Nationalspieler an der Seite und auf dem Feld
Auffällig im Team sind Julian Mangold (65 Tore), Kilian Kötz (50) und Sasa Puljizovic (43), Landsmann von Trainer Mirza Čehajić. Dieses Trio trug mit 158 der bisher 248 Treffern einen erheblichen Anteil. Sasa Puljizovic, ebenfalls ehemaliger Nationalspieler, strebt seinem Trainer nach, aktuell trainiert er parallel die Damen der HSG Kastellaun/Simmern in der Rheinlandliga. Mit seiner Frau, einer erfolgreichen Basketballerin, zog es ihn in den Hunsrück, dort möchte er ebenso wie sein Trainer sesshaft werden. HSG-Trainer Thorsten Koch schaut dennoch keinesfalls mit Ehrfurcht auf die Gastgeber, auch wenn er sich über ein ähnlich hochkarätiges Trio in seiner Sieben freuen würde.
Weil dies aber unerschwinglich wäre, gilt es für die Gekkos, sich auf die eigenen Tugenden – und vor allem die finanziellen Möglichkeiten – zu konzentrieren. Hochkaräter, wie sie sich die Kastellauner leisten, würden den Etat sprengen. Bei Eckbachtal gelte noch immer die Währung „Kameradschaft“. Diese zu erhalten, ist das Bestreben des Übungsleiters. Beleg dafür, dass es funktioniert, ist die Tatsache, dass sich die Gekkos nicht nur seit sieben Jahren in der Liga halten können. Auch dass die HSG Eckbachtal immer wieder Spieler ausbildete, die den Wechsel in höhere Klassen schafften, macht Koch etwas stolz. Jüngst wechselte Bennet Löhmar in die Dritte Liga zum TuS Kaiserslautern-Dansenberg.
HSG weist im Rückraum große Lücken auf
Auch wenn die Gäste mit 6:12 Zählern auf Rang elf deutlich vor den Gekkos (2:16, 15.) stehen, sieht Koch seine Mannschaft nicht gänzlich ohne Chance. Die Sorgen in Sachen Kader bleiben unverändert. Es fehlt quasi der komplette Rückraum links, Maximilian Schreiber, Jochen Schloß, Simon Müsel, Gabriel Rampp sind verletzt. Philipp Schloß meldete sich unter der Woche krank. Torhüter Rouven Hahn war beruflich unterwegs, steht allerdings wieder zur Verfügung. Sven Dopp konnte aufgrund von Prüfungen kaum trainieren.
Auch aufgrund der personellen Situation wurde im Training einiges ausprobiert. Dass die Abläufe noch nicht ganz greifen, sei verständlich. Doch Koch gibt sich zuversichtlich, dass – wenn alle wieder zur Mannschaft stoßen, spätestens zur Rückrunde wieder gepunktet werden kann. „Der Kader wird wohl erst am Sonntag in der Früh’ feststehen. Dennoch hoffe ich, dass meine Mannschaft an die Leistungen gegen Saulheim anschließen kann“, sagt der Übungsleiter. Der Spielplan ist etwas ungünstig: Gegner, gegen die Punkte eingeplant waren, schauen nahezu alle in der Hinrunde bei den Gekkos vorbei.