Handball
HSG Eckbachtal setzt bei Trainern auf Beständigkeit
Kontinuität ist das Zauberwort bei der HSG Eckbachtal. Thorsten Koch wird in der kommenden Spielzeit seine dann sechste Saison in seiner zweiten Amtszeit als Trainer der „Gekkos“ angehen. Die erste Herrenmannschaft wird auch in der kommenden Spielzeit in der Oberliga auflaufen.
Die „Vertragsgespräche“ mit seiner Frau seien kurz gewesen, erzählt Koch mit einem Lachen. Nach der Annullierung der Saison sei noch nicht mal eine Diskussionsgrundlage dagewesen, um über etwaige Alternativen nachzudenken. „Ich habe aber auch keine Ambitionen, etwas anderes zu machen.“ Was auf der einen Seite der HSG zugutekommt, ist aber auch ein Nachteil. Denn, so berichtet Koch, nach solch einem Jahr wolle sich auch kein Spieler von seinem Verein verabschieden. Die Akquise von neuem Personal von außerhalb sei daher schwierig.
Trainerteam bleibt komplett
Auch das Team um den Übungsleiter herum bleibt der HSG erhalten. Das heißt, dass Mohamed Subab auch weiterhin Co-Trainer bleibt. Sascha Gieger betreut die Torhüter. Vanessa Weiland-Betz kümmert sich als Athletiktrainerin um die Fitness der Truppe. Ursel Diehl fungiert weiter als Betreuerin, und Marcus Försterling kümmert sich als Physiotherapeut um die Wehwehchen der Mannschaft. „Es hat mich sehr gefreut. So ein starkes Team hatte ich noch nie“, sagt Thorsten Koch. Natürlich erleichtere das seine Arbeit. „Es ist aber auch eine Qualitätssteigerung, wenn ein gelernter Torwart das Torwarttraining macht und nicht ich“, erläutert Koch.
Von einer einfachen Entscheidung spricht Bruno Caldarelli. Der Coach der zweiten Herrenmannschaft (Verbandsliga) hat nicht daran gedacht, den Verein zu wechseln. „Ich hatte ja nur die Vorbereitung und zwei Spiele. Da war es klar, dass ich die nächste Saison weitermache“, sagt Caldarelli im RHEINPFALZ-Gespräch.
Verbandsligakader wird noch breiter
Am Personal der Verbandsligatruppe ändere sich eigentlich nicht viel. Bis auf die Tatsache, dass der Kader wahrscheinlich noch breiter wird. Denn aus der A-Jugend kommen laut Caldarelli noch sechs, sieben Spieler hoch zu den Aktiven. „Da müssen wir erst mal schauen, wie der Leistungsstand ist. Ich konnte die A-Jugendlichen noch nicht so richtig in den Blick nehmen.“
Es mache ihm unheimlich Spaß, junge Spieler weiterzuentwickeln. Wohl auch deshalb, kribbelt es bei Caldarelli sehr. „Ich bin maximal motiviert.“ Nichts sei schlimmer, als untätig dazusitzen und seinem geliebten Hobby nicht nachgehen zu können.
HSG II und HSG IV bilden Einheit
Unterstützung bekommt Caldarelli von Dirk Flörchinger (Betreuer) und Rainer Schantz. Letzterer kümmert sich auch um die vierte Mannschaft (B-Klasse) der HSG Eckbachtal. Die beiden Teams sollen eine Einheit bilden und auch gemeinsame Trainingseinheiten absolvieren. Da es hier im Extremfall um 30 Spieler bei den Einheiten geht, bemüht sich die HSG nach eigenen Angaben noch um einen zusätzlichen Co-Trainer. Die HSG III wird weiterhin von Armin Diehl trainiert.
Anders als die Saison in der Oberliga, ist die Runde im Bereich des Pfälzer Handballverbands noch nicht beendet. Der Spielbetrieb ist bis 28. Februar ausgesetzt. „Große Hoffnungen mache ich mir aber nicht mehr“, meint Caldarelli. Er glaubt nicht daran, dass sein Team ein drittes Spiel in dieser Saison bestreitet.
Keiser: Erst mal Corona abwarten
Das denkt auch Karsten Keiser. Der Coach der Damenmannschaft ist ebenfalls in der kommenden Spielzeit wieder an der Seitenlinie. „Ich hab’ in dieser Saison ja nix gemacht“, sagt er und lacht. Natürlich halte er Kontakt zu den Damen. Wie der Kader für die Saison 21/22 aussehe, könne er aber nicht prognostizieren. „Wir müssen erst mal Corona abwarten.“
Es könnte allerdings sein, dass auch Keiser in der nächsten Spielzeit mehr Auswahl bei seinem Kader hat. Denn aus dem eigenen Nachwuchs sind die ersten Mädchen im Alter, um in der A-Jugend zu spielen. Sie könnten auf jeden Fall bei den Damen mittrainieren, um erste Erfahrungen auf Aktivenlevel zu sammeln.
Weibliche A-Jugend spätestens zur Saison 22/23
Ob es allerdings schon in der nächsten Saison eine weibliche A-Jugend bei der HSG geben werde, ist noch nicht fix. Laut Jugendleiter Lukas Tschischka sei man da noch in den Planungen. „Wir haben in dieser Saison zwei B-Jugendteams bei den Mädchen. Ein paar kommen jetzt in die A-Jugend. Aber es sind noch nicht genügend, um eine Mannschaft zu bilden“, verdeutlicht Tschischka. Spätestens in der Saison 22/23 werde es aber eine weibliche A-Jugend bei der HSG Eckbachtal geben. Tschischka selbst bleibt Trainer der männlichen B-Jugend. Peter Baumann wird weiterhin die männliche A-Jugend betreuen.