Frankenthal „Herausforderungen heute nicht kleiner“

Rund 200 Besucher kamen zum Cyriakusfest am Sonntag.
Rund 200 Besucher kamen zum Cyriakusfest am Sonntag.

Viel Zuspruch fand das zehnte Cyriakusfest der katholischen Pfarrgemeinde Eppstein-Flomersheim am Sonntag auf dem Kirchenvorplatz. Damit wurde auch das zehnjährige Bestehen des Fördervereins zum Erhalt der katholischen Kirchen gefeiert. Sonnenstrahlen blitzten durch die Wolken, als mehr als 200 Personen an den aufgestellten Bänken und Tischen unter großen Sonnenschirmen Platz nahmen.

Der fröhlichen Begegnung der Gemeindemitglieder mit vielen auch auswärtigen Gästen war eine Eucharistiefeier mit Pfarrer Klaus Meister in der voll besetzten Barockkirche vorausgegangen. Musikalisch gestaltete sie die Eppsteiner Gesangs- und Musikgruppe Cantai. Pfarreiratsvorsitzender Theo Wieder gratulierte im Namen der „jungen Gemeinde Heilige Dreifaltigkeit“. Er würdigte die Initiativen des Fördervereins und nannte als Hauptgrund für die Vereinsgründung die damals diskutierte Aufgabe der Flomersheimer Thomas-Morus-Kirche wegen drückender Schuldenlast. Die Aufgabe eines Gotteshauses sei aber immer ein tiefer Einschnitt in das Gemeinde- und religiöse Leben von Menschen. „Die Idee der Gründung eines Fördervereins war geboren“, sagte Wieder. „Ihre Umsetzung ist untrennbar verbunden mit dem Namen Udo Böhm. Seiner Idee und seiner Tatkraft ist es zu verdanken, dass zahlreiche Menschen überzeugt werden konnten, Veranstaltungen zu organisieren und Schulden abzubauen.“ Bis heute sei dies eine echte Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt der beiden Kirchen in der Pfarrgemeinde St. Cyriakus/Thomas Morus einsetze. „Dieser Einsatz wird aber auch weiterhin notwendig sein“, sagte Wieder. „Die Herausforderungen, vor denen wir als Verein und Kirche stehen, sind nicht kleiner geworden.“ Wieder hinterfragte auch, warum die Botschaft des Glaubens in einem säkularen Umfeld heute schwieriger denn je zu vermitteln sei. „Wir werden als Gemeinschaft der Gläubigen kleiner werden, die Kirche Jesu Christi wird aber bleiben“, sagte der Pfarreiratsvorsitzende. Er plädierte für mehr Ökumene. Der Vorsitzende des Fördervereins, Hans Dropmann, zeigte sich sehr zufrieden, lobte die große Helferschar und die KFD-Frauen, die auch für Kaffee und Kuchen sorgten. Am Spülbecken werkelten Temesgen Abebe und Abraham Asmerom, zwei aus Eritrea stammende junge Männer, seit zwei Jahren in Deutschland. Von Dropmann seit ihrer Ankunft in Frankenthal betreut, sollte ihre Hilfe ein kleiner Dank sein. Und sie zeigten sich glücklich darüber, nun einen festen Arbeitsplatz in einem Logistikunternehmen gefunden zu haben. Nach Angaben Dropmanns fließen Gelder des Fördervereins derzeit in die Restaurierung des Sockels des 1718 erstellten Wegekreuzes in der Dürkheimer Straße/Ecke Römerstraße. Das Kreuz selbst sei 1927 erneuert worden. Zusammen mit den KFD-Frauen habe der Förderverein auch die Restaurierung der Kreuzgang-Bilder der Barockkirche in Auftrag gegeben. Geplant sei am Sonntag, 22. Oktober, das Konzert eines Bläser-Quintetts in der Thomas-Morus-Kirche. Dezente Unterhaltungsmusik, passend zum fröhlichen Miteinander der Gäste, bot beim Fest Günther Mayer aus Eppstein.

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