Frankenthal Geschäftsreisende füllen die Hotels

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Obwohl in Frankenthal der Tourismus keine große Rolle spielt, gibt es für das Beherbergungsgewerbe nur wenig Grund zum Klagen. Mit den Übernachtungszahlen sind die Hotels überwiegend zufrieden. Wie unsere Umfrage ergab, sorgen wochentags in erster Linie Geschäftsreisende für eine gute Auslastung.

„Die große Delle sind für uns die Wochenenden“, beschreibt Markus Burkhardt die Belegungssituation des Hotels Central. Die meisten Abreisen – hauptsächlich von Businesskunden und Monteuren – würden am Donnerstag registriert. Der Geschäftsführer des Vier-Sterne-Hauses in der Karolinenstraße bedauert, dass es in Frankenthal bisher nicht gelungen sei, den Tourismus stärker zu positionieren. „Ideen gibt es genug, sie sollten in einem Arbeitskreis in die Tat umgesetzt werden“, schlug Burkhardt vor. Die Stadt habe einiges zu bieten. Als Beispiele nannte er das Erkenbert-Museum und die Porzellanausstellung. Auch der Einzelhandel könnte von einer stärkeren touristischen Ausrichtung der Stadt profitieren. Die Weinstraße in Frankenthal zu vermarkten, sei nicht ganz einfach, da vielen Gästen die Entfernung zu groß sei. Mit Bustouristen aus Deutschland, denen häufig auch ein Programm geboten werde, könne gerade an Wochenenden die Auslastung des Hotels verbessert werden. Markus Burkhardt weist auch darauf hin, dass er jedes Jahr einen sechsstelligen Eurobetrag in das Haus investiere. So habe er erst kürzlich die Suiten erneuert. Hoch zufrieden mit der Auslastung ihres Hauses ist Birte Filling. „Bei uns läuft es sehr gut“, betont sie und verweist auf die Businessgäste – vorwiegend von der BASF und Fremdfirmen –, die das Hotel in der Nürnberger Straße gerne buchten. Positiv sei, dass viele dieser Kunden für längere Zeit eingecheckt hätten. So beherberge sie aktuell auch Gäste aus Nigeria, die 14 Tage blieben. „Für sie haben wir sogar eine spezielle Speisekarte zusammengestellt“, berichtet Birte Filling. Dank der Nähe zur Weinstraße sei in jüngster Zeit auch der Anteil der in ihrem Hotel übernachtenden Touristen größer geworden. Das Familienunternehmen, das auch eine im Landhausstil eingerichtete Weinstube betreibt, setzt auf komplette Arrangements – so auch an Silvester. „Da haben wir ein volles Haus“, freut sich Birte Filling. Und bei den Familienfeiern im Restaurant würden die Hotelzimmer sehr häufig gleich mitgebucht. Über die Auslastung seiner elf Zimmer kann auch das Weinhotel Wagner im Schlachthausweg nicht klagen. „Wir sind mit der Belegung sehr zufrieden“, erklärt Inhaberin Lydia Wagner. In erster Linie seien es Geschäftsreisende, die bei ihr Station machten. Aber auch Frankenthal-Besucher mieteten sich bei ihr ein. Zudem werde das Haus für Veranstaltungen und Familienfeste gebucht. Etwas besser laufen dürfte nach Einschätzung Wagners das Restaurant, das neuerdings auch montags geöffnet habe. „Wir liegen halt ein wenig versteckt“, meint sie. „Mit der Auslastung unseres Victor’s Residenz-Hotels in Frankenthal sind wir zufrieden“, unterstreicht Christine Jüngling, die für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Hotelkette mit Sitz in Saarbrücken zuständig ist. Die Hoteldirektorin vor Ort war zu Auskünften nicht befugt. Höhere Belegungszahlen seien immer wünschenswert und würden angestrebt. Die Zahlen im Businessbereich seien in den letzten Jahren unverändert geblieben, erklärt Jüngling. Das Rundhotel profitiere von seiner Lage direkt gegenüber dem Congress-Forum. Auch der Freizeitmarkt wachse durch Touristen stetig. Die Pressesprecherin von Victor’s führt diese Entwicklung nicht nur auf eigene Werbemaßnahmen, sondern auch auf das Engagement des Frankenthaler Stadtmarketings und der Pfalz-Touristik zurück. „Hier bauen wir auch weiterhin auf eine fruchtbare Zusammenarbeit aller Beteiligten“, hebt Jüngling hervor. Die Geschäftsführung des Achat-Hotels in der Mahlastraße verwies an die Mannheimer Zentrale. Auch von dort waren keine Angaben zur Belegung zu bekommen. Marketingassistentin Susanne Piechatzek ließ wissen, dass im Frankenthaler Haus größtenteils Geschäfts- und Gruppenreisende aus dem In- und Ausland übernachteten. Auch zu Motorsportevents sowie Stadt- und Weinfesten in der Region werde das Hotel gerne genutzt. „Das Hotel profitiert im Geschäftsreisebereich von der Nähe zum Standort des Chemiekonzerns BASF sowie dessen Zulieferfirmen“, führte Piechatzek aus. Eine gute Zusammenarbeit bestehe auch mit dem Congress-Forum, dem das Achat-Hotel als einer der festen Partner für Tagungs- und Seminargäste zur Verfügung stehe.

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