Frankenthal „Gemeinschaft erleben, etwas bewegen“

Mit Mitte 20 erstmals ins Presbyterium gewählt – und immer noch dabei: Heike Marondel.
Mit Mitte 20 erstmals ins Presbyterium gewählt – und immer noch dabei: Heike Marondel.

Mit dem Beruf als technische Angestellte und der Familie hätte Heike Marondel eigentlich gut zu tun. Doch die 46-Jährige ist in Eppstein groß geworden und mit dem Ort sehr eng verbunden. Somit entschied sie sich, in der protestantischen Christuskirchen-Gemeinde aktiv zu werden.

1996 fragte sie der damalige Pfarrer Günter Rausch, ob sie Lust habe, im Presbyterium mitzuarbeiten – und prompt wurde Heike Marondel damals für sechs Jahre in das Gremium gewählt. Auch mit dem Wechsel zum Pfarrerehepaar Katharina und Oliver Jaehn blieb sie im Presbyterium aktiv. Seit 2008 arbeitet sie wieder durchgehend in diesem Kreis. Wenn etwas Umfangreiches zu organisieren ist, wie das jährliche Gemeindefest oder andere kirchliche Festtage, helfen auch andere Gemeindemitglieder fleißig mit, ebenso wie Ehrenpresbyter oder Ehemalige. Auch Marondels Tochter unterstützt die ehrenamtlichen Aufgaben. Sie gestaltet den Schaukasten an der Kirche mit, der liebevoll von drei Leuten aktuell und interessant gehalten werde. Marondels Mann ist in der katholischen Kirche ehrenamtlich engagiert. Die umtriebige Eppsteinerin ist stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums und außerdem im Finanzausschuss. Das Mitspracherecht beim Haushalt, bei Anschaffungen und Gebäudeveränderungen reize sie, auch wenn es viel Vorbereitung und Verantwortung bedeute. „Ich liebe die Kommunikation und möchte etwas bewegen“, erklärt sie ihre Motivation, sich im Durchschnitt etwa zehn Stunden monatlich für die Gemeinde einzusetzen. Das Ehrenamt sei abwechslungsreich. Gern pflege sie zudem den Kontakt zu anderen Gemeinden. Reizvoll sei es auch, andere Kirchen zu besichtigen, unter anderem bei ihren Urlaubsreisen. Gut besucht sei zweimal jährlich das Kirchencafé. Insgesamt, so ihr Gefühl, werde die Gemeinschaft unter Gläubigen bei vielen Menschen großgeschrieben. „Man findet Freunde und kann sich gut aufgehoben fühlen.“ Besonders wichtig ist Marondel der Kindergottesdienst immer am ersten Samstag im Monat. So würden die Kinder gut integriert. Gern würde man auch eine Jugendgruppe organisieren, weiß sie. Dafür werde eine zuverlässige Leitung gesucht, möglichst über 18 Jahre alt, die einmal wöchentlich Zeit habe. „Es ist schön, mit jungen Leuten zu arbeiten“, wie sie betont, zumal sie selbst durch den Kindergottesdienst Freude an der Religion kennenlernte und seit dieser Zeit das Kirchenleben schätze. Serie Kirche – das ist nicht allein die Institution mit ihren Gebäuden und Repräsentanten. Das Leben der katholischen und protestantischen Gemeinden Frankenthals prägen deren Mitglieder: engagierte Ehrenamtliche, kritische Geister. Sie wollen wir im Wechsel der beiden Konfessionen vorstellen – und dabei auch Namen und Gotteshäuser erklären.

x