Saisonbilanz RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Neues System verleiht DJK Eppstein Stabilität

Marvin Maerz erzielte viele seiner 14 Tore über die rechte Außenbahn. Auch beim 4:2-Sieg im Hinspiel gegen den ASV Heßheim war e
Marvin Maerz erzielte viele seiner 14 Tore über die rechte Außenbahn. Auch beim 4:2-Sieg im Hinspiel gegen den ASV Heßheim war er erfolgreich, ASV-Keeper Patrick Rößel musste sich geschlagen geben.

Fußball-A-Klassist DJK Eppstein schloss die Saison mit 53 Punkten und einem Torverhältnis von 81:53 auf dem vierten Platz ab. Ihr selbst gestecktes Ziel haben die Eppsteiner damit erreicht. Eine Zeit lang wäre für sie aber sogar der Relegationsplatz drin gewesen.

Tobias Hinkel, der vor einem Jahr Halil Kaya als DJK-Trainer nachfolgte, sollte im Team neue Reize setzen. Hinkel ist ehrgeizig, will das Optimum. In den vergangenen drei Spielzeiten hatten die Eppsteiner die Plätze sieben (2015/16), fünf (2016/17) und sechs (2017/18) belegt. Eine Steigerung ist erkennbar. Es wäre sogar mehr drin gewesen, wie Hinkel erläutert. Mindestens neun Punkte habe man leichtfertig verschenkt. Mit seiner ersten Spielzeit bei der DJK Eppstein sei er aber insgesamt zufrieden.

Von der Einstellung und der Spielweise seien seine Schützlinge nach der Winterpause nahe an das herangekommen, was er sich vorstelle. Es freue ihn, dass die Mannschaft auch im letzten Spiel beim ASV Heßheim – die DJK gewann 2:0 – noch voll mitgezogen habe, den vierten Platz unbedingt wollte. Hinkel erkennt eine Entwicklung. Und derzeit sehe es so aus, dass das Team bis auf Oliver Dämgen zusammenbleibt. Es müsse also nur punktuell verstärkt werden.

Dabei bestand im letzten Spiel 2018 die Gefahr, dass die Mannschaft ihr Saisonziel aus den Augen verliert. Stark ersatzgeschwächt geriet sie beim SC Bobenheim-Roxheim mit 1:8 unter die Räder. Für Hinkel war die Niederlage gegen den späteren Meister nicht einmal der Tiefpunkt. Schlimmer findet er das 1:2 beim späteren Absteiger TuS Dirmstein.

Fehlende Konstanz in Hinrunde

Den ersten Dämpfer gab es nach einem gelungenen Pokalauftakt gegen Heßheim (4:0) im ersten Meisterschaftsspiel gegen Aufsteiger Croatia Ludwigshafen: 1:2. „Da waren wir vielleicht nach der guten Vorbereitung, in der wir gegen Bezirksligisten gewonnen hatten, zu euphorisch“, meint Hinkel. Und dann war da noch das Spiel gegen Arminia Ludwigshafen II auf eigenem Platz: „Da rennen wir mindestens siebenmal alleine auf den gegnerischen Torwart zu, verwandeln nicht und verlieren 2:3.“

Seiner Mannschaft habe in der ersten Saisonhälfte die Konstanz gefehlt, meint der Coach. „Wir haben uns erst finden müssen.“ Das Vorbereitungsprogramm im vergangenen Sommer sei hart gewesen: „Das waren die Spieler so aus den Vorjahren nicht gewohnt.“ In der Winterpause habe man alles angesprochen. Um flexibler reagieren zu können, habe man ein weiteres System einstudiert. „Das hat uns Stabilität gebracht“, so Hinkel.

Sieben Partien in Folge hat die DJK in der Rückrunde nicht verloren. Das Team war kurz davor, wieder in den Kampf um Platz zwei einzugreifen. Doch dann traf Eppstein auf die TSG Eisenberg. Die Gegner hätten an der Grenze des Erlaubten agiert und seien auch darüber hinaus gegangen, hadert Hinkel. Drei Spieler verlor die DJK durch Platzverweise, Eisenberg gewann 4:1. „Das hat Kraft gekostet, die dann in Sausenheim gefehlt hat“, sagt Hinkel. Gut gespielt haben die Eppsteiner dort aber nicht. Die Luft war raus. Trotzdem legte die DJK gegen den SV Weisenheim, der zu diesem Zeitpunkt Zweiter war, noch einmal drei Punkte nach. In einem klasse Spiel gewann Eppstein vor 200 Zuschauern 4:3, was dem VfR Friesenheim noch Rang zwei bescherte.

Brunsch bester Torschütze

Von der 1:8-Niederlage gegen den SC Bobenheim-Roxheim abgesehen, haben die Eppsteiner zweimal auch gegen den Spitzenreiter überzeugt. Das Hinspiel gewann die Hinkel-Elf 2:0. Im Pokal unterlag die DJK dem SC zwar 3:6, das Spiel hätte aber auch anders ausgehen können. Bobenheim-Roxheim habe sehr konstant gespielt und sei deshalb verdient Meister geworden, erläutert Hinkel. „Wir haben uns nach der Winterpause vorgenommen, dass wir gegen keine Mannschaft verlieren wollen, die unter uns steht. Das ist uns auch ganz gut gelungen.“

Zufrieden ist der Coach mit der Entwicklung von Marvin Maerz, der viele seiner Tore über die rechte Außenbahn erzielt hat. Von dieser Position sei Maerz anfangs nicht überzeugt gewesen. Bester Torschütze der DJK war Christian Brunsch, der 16-mal traf, gefolgt von Maerz (14). Ein wichtiger Spieler ist laut Hinkel auch Pascal Diehl. Der mache keine großen Worte, sei aber immer da, wenn er gebraucht werde, und sei sehr flexibel einsetzbar. Begeistert ist Hinkel von den Fans der DJK. Deren Unterstützung sei einmalig in der A-Klasse.

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