Frankenthal
Fußball: Eintracht Lambsheim will dritte Chance zum Aufstieg in A-Klasse nutzen
Der Gewinner bekommt alles, der Verlierer nichts: Nur der Sieger des dritten Relegationsspiels zum Aufstieg in die Fußball-A-Klasse Rhein-Pfalz heute Abend steigt auf. Sowohl Eintracht Lambsheim als auch der KSV Amed Ludwigshafen haben jeweils ein Spiel gewonnen. Anpfiff ist um 19 Uhr auf dem Kunstrasenplatz des VfR Frankenthal im Ostparkstadion.
Für Eintracht-Trainer Tobias Hoffmann dürfte sich die 0:2-Heimniederlage im zweiten Relegationsspiel gegen den KSV Amed wie ein Déjà-vu angefühlt haben. Wie bereits im letzten Ligaspiel gegen den TSV Eppstein gelang es seiner Mannschaft nicht, den Aufstieg klar zu machen. Wie in Eppstein versagten den Lambsheimern die Nerven. Heute Abend haben die Lambsheimer die dritte Chance, den Aufstieg perfekt zu machen. Sind aller guten Dinge drei?
Bereits nach dem 6:2-Erfolg in Ludwigshafen warnte Hoffmann vor dem KSV Amed. Vergebens. Seine Mannschaft war im Heimspiel nicht wiederzuerkennen. Amed spielte cleverer, die Eintracht hatte Probleme, gefährlich vor das Tor der Ludwigshafener zu kommen. Vor allem Ex-Oberligaspieler Markus Schmitt bekamen die Lambsheimer nicht in den Griff.
„Ich habe umgestellt und die defensiven Mittelfeldspieler etwas vorgezogen, das hat Wirkung gezeigt“, sagt Amed-Trainer Mehmet Öztürk. Die defensive Spielweise der Ludwigshafener machte der Eintracht zu schaffen. Immer wieder prallte die Mannschaft mit langen Bällen an der kopfballstarken Abwehr ab. Das soll sich heute Abend ändern. „Wir müssen versuchen, unsere offensiven Spieler wieder in Bewegung zu bringen und so mehr Räume zu schaffen“, erklärt Hoffmann.
Verzichten muss der Übungsleiter dabei allerdings auf drei wichtige Spieler. Rechtsverteidiger Philipp Rossberg ist nach seinem überflüssigen Foul vom Sonntag und der Roten Karte gesperrt. Jakub Machac fehlt mit einer Bänderdehnung. Mathias Krauss ist in Urlaub. Hoffman wird bei der Aufstellung improvisieren müssen.
„Wir haben zum Glück einen relativ großen Kader, sodass wir das personell ausgleichen können. Ob das funktioniert, wird man sehen“, sagt der Eintracht-Coach. Vor allem der Ausfall von Jakub Machac wiegt schwer. Der offensive Mittelfeldmann zeigte im ersten Relegationsspiel eine sehr gute Leistung.
Es sei nun vor allem wichtig, die Stimmung wieder positiv zu gestalten, meint Hoffmann. „Und einen Griff in die Trickkiste wird es auch geben“, deutet der Übungsleiter etwas geheimnisvoll an. Kein Geheimnis ist, dass sich seine Mannschaft anders präsentieren muss als zuletzt. „Wir waren zu statisch“, ärgert sich Hoffmann über die Niederlage am Sonntag.
Mit Atilla Bors, Patrick Böhm und vor allem Torjäger Mario Montag stehen drei Top-Leute in der Offensive zur Verfügung. Sie alle sind an guten Tagen in der Lage, Spiele allein zu entscheiden. Die Schwierigkeit wird sein, sie in Szene zu setzen. Sollte dies – wie am Sonntag – nicht gelingen, dürfte die Eintracht Schwierigkeiten bekommen.
Die Qualität für die A-Klasse hat das Team. Und die Chance auf den Aufstieg ist weiterhin gegeben. Auch wenn die Köpfe nach der Niederlage erstmal hängen. „Wir wissen aber auch, wie Amed zu schlagen ist“, meint Hoffmann mit Blick auf den 6:2-Erfolg. Das Momentum sei jedoch aufseiten des KSV Amed.
„Ich hoffe, dass wir ein gutes Spiel machen und aufsteigen“, sagt Amed-Coach Mehmet Öztürk selbstbewusst. Innerhalb weniger Tage hat er es geschafft, seine Mannschaft perfekt auf die Spielweise der Eintracht einzustellen.
Im Entscheidungsspiel wird es darauf ankommen, dass die Eintracht Druck auf die Defensive der Ludwigshafener ausüben kann. Sollte das nicht gelingen, wird es für die Elf von Tobias Hoffmann schwer werden.