Spiel des Tages RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball-A-Klasse: DJK Schwarz-Weiss Frankenthal schlägt Armina Ludwigshafen II 4:1

DJK-Kapitän Orhan Olgun (links) im Zweikampf mit Arminias Maximillian Glück.
DJK-Kapitän Orhan Olgun (links) im Zweikampf mit Arminias Maximillian Glück.

Im Nachholspiel gegen Arminia Ludwigshafen II lässt die DJK SW Frankenthal in der A-Klasse Rhein-Pfalz nichts anbrennen und siegt mit 4:1. Das freut auch den neuen Trainer.

Frischer Wind bei der DJK Schwarz-Weiss Frankenthal. Trainer Tim Graf ist vor wenigen Wochen auf den Vorstandsposten aufgerückt. Den Trainerposten hat er dafür an seinen bisherigen Co-Trainer Damir Ugljen weitergegeben. Unterstützt wird Ugljen nun von bisherigen Kapitän Patrick Corell, der neuer Co-Trainer wird. Mannschaftskapitän ist nun der erfahrene Mittelfeldspieler Orhan Olgun.

Der Start ins neue Jahr in dieser neuen Konstellation ist geglückt. Nach dem 3:1 Auswärtssieg vor einer Woche bei Croatia Ludwigshafen gewann Schwarz-Weiss Frankenthal am Samstag auch sein zweites Nachholspiel in der A-Klasse Rhein-Pfalz gegen Armina Ludwigshafen II auf eigenem Platz mit 4:1 (3:1). Das Team von Damir Ugljen verdrängt so vor dem offiziellen Beginn der Rückrunde nächste Woche mit 41 Punkten die DJK Eppstein (39) von Platz drei. Arminia Ludwigshafen II (20) bliebt weiter auf dem ersten Abstiegsplatz.

Ugljens Bedingung

„Ich bin schon seit einigen Jahren zusammen mit Tim Graf im Verein. Tim als Trainer, ich als Co-Trainer. Tim ist nun den Schritt in den Vorstand gegangen, um mit einem verjüngten neuen Vorstandsteam frischen Wind in den Verein zu bringen. Beide Ämter waren für Tim verständlicherweise zu viel. Meine Bedingung dafür, als Trainer einzuspringen war, dass Patrick Corell neuer Co-Trainer wird. Patrick war sofort bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. So ist es für alle eine gute Entscheidung, für den Verein und die Mannschaft. Unser Ziel ist es, eine möglichst erfolgreiche Rückrunde zu spielen.“ sagte der 30 Jahre alte neue Trainer Damir Ugljen.

Seine Spielerkarriere in Mutterstadt und Iggelheim hatte er nach zwei Kreuzbandrissen schon früh beenden müssen. Mit dem Spiel seiner Mannschaft am Samstag war Ugljen zufrieden. „Wir wollten spielbestimmend sein, und den Gegner lenken. Das ist uns in der ersten Halbzeit sehr gut gelungen. Wir haben ein starkes Pressing gespielt und waren mit wenig Kontakten vor dem Tor gefährlich. Später nach dem schnellen 4:1 ist das Spiel dann verflacht.“

Arminias Schützenhilfe

Die Gäste halfen Schwarz-Weiss mit zwei unnötigen Strafstößen, gut ins Spiel zu kommen. Ein Foul von Verteidiger Alilou Savadgo an Alessio Giganti im Strafraum bestrafte Rosario Vinciguerra schon früh mit der DJK-Führung (14.). Wenig später kommt auch Arminiaverteidiger Leon Balde gegen den heranstürmenden Vinciguerra im Strafraum zu spät, und trifft nur die Beine des SW-Angreifers. Da Vinciguerra nach dem Foul noch behandelt werden muss, nimmt nun Stürmer David Michalski den Ball und verwandelt ebenfalls sicher zum 2:0 (17.).

Die Gäste antworten prompt. Ein Ball von Außen wird in den Strafraum verlängert, wo Fabian Dissinger das Spielgerät ins lange Eck spitzelt (22.). Wenig später war sogar der Ausgleich möglich, doch Samet Keskin konnte eine Unsicherheit von SW-Torwart Marcel Bulla nicht nutzen. Er schoss freistehend über das Tor (30.). Danach dominierten wieder die Platzherren. Ein Freistoß aus 35 Metern von Vincuguerra prallte von Pfosten ab (39.), wenig später scheiterte er an Armina-Torwart Paul Gronau (41.). Gronau wurde dann vor der Pause doch noch einmal überwunden. Er rettete zunächst gegen den freigespielten David Michalski, blieb jedoch nach dem Zusammenprall mit dem SW-Stürmer liegen, so dass Vinciguerra wenig Mühe hatte, den Abpraller ins leere Tor zu schießen. Der gute Schiedsrichter Ralf Liesert gab das Tor zu Recht (43.).

Später Heber

Ähnlich wie in der ersten Halbzeit war Schwarz-Weiss zu Beginn der zweiten Hälfte wacher. Jens Korpis sorgte nach einem Abpraller schnell mit seinem Tor zum 4:1 für die Entscheidung (46.). Danach nahm das Heimteam das Tempo aus dem Spiel, blieb aber immer gefährlich. Nach dem frühen Wechsel von Abwehrchef Patrick Corell (65.), für den Dominick Frank in die Abwehrmitte rückte, kamen auch die Gäste noch zu einigen Kontergelegenheiten. Fast mit dem Abpfiff ging der Heber des eingewechselte Luca Pfänder frei vor Bulla über das Tor. (93.).

Gästetrainer Murat Celik haderte mit den Fehlern seiner Mannschaft. „Das waren zu Beginn zwei Geschenke von uns. Wenn wir die Geschenke weglassen, holen wir hier etwas. Das Spiel kam für uns etwas zu früh. Von den 16 Spielern im Kader haben acht bisher kaum trainiert. Die Zweikampfhärte und die Kraft haben deshalb noch gefehlt.“ Bereits nächste Woche kommt es mit dem Derby VfR Frankenthal - Schwarz-Weiss Frankenthal zum nächsten Kracher. „Wir haben nach den zwei Siegen jetzt Rückenwind“, ist Trainer Ugljen zuversichtlich. Mit Maximilian Haltenberger, der lange verletzt war, und am Samstag seine ersten Einsatzminuten bekam, kann er dann wieder auf einen Leistungsträger bauen. Noch nicht fit ist Standardspezialist Uwe Rebholz, der nach seiner Knöchelverletzung in zwei Wochen wieder einsteigen will.

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