FRAnkenthal RHEINPFALZ Plus Artikel Friedrich-Schiller-Realschule plus verabschiedet 16 Fachoberschüler

 Gerda Moderau und Kaj Oskar Rusilowski wurden bei der Abschlussfeier als Preisträger geehrt.
Gerda Moderau und Kaj Oskar Rusilowski wurden bei der Abschlussfeier als Preisträger geehrt.

Ein Eimer Einweghandschuhe und ein Tisch voller Blumen. Das blieb übrig nach den Entlassfeiern an der Friedrich-Schiller-Realschule plus. Zum Abschluss wurden die Absolventen der Fachoberschule (FOS) verabschiedet, entsprechend den Hygienebestimmungen und mit umso herzlicheren Worten.

Die letzte Klasse, die der Schule in der Mörscher Straße den Rücken kehrte, war zugleich der älteste Jahrgang. 16 Schüler der zwölften Klasse erhielten die Zeugnisse der Fachoberschule (FOS). Schulleiter Dieter Jäger bezeichnete ihre vergangenen Monate an der Schule als „in mehrfacher Hinsicht außergewöhnlich“: Nachdem Anfang Februar das Sturmtief Sabine den Schulbetrieb für einen Tag lahmgelegt hatte, musste ab Mitte März bis Ende April die Schule wegen der Pandemie dichtmachen. Von einem Tag auf den anderen begann damals für die Zwölften digitaler Fernunterricht.

Ab dem 28. April hieß es wieder, die Schulbank drücken. Nur drei Wochen blieben bis zu den Abschlussprüfungen. In einem zweiwöchigen Intensivkurs büffelten die jungen Erwachsenen acht Stunden täglich, um die ausgefallene Vorbereitungsphase aufzuholen. Das Ergebnis: 16 von 20 Schüler erlangten trotz erschwerter Bedingungen die Fachhochschulreife und gehen ab sofort getrennte Wege – zur Berufsausbildung, Fachhochschule, dem Freiwilligen Sozialen Jahr oder zum Abitur, um anschließend an einer Universität zu studieren. „Versucht, außergewöhnlich zu bleiben“, riet Jäger den Absolventen.

Doppelter Abschied

Für Klassenlehrerin Rosemarie Gafton war die Feier ein doppelter Abschied – zum einen von ihrer bisherigen zwölften Klasse, zum anderen von der Schillerschule, da sie in den Ruhestand geht. „Ich bin stolz auf euch, denn es gab keine Situation, in der wir nicht miteinander sprechen konnten“, sagte sie ihren Schützlingen. „Nur eines haben wir nicht mehr geschafft, einen Besuch bei McDonald’s.“ Und Winfried Rogel ergänzte als Vorsitzender des Schulelternbeirats: „Ich wünsche jedem einzelnen, dass er seinen Traumberuf findet.“

Traditionell ließ der Koordinator der FOS, Gerwin Schmitt, eine humorige Abschiedsrede vom Stapel, in der er das zu Corona-Zeiten gängige Vokabular wie Abstand, Ansteckung und Maske ummünzte in Ratschläge: Herausforderungen mit dem richtigen Abstand zu meistern, andere mit seiner Begeisterung anzustecken und hinter die unsichtbare Maske seines Gegenübers zu schauen. Herzstück seiner Rede war der Gedanke, dass jeder das Buch seines Lebens füllt: „An unserer Schule habt ihr schon viele Kapitel geschrieben. Nun folgt für jeden von euch eine andere Fortsetzung.“ Schmitt war es auch, der mit Gitarre und Gesang für musikalische Töne sorgte, indem er den Hit der Ärzte „Männer sind Schweine“ umdichtete in „Schüler sind klasse“.

Notenschnitt 2,2

Die Dankesrede an die Fachlehrer übernahmen Dustin Nitsche und Gerda Moderau, die sich im Namen der gesamten Klasse für deren Engagement wie auch für Kuchenspenden und Bonuspunkte bedankten. Moderau kam nicht nur zu Rede und Zeugnisübergabe auf die Bühne: Die 18-Jährige, die nun den neuen BWL-Studiengang „Digital Business Management“ in Mannheim belegen wird, erhielt als Jahrgangsbeste mit einem Notendurchschnitt von 2,2 eine Urkunde der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD). Einen schuleigenen Sonderpreis bekam Kaj Oskar Rusilowski für herausragende Leistungen in den naturwissenschaftlichen Fächern Informatik und Mathematik. Er plant ein Informatikstudium in Karlsruhe.

FOS-ABSOLVENTEN

Inan Ari, Adam Bousahla-Horch, Marc- Andre Brinker, Viktor Dubs, Nils Eichenlaub, Tom Lance Hartmann, Michalis Kalaitsidis, Shawn Knisell, Nikola Koperska, Maximilian Krohn, Ayman Maoual, Gerda Moderau (Jahrgangsbeste und Preisträgerin Ministerium), Dustin Nitsche, Kaj Oskar Rusilowski (Preisträger Fachbereich Mathematik/ Technische Informatik), Samuel Wald, David Zuber.
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