Frankenthal Frankenthal: Clara Grözinger stellt Dokumentarfilm über Ruanda vor

Ein Jahr hat Clara Grözinger, die in Bobenheim-Roxheim aufgewachsen ist, an einem Dokumentarfilm über die starke Frauenbewegung
Ein Jahr hat Clara Grözinger, die in Bobenheim-Roxheim aufgewachsen ist, an einem Dokumentarfilm über die starke Frauenbewegung in Ruanda nach dem Völkermord gearbeitet. Fotos: Grözinger/frei

Am Montag, 27. August, um 18 Uhr, zeigt das Frankenthaler Lux-Kino die Dokumentation „God is not working on Sunday!“. Der Film führt in die ostafrikanische Republik Ruanda, in der Frauen die Mehrheit im Parlament bilden - bislang ein globaler Einzelfall. Clara Grözinger, die aus Bobenheim-Roxheim stammt, hat den Film geschnitten und wird über ihre Arbeit und die aktuelle Entwicklung in Ruanda sprechen. Nach dem Völkermord, der 1994 mindestens einer halben Million Menschen das Leben gekostet hat, habe es in Ruanda einen großer Umbruch gegeben, sagt Grözinger. Damals hatte in nur knapp 100 Tagen die Kaste der Hutu einen großen Teil der verfeindeten Tutsi massakriert. „Letztlich blieben nach diesem Genozid nur die Frauen übrig, die Männer waren entweder tot oder im Gefängnis“, erklärt die 34-Jährige. „Der Film zeigt die starke Frauenbewegung in Ruanda und überhaupt, wie das Land 20 Jahre nach dem Genozid aufgebaut ist.“ Die Regisseurin Leona Goldstein habe sechs Jahre in den Film investiert, „ich habe ihn ein Jahr lang geschnitten“, berichtet Clara Grözinger. „Vielleicht ist es einfach auch mal spannend zu hören, wie so ein Film im Schnitt entsteht“, sagt sie über die Fragerunde, der sie sich im Lux-Kino stellen wird. Mit sieben Jahren ist Grözinger mit ihrer Familie nach Bobenheim-Roxheim gezogen. Sie hat in Frankenthal das Albert-Einstein-Gymnasium besucht, im Theater Alte Werkstatt gespielt und im Ballettstudio Martina Reitz getanzt.

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