Frankenthal
Flomersheim: Barrierefrei umsteigen an der Isenachsporthalle
Eine Herkulesaufgabe steht dem städtischen Bauamt bevor. Bis zum 1. Januar 2022 muss der Öffentliche Personennahverkehr barrierefrei ausgebaut sein. „In Frankenthal gibt es in diesem Bereich einen großen Nachholbedarf“, sagte Martin Zarske vom Bereich Bauen und Planen im Ortsbeirat Flomersheim.
Nicht jede Haltestelle könne auf diese Weise ausgebaut werden, sagte Zarske. Es gelte der Grundsatz: Mindestens eine Haltestelle pro Ortsteil soll barrierefrei sein. Wichtiger Faktor bei der Prioritätensetzung sei die Nutzungsfrequenz einer Haltestelle, sprich: ob beispielsweise ein Altenheim oder sonstige Einrichtungen in der Nähe seien. Hohe Priorität habe dabei die Linie 465 Richtung Flomersheim und Eppstein und weiter zum Industriegebiet Am Römig. Die Haltestelle „Siedlung“ in Höhe der Isenachsporthalle genießt höchste Priorität für den barrierefreien Ein- und Ausstieg. Weitere Haltestellen in Flomersheim sind und bleiben am Bahnhof und an der Ortsverwaltung.
Erweiterung Am Römig
21 Haltestellen sollen bis Sommer 2021 angegangen werden, insgesamt stünden 68 Haltestellen auf dem Plan, sagten Zarske und Verkehrsplaner Olaf Merkamp. Erweitert werden muss die Haltestelle im Eppsteiner Industriegebiet Am Römig. Das liegt laut Zarske einerseits an der hohen Frequenz dort: Nach der Nachtschicht am Montag reiche ein Bus nicht aus, außerdem sollten dort auch Gelenkbusse eingesetzt werden. Andererseits sei der Öffentliche Personennahverkehr bei der Planung des Industriegebiets nicht berücksichtigt worden. Zwei Haltestellen müssten auf dieser Linie noch neu eingerichtet werden. Zarske verdeutlichte, dass bald das neue Lager der BASF seinen Betrieb aufnehme und vielleicht noch eine zusätzliche Erweiterung des Industriegebiets (Abschnitt IV) in Erwägung gezogen werden könnte.
Besseres Ruftaxi-Angebot
Die Qualitätsverbesserung im Öffentlichen Personennahverkehr soll nicht nur mit einer Neugestaltung des Netzes der Buslinien und barrierefreien Haltestellen erreicht werden, sondern darüber hinaus durch eine Verbesserung des Ruftaxiverkehrs. Das ergänze den Busverkehr zeitlich und räumlich, so Zarske: Flomersheim betreffend auf der Buslinie 465 (Hauptbahnhof – Eppstein) sonntags und feiertags am Abend, auf der Linie 466 (Hauptbahnhof über Flomersheim, Eppstein nach Studernheim) montags bis samstags abends. Für den Ruftaxiverkehr sei der Einsatz einer Software zum Buchen angedacht.