Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel DJK Eppstein empfängt VfR Frankenthal in Qualifikationsrunde zum Verbandspokal

Benjamin Rothschild (rechts, im Trikot von Alemannia Maudach) gilt als spielstarker Defensivakteur und soll nun der Abwehr der D
Benjamin Rothschild (rechts, im Trikot von Alemannia Maudach) gilt als spielstarker Defensivakteur und soll nun der Abwehr der DJK Eppstein Halt geben.

Mit den Pokalwettbewerben beginnt traditionell die Fußballsaison. In der Qualifikationsrunde des Verbandspokals kommt es zum Derby zwischen A-Klassist DJK Eppstein und Bezirksligist VfR Frankenthal (Sonntag, 15 Uhr, Sportplatz an der Ludwig-Wolker-Straße). Beide Teams sind mitten in der Vorbereitung. Hitze und Hygiene werden zwei wichtige Faktoren sein. Bei den Gastgebern könnten die Neuen für entscheidende Impulse sorgen.

Glaubt man den Auguren, dann knackt die Quecksilbersäule am Sonntag in Frankenthal und den Vororten wieder die 30-Grad-Marke. Das freut diejenigen, die ins Schwimmbad oder an die diversen Badeseen pilgern. Für die Fußballer, die um das Weiterkommen im Pokal des Südwestdeutschen Fußballverbands (SWFV) kämpfen, könnte es aber eine Herausforderung werden.

In der Regel wurden früher ein paar Eimer mit Wasser rund um das Spielfeld verteilt. Doch das war Prä-Corona. Jetzt geht das nicht mehr, dass sich mehrere Kicker, womöglich noch von beiden Teams, aus demselben Eimer erfrischen. Doch die DJK Eppstein wird sich bestimmt etwas einfallen lassen.

Hitze und Hygiene

Auch wenn deren Trainer Tobias Hinkel zum Zeitpunkt des Gesprächs noch im Ideenfindungsmodus war. „Bei den Wassereimern muss man aufpassen mit der Hygiene“, sagt er. Nicht jeder dürfe sich aus jedem Eimer bedienen. „Es braucht ja auch jeder Spieler eine eigene Trinkflasche.“

Die Hitze ist ein Thema. Das andere aber natürlich das Spiel. Das kommt Hinkel gar nicht so gelegen, weil noch viel zu früh in der Vorbereitung. Seit etwas mehr als zwei Wochen sei die DJK erst auf dem Platz. Die Saison geht ja in der A-Klasse Rhein-Pfalz erst am 20. September los.

DJK-Motor stottert noch

Da stottert der DJK-Motor also noch ein bisschen. Und drum gab’s im Test gegen die VT Frankenthal (B-Klasse) auch nur ein 0:0. „Die Jungs sind noch im Corona-Modus“, klagt Hinkel. Man merke, dass monatelang nichts mit dem Ball gemacht wurde. „Aber wir haben ja noch fünf Wochen Zeit.“

Bis zum Rundenstart. Mit dem Pokal geht’s aber schon am Sonntag los. Und da heißt der Gegner VfR Frankenthal. „Schade, dass es so früh kommt“, meint Hinkel über das Aufeinandertreffen mit dem Bezirksligisten. „Aber wir müssen und werden die Aufgabe annehmen.“

Hinkel sieht sein Team in der Außenseiterrolle. Zumal der VfR unter Coach Martin Wohlschlegel vor dem Corona-bedingten Saisonabbruch immer besser geworden sei. „Ich bin überzeugt, dass der VfR den Klassenverbleib geschafft hätte. Auch ohne Abbruch“, betont Hinkel.

Hinkel: Auftritt erarbeitet

Aber abgeschenkt wird bei der DJK natürlich nicht. „Wir haben uns den Auftritt erarbeitet“, betont Hinkel und verweist auf die Halbfinalteilnahme im Kreispokal. Und Wunder seien ja immer möglich. Erst recht in den Pokalwettbewerben.

Dabei und dann vor allem auch in der Liga sollen die jungen Spieler, die zur DJK gestoßen sind, einen entscheidenden Beitrag leisten. „Wir haben die Jungen geholt, um den Arrivierten Druck zu machen“, erläutert Hinkel. Allerdings müssten sich die Neuen erst noch an das höhere Tempo gewöhnen.

DJK hofft auf Neue

Aber vielleicht richten es gegen den VfR ja die Neuen. Benjamin Baumann, der vom SV Horchheim zur DJK gewechselt ist, könnte für die nötigen Tore sorgen. Und Benjamin Rothschild, von der SG Maudach gekommen, gilt als spielstarker Defensivmann. „Er spielt im Moment in der Vierer-Abwehrkette“, sagt Hinkel.

Doch auch Hinkels Gegenüber Martin Wohlschlegel kommt die Partie nicht gelegen. „Ich muss klar sagen, dass das Spiel für uns nicht zu 100 Prozent in die Vorbereitungsphase passt. Normalerweise hatten wir immer eine fünfwöchige Vorbereitung bis zum ersten Pflichtspiel“, sagt der VfR-Coach. Bislang seien es nur drei. Die Bedingungen seien aber für beide Mannschaften gleich. Trotzdem: Die Vorfreude am Ostpark ist groß, dass es nun endlich wieder in einen Wettkampf geht.

VfR nicht in Bestbesetzung

Wohlschlegel attestiert seiner Mannschaft bislang eine gute Vorbereitung. Das ist auch an den Ergebnissen abzulesen (zwei Remis, zwei Siege). In Eppstein kann der VfR allerdings nicht in Bestbesetzung antreten. Tim Laubscher erlitt am vergangenen Sonntag im Test gegen Amed Ludwigshafen eine Platzwunde an der Lippe und ist für das Verbandspokalspiel keine Option. Auch Florian Braun, der seit März ausfällt, steht im Derby nicht zur Verfügung, soll aber in der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen. In Eppstein fehlt Wohlschlegel mit Giuseppe Moncada (Urlaub) ein Schlüsselspieler.

Noch offen ist, wer am Sonntag das Tor des VfR hüten soll. In der Vorbereitung kamen schon David Czerwinski, Enez Aslan und Levent Cetin zum Einsatz.

Stürmt Antonovic?

Im Sturm könnte beim VfR Jurica Antonovic die Lösung des Offensivproblems der vergangenen Saison sein. Der Linksfuß hat in der Vorbereitung seine Torgefährlichkeit unter Beweis gestellt. Allerdings: „Wir haben auf der linken Seite ein paar Probleme. Vielleicht muss er da spielen“, sagt Wohlschlegel.

Der Sieger der Partie muss kommende Woche schon wieder ran: Die Partie der ersten Runde gegen Landesligist Südwest Ruchheim ist für Mittwoch, 19 Uhr, vorgesehen.

Zur Sache: DJK Schwarz-Weiss Frankenthal eröffnet Wettbewerb gegen BSC Oppau

Die DJK Schwarz-Weiss Frankenthal hat einen attraktiven Gegner im Verbandspokal: Der A-Klassist eröffnet den Wettbewerb 20/21 am Freitagabend (19 Uhr) auf dem Kunstrasenplatz an der Frankenstraße. Wenn der Platz es zulässt. Denn die Hitze hat laut DJK-Spielertrainer Tim Graf – wie schon 2019 – das Granulat verformt. „Die Mannschaft hat per Hand die schlimmsten Klumpen aussortiert“, berichtet Graf. Die Entscheidung, ob gespielt werde, treffe am Ende aber die Schiedsrichterin, sagt Graf. Für das Spiel ist Vanessa Schleicher von Wormatia Worms vorgesehen. Durch die größeren Klumpen steigt die Verletzungsgefahr. „Sven Weber und Konstantin Huber sind schon umgeknickt und fallen aus“, berichtet Graf.

Bei der Stadtverwaltung wisse man um die Problematik, sagt Sprecherin Lisa Randisi. Allerdings habe die Stadt nur begrenzten Einfluss. Denn der Platz gehört dem Bezirksverband Pfalz. Ein Gespräch zwischen dessen Vorsitzendem Theo Wieder und OB Martin Hebich (beide CDU) stehe wohl noch aus.

Die Partie falle unter die Kategorie „ernstes Testspiel“. Vom Kader der vergangenen Saison seien nur noch Andreas Rehm und Marc Riebel übrig. Die DJK ist zwar Außenseiter gegen das klassenhöhere Team. Aber vielleicht gehe ja doch was. Dazu könnte Patrick Mann beitragen. „Er hat sehr gute Ansätze“, lobt der Coach. Gegen den BSC solle der Rechtsaußen seine Zurückhaltung aufgeben. „Ich würde gerne sehen, dass er mal explodiert“, sagt Graf.

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