Frankenthal Der Knoten soll endlich platzen
«Frankenthal.» Die Fußballer des VfR Frankenthal hoffen, dass der berühmte Knoten in der Bezirksliga Vorderpfalz endlich platzt. Drei Spiele sind seit dem ersten Saisonsieg schon wieder vergangen. Morgen, 15.15 Uhr, gastiert der ambitionierte 1. FC 08 Haßloch im Ostparkstadion. Den VfR plagen große Verletzungssorgen.
Beim Abschlusstraining am Donnerstag waren laut VfR-Trainer Tobias Winsel nur 15 Spieler anwesend. Und das kombiniert für erste und zweite Mannschaft, wohlgemerkt. Die meisten Spieler waren aber von der ersten Mannschaft. Und alle, die da waren, „haben voll mitgezogen“, sagt Winsel. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen in Serie hat beim VfR Frankenthal nun auch noch das Verletzungspech zugeschlagen. Neben den schon länger fehlenden Jacin Bensid und Florian Kaiser stehen beim Heimspiel gegen Haßloch auch Florian Braun, Schlussmann Tobias Wilk (beide krank) und Oguzhan Lozan (Bänderriss) nicht zur Verfügung. Hinter dem Einsatz von Jason Tack (muskuläre Probleme) steht genauso wie bei Tobias Winsel selbst (Wasser im Knie) ein Fragezeichen. Außenverteidiger Fatih Sezgin brach das Training wegen Adduktorenproblemen ab. Immerhin: Der zuletzt angeschlagene VfR-Torwart Devin Karyagdi konnte am Donnerstag wieder trainieren. Ob er oder Maximilian Schäfer gegen die „Nullachter“ auflaufen wird, entscheidet das Trainertrio Winsel, Halil Kaya und Patrick Corell kurzfristig. „Wichtig wird sein, dass wir eine gute Mischung aus erfahrenen und unbekümmerten Spielern auf den Platz bekommen“, betont Winsel. Deswegen werden auch die erst im Sommer frisch aus der A-Jugend gekommenen Samuel Walz und Yannik Baro morgen mit auf dem Spielbogen stehen. Außenverteidiger Walz könnte wegen der aktuellen Verletztenlage dabei sogar sofort in die Startelf rutschen. Denkbar wäre laut Winsel auch, dass Gabriel Arslan von der Innen- auf die Außenverteidigerposition rückt und der erfahrene Halil Kaya dafür den Platz in der Innenverteidigung einnimmt. Auch Matteo Randazzo sei eine Option auf der Außenverteidigerposition. Ahmet Pinarbasi und der stark auftrumpfende Giuseppe Moncada werden die Flügelzange bilden. Unabhängig davon, wer auf dem Platz steht, möchte das VfR-Trainertrio morgen vor allem eine andere Einstellung als zuletzt gegen Rheinzabern sehen. Der unbedingte Wille zum Sieg muss laut Winsel erkennbar sein. „Dabei wäre es allein vom Kopf her mal von Vorteil, wenn wir in Führung gehen würden, statt immer einem Rückstand hinterherzurennen.“ Denn dass der erste Heimsieg und der damit einhergehende berühmte platzende Knoten gegen die „abgezockten, erfahrenen und im Sommer gut verstärkten“ Haßlocher nicht mit halber Kraft eingefahren wird, darüber sind sich die auf den drittletzten Tabellenplatz abgerutschten Frankenthaler bewusst.