Hallenhockey
Bundesliga: TG Frankenthal unterliegt SC Frankfurt 1880 2:7
Wer nach dem 1:2-Anschlusstreffer durch Sven Becker nach einer Strafecke (37.) auf eine Initialzündung bei den Hausherren hoffte, der wurde enttäuscht. Es ging kein Ruck durch die Mannschaft, das Spiel wurde nicht sicherer, nicht schneller, nicht gefährlicher. Insbesondere beim Spiel in die Spitze blieb es bei den TG-Herren bei Ansätzen, bei Stückwerk. Zu schnell gelang es den Gästen aus Frankfurt, den alten Abstand wieder herzustellen. Ebenfalls nach einer Strafecke setzte Laurens Meurer den Ball zum 1:3 (41.) in die Maschen des von Oliver Scharfenberger gehüteten TG-Tors.
Eine Häufung von Strafecken ist im Hallenhockey ein Zeichen für ein druckvolles Angriffsspiel. Diese Momentaufnahme täuschte. In der ganzen Partie gab es nur fünf Strafecken. Nach diesem Treffer der Frankfurter war bei der TG die Hoffnung dahin, dass es noch etwas werden könnte mit einem erfolgreichen Heimauftakt. Obwohl für ein Hallenhockeyspiel noch reichlich Zeit war.
Nur noch Ergebniskosmetik
Nachdem Johannes Zurke freistehend nicht an Frankfurts Torwart vorbeigekommen war (59.) erzielte im Gegenzug Magnus Hautzel das 1:4. Laurens Meurer legte in der 52. Minute das 1:5 nach. Das 2:5 (56.) durch Lauritz Fuchs war nur noch Ergebniskosmetik, mehr nicht. Zwar versuchte TG-Coach Timo Schmietenknop durch die Herausnahme des Torwarts und eine Überzahl an Feldspielern, noch einmal Druck zu erzeugen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Hautzel und Meurer kombinierten sich durch die Frankenthaler Defensive. Meurer vollendete zum 2:6 (58.), und eine Minute später setzte Hautzel in der insgesamt nicht berauschenden Bundesliga-Partie mit dem 2:7 den Schlusspunkt.
Von Beginn an war klar gewesen, wo bei den Gästen die Reise hingehen würde. Mit den beiden Routiniers Anton und Moritz Schmidt-Opper war in der Defensive viel Erfahrung vertreten. Beide Spieler sind keine Laufwunder, doch mit einfachen Körpertäuschungen setzten sie sich in Zweikämpfen immer wieder durch und setzten ihre Mitspieler in Szene. So versuchten die Frankfurter, Tempo ins Spiel zu bringen. In der Anfangsphase aber noch mit mäßigem Erfolg. Im Wechsel schalteten sich die Opper-Brüder immer wieder ins Offensivspiel der Gäste ein. Die beste Chance in der Endphase des ersten Viertels hatte jedoch Tim Ehret, dessen Schuss an den Pfosten des SC-Tors klatschte.
Schicksal nimmt seinen Lauf
Im zweiten Viertel nahm das Schicksal dann seinen Lauf, als einer der erfahrenen Spieler im Team, der Frankenthaler Sven Becker, patzte und so gleich zwei Gästespieler frei vor Oliver Scharfenberger standen. Hautzel verwandelte zum 0:1 (19.). Nach einem schönen Solo hätte Becker seinen Fehler wieder gutmachen können, doch auch sein Abschluss war zu harmlos. Noch vor dem Wechsel erhöhte Moritz Alexander Küppers auf 0:2 (28.).
Dass sein Team für die Erste Bundesliga im Angriff viel zu harmlos agierte, das Passtempo nicht schnell genug war, es an kreativen Entscheidungen fehlte, das war Coach Timo Schmietenknop nach dem ersten Doppelspieltag klar. Seiner Meinung nach zeigen die jungen Spieler noch zu viel Respekt vor der Liga, in der viele von ihnen noch keine Erfahrungen sammeln konnten. „Wir müssen gut trainieren, uns schnell steigern. Schon der nächste Spieltag könnte für uns entscheidend werden“, betonte der TG-Coach.
So spielten Sie
TG Frankenthal: Scharfenberger - Dopp, Reinhard, Beck, Schneider, Koch, Becker, Fuchs, Neumeier, Ehret, Zurke, Cunningham
SC Frankfurt 1880: Müller (Eberhardt) - Moritz Schmidt-Opper, Anton Schmidt-Opper, Sawall, Hautzel, Meurer, Von Montgelas, Lenz, Blümmel, Küppers, Philippsen
Tore: 0:1 Hautzel (19.), 0:2 Küppers (28.), 1:2 Becker (37./Strafecke), 1:3 Meurer (41., Strafecke.), 1:4 Hautzel (50.), 1:5 Meurer (52.), 2:5 Fuchs (56.), 2:6 Meurer (58.), 2:7 Hautzel (59.) - Grüne Karten: Koch - Hautzel, Küppers - Beste Spieler: Becker, Ehret - Hautzel, Moritz Schmidt-Opper - Zuschauer: 150 – Schiedsrichter: Jung (Heilbronn)/Leiber (Stuttgart).