Frankenthal Brücken bauen, Begegnungen begleiten

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Der in Frankenthal lebende Manfred Glocke ist gestern in Mainz für sein langjähriges Engagement in der Organisation von Austauschprogrammen für Schüler und Studenten mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden

Der 74 Jahre alte frühere Manager bei BASF und Wintershall erhielt die ihm von Bundespräsident Joachim Gauck als „Beitrag zur Völkerverständigung“ zugesprochene Ehrung aus der Hand der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Vera Reiß. Sie würdigte die Leistung des gebürtigen Nordrhein-Westfalen: „Manfred Glocke baut Brücken durch und für Begegnungen. Seit Jahrzehnten ermöglicht er vielen jungen Menschen durch Austauschprogramme, über den eigenen kulturellen Tellerrand zu blicken und neue Länder und Menschen kennenzulernen.“ Auslandsaufenthalte leisteten einen „wichtigen Beitrag zur interkulturellen Kompetenz und zur Reflexion der eigenen Identität“. Glockes Einsatz startete laut Ministerium 1961:Damals nahm seine Familie einen amerikanischen Austauschschüler bei sich auf. Bereits während seines Studiums betreute Glocke Austauschstudenten, suchte Gastgeber für sie, führte Auswahlgespräche und war Ansprechpartner in allen Lebenslagen. Besonders der 1952 gegründete gemeinnützige Verein „Experiment“, der den Austausch zwischen Menschen aller Kulturen und Religionen durch Leben in Gastfamilien zum Ziel hat, sei ihm eine Herzensangelegenheit. Über viele Jahre hinweg hat der aus Bad Salzuflen stammende Glocke den Verein geprägt: 1973 wurde er zum Vorsitzenden gewählt und blieb dies für 20 Jahre, bis er 1993 Vorstand des weltweiten Dachverbandes „The Experiment in International Living“ wurde. Damit nicht genug: Als Präsident des Hans-Kiehn-Fonds im Sondershäuser Verband akademisch-musikalischer Verbindungen unterstützt er bedürftige Studierende und bei der Lebenshilfe Bad Dürkheim setzt der 74-Jährige sich für die gemeinsame, gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung ein. (rhp/örg)

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