Frankenthal Besatzungen kämpfen ums blaue Band

«BOBENHEIM-ROXHEIM.»Aufgrund von niedrigen Meldezahlen war es zunächst fraglich, ob die vom Kanu- und Segelclub Frankenthal (KCF) ausgetragene Regatta „Blaues Band vom Silbersee“ überhaupt stattfinden könnte. Weil am Wochenende dann doch 19 Boote gemeldet waren, konnte die Wettfahrt beginnen. Unter den Teilnehmern waren viele Jugendliche.
Nach Beratung zwischen den Fachwarten Jugend und Wettsegeln des KCF war das Urteil angesichts der am Ende eingegangenen Meldungen klar: „Wir wollten die Jungs nicht enttäuschen und haben uns für einen Start entschieden“, sagt Frank Knoch, Fachwart Wettsegeln beim KCF. Mit 19 Booten präsentierte sich ein buntes Teilnehmerfeld. 15 Ausgleicher – unterschiedliche Bootstypen, deren Zeiten nach dem Yardstick-Verfahren verrechnet werden – sowie vier Optimisten, kleine Boote für Kinder, tummelten sich auf dem Silbersee. Da sich auch einige Jugendliche unter den Ausgleichern befanden, wurden die Boote in vier Gruppen eingeteilt. Neben den Ausgleichern gab es eine reine Optimisten-Gruppe, eine Gruppe von fünf Jugendlichen und die „Oldies“. Letztere hatten das Jugendalter überschritten und segelten Ausgleicher. Der Kurs von 2,7 Kilometern Länge musste von den Jüngsten auf ihren Optimisten einmal umfahren werden, von den Ausgleichern dreimal. Ein Zeitfenster von 13 bis 14 Uhr ermöglichte es jeder Crew, den besten Startzeitpunkt selbst zu bestimmen. So wird auch gleichzeitig ein Gerangel um eine gute Startposition vermieden. „Das erleichtert den weniger erfahrenen Seglern den Einstieg ins Regattasegeln“, so Knoch. Weil der Wind öfter aussetzte oder im falschen Abschnitt wehte, erwies sich die erste Runde als Geduldsspiel. Die Schnellsten brauchten über eine Stunde, um die 2,7 Kilometer zurückzulegen. Da der Wind später auffrischte, ließ die Wettfahrtleitung die Regatta weiterlaufen. „Es gab zwar immer wieder Aussetzer, trotzdem lief die zweite Runde besser als die erste“, berichtet Knoch. Zumal sich die Windverhältnisse auf der dritten Schleife weiter besserten und die Segler ihr Können unter Beweis stellen konnten. Doch gerade die großen schnellen Boote bekamen die Tücken des Gewässers zu spüren. „Auf dem Silbersee mit seinen relativ kurzen Schenkeln haben diese Boote wenig Möglichkeiten, ihr Potenzial auszuschöpfen“, erklärt Knoch. „Sie brauchen lange Strecken, bei denen sie unter vollem Tuch mit Spinnaker ihre Leistung entfalten können.“ Das Ziel erreichten im Gegensatz zu vorigen Regatten alle. Bereits am dritten Juni-Wochenende geht es auf dem Silbersee mit der Lioner-Regatta weiter, die für die Landesmeisterschaft der 517er-Klasse gewertet wird. Ergebnisse Optimisten: 1. Niels Kahle, 2. Bastian Eilers, 3. Jan Kahle und Ben Eilers (alle KCF). Jugend: 1. Theo Thränhardt (KCF) auf Europe, Marius und Hendrik Weigand (beide KCF) auf 420er, 2. Max Krohn und Philipp Müller (WSV Roxheim) auf 420er, 3. Till Nießner (KCF) auf Laser Radial Ausgleicher: 1. Eberhard Niehaus (KCF) auf Seggerling Jolle, 2. Christian und Jelja Wilberg auf Javelin, 3. Michael Eilers (KCF) auf Seggerling Jolle Oldies: 1. Eberhard Niehaus (KCF) auf Seggerling Jolle, 2. Christian und Jelja Wilberg auf Javelin, 3. Michael Eilers (KCF) auf Seggerling Jolle