Fussball
B-Klasse-Aufstiegsrunde: Eintracht Lambsheim reicht 1:1 gegen Mörsch für Relegationsplatz
Eintracht-Trainer Marc Hornig nannte nach dem Erreichen der Relegation das klare Ziel: „Wir wollen aufsteigen. Ich bin stolz auf die Mannschaft, die mit fünf Punkten Rückstand in die Aufstiegsrunde gegangen ist und dort 14 von 18 möglichen Punkten geholt hat.“ Sein Team habe sich gegen Mörsch in Überzahl schwergetan.
Mannschaftskapitän Salvatore Di Rosolini war erleichtert, aber nach dem harten Kampf auch kaputt: „Es war ein enges Spiel mit vielen Emotionen. Die Überzahl hat uns nicht gutgetan, sondern Mörsch noch mehr gepusht. Anfang der zweiten Hälfte hatten wir unsere Chancen, am Ende blieb Mörsch mit Standards immer gefährlich.“
Rote Karte für Weingärtner
Als die Teams eigentlich noch am Abtasten waren, schwächte sich Mörsch selbst. Nach einem Steilpass ging Abdül Kadir Seckin auf und davon und wurde von ASV-Keeper Leon Weingärtner vor dem Strafraum unfair gestoppt. Die Rote Karte für Weingärtner war die Folge (7.). Christian Wittje ging zwischen die Pfosten und Simon Arslan vorübergehend vom Platz. Er kam später wieder zurück, da Mörsch die Möglichkeit nutzte, durchzuwechseln.
Mit ihrem ersten gelungenen Offensivvortrag gingen die dezimierten Gäste überraschend in Führung. Spielmacher Florian Kaiser setzte den durchgelaufenen Linksverteidiger Thomas Ulrich ein, der frei vor Torwart Karagiozidis vollstreckte (20.). Doch die Führung sollte nicht lange halten. Torjäger Abdül Seckin traf nach gutem Zuspiel in den freien Raum flach durch die Beine von Torwart Wittje (26.).
Mehr Chancen für die Eintracht
Nach der Pause häuften sich die Chancen für Eintracht Lambsheim. Zunächst verfehlte Ömer Torun das Tor (48.), auf der Gegenseite forderte Mörschs Trainer Steffen Jaeschke vehement einen Elfmeter nach einem vermeintlichen Foul an Florian Kaiser (49.). Die beste Chance zum Siegtreffer für die Gastgeber verpasste der eingewechselte Viktor Eleftheriadis, der Wittje schon umkurvt hatte, aber nur das Außennetz traf (62.).
In der Endphase wechselte sich ASV-Trainer Steffen Jaeschke selbst ein. Mörsch bekam nun ein Übergewicht und drückte Lambsheim in die eigene Hälfte. Große Chancen blieben aber aus. Gegen Ende kam immer mehr Hektik auf. Negativer Höhepunkt war die Rote Karte für den Mörscher Cemil Heilmann nach einem Ellenbogenschlag ins Gesicht seines Gegenspielers (90. + 1).
Steffen Jaeschke sprach nach dem Spiel und der verpassten Relegation von einem lachenden und weinenden Auge. „Wir haben eine phänomenale Runde gespielt, wenn man bedenkt, wo wir herkommen. Bisher haben wir immer gegen den Abstieg gespielt, nun hatten wir sogar eine Aufstiegschance.“ Trotz 83-minütiger Unterzahl hätten Einsatz und Charakter bei der Mannschaft absolut gestimmt. „Es hat sich gerächt, dass wir das Hinspiel in Mörsch nach einer 2:0-Führung nicht gewonnen haben. Die Punkte haben am Ende gefehlt.“
„Wir haben alles probiert und Lambsheim trotz Unterzahl nichts geschenkt. Dennoch bin ich ganz froh, dass wir weiter in der B-Klasse spielen. Bei einem Aufstieg hätten wir mindestens vier neue Spieler gebraucht“, meinte ASV-Spielmacher Florian Kaiser. Die Relegationsspiele hätten wir gerne noch mitgenommen. Aber so ist es auch in Ordnung.“
So spielten sie
Eintracht Lambsheim: Karagiozidis – Werner, Zimmerman, Hentschel (93. Nehren), Schmidt, Di Rosolini, Bors (60. Zafer Seckin), Dörzenbach, Abdül Kadir Seckin (90 + 1. Gammella), Torun (62. Eleftheriadis), Röth
ASV Mörsch: Weingärtner, Wittje – Wägner, Ulrich, Kaiser, Bodes, Gula, Arslan, Heilmann, Berlotti, Boumariz, Koeberlein, Jaeschke, Gabriel Arslan, Ertl, Benjamin Arslan
Tore: 0:1 Ulrich (20.), 1:1 Seckin (26.) - Gelbe Karten: Eleftheriadis, Di Rosolini, Hentschel, Dörzenbach - Ulrich, Gula - Rote Karten: Weingärtner (7.), Heilmann (90.+1) - Beste Spieler: Seckin, Di Rosolini, Torun - Kaiser, Ulrich, Gabriel Arslan - Zuschauer: 150 - Schiedsrichter: Schumacher (Freinsheim).