Fussball
A-Klassist DJK Eppstein kämpft gegen den Fluch des ersten Spieltags
Auch bei den Abschlussplatzierungen wies die DJK Eppstein in den vergangenen beiden Spielzeiten eine gewisse Beständigkeit auf. Auf Platz vier lief die Truppe jeweils ein. In der Saison 18/19 mit elf Niederlagen, vergangene Runde waren es bei allerdings nur 18 ausgetragenen Begegnungen vier Niederlagen. Den Schritt nach vorne wollte Hinkel sehen. Diese Aussage macht er jetzt erst einmal nicht.
„So ist das Fußballleben“, sagt Tobias Hinkel. So richtig zufrieden klingt der DJK-Trainer im RHEINPFALZ-Gespräch vor dem Saisonstart nicht. Zur Aussage bewegt wurde er durch den Abgang von Christian Brunsch, einer der torgefährlichsten Spieler der DJK. Zehn Treffer schoss Brunsch in der vergangenen Saison. Einen Tag vor der Wechselfrist habe er mitgeteilt, dass er zum TuS Dirmstein gehe. Davor habe er in direkten Gesprächen kein Wort über Abwanderungsgedanken verloren. Das frustriert Hinkel. Hinzu kommt: Neuzugang Benjamin Rothschild, der von der SG Maudach kam, hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen. Er wird den Eppsteinern in den ersten Wochen der Saison fehlen.
Divivier: Dirmstein statt Karriereende
Die Veränderungen in der Mannschaft sind übersichtlich. Christopher Weiss ist zum VfR Frankenthal gewechselt. Dieser habe aber in der vergangenen Saison kaum Einsätze in Eppstein gehabt, sagt Hinkel. Und DJK-Urgestein Patrick Divivier habe eigentlich aufhören wollen, dann aber ein ebenfalls gutes Angebot aus Dirmstein bekommen.
Zu der DJK gestoßen sind neben Rothschild Daniel Heise von Schwarz-Weiss Frankenthal und Benjamin Baumann, der vom SV Horchheim den Weg zurück zur DJK fand. Eins zu eins könnten die Zugänge die Abgänge nicht ersetzen. „Aber als Mannschaft können wir das kompensieren“, ist sich Hinkel sicher.
Durchwachsene Vorbereitung
Die Corona-Pause sei seiner Mannschaft extrem anzumerken gewesen, sagt der Coach. 0:7 beim BSC Oppau, 0:0 bei der VT Frankenthal – diese Vorbereitungsspiele haben Hinkel nicht überzeugt. Defensiv dagegen sehr gut sei der Auftritt der Mannschaft im Verbandspokal gegen den VfR Frankenthal gewesen. Und das trotz der 1:4-Niederlage nach Verlängerung. Mühsam sei dagegen das 5:4 nach Verlängerung in der ersten Runde des Kreispokals beim TuS Oggersheim gewesen. Weniger erfreulich auch das 1:3 zuletzt gegen den TuS Niederkirchen.
Doch die verbleibende Zeit bis zum Saisonstart will der Coach noch nutzen. Er glaubt, dass die Spieler nun wissen, worum es geht. Der Anspruch der DJK sei es, in die Aufstiegsrunde zu kommen. Dann wüssten alle besser, wo man stehe. Und da die Punkte mit in die Aufstiegsrunde genommen werden, dürften zuvor so wenig wie möglich davon auf der Strecke bleiben.
Gelungener Start ist gut fürs Selbstvertrauen
Ein guter Start in Sausenheim könnte dabei helfen. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften war für die DJK weniger erfreulich, weil die damalige Niederlage quasi das Aus im Titelrennen bedeutete. Doch ein guter Start könne gut sein für die Automatismen und für das Selbstbewusstsein der Mannschaft.
Der letzte Spieltag in den Staffelspielen ist dem Aufeinandertreffen mit dem ASV Heßheim vorbehalten. Für Hinkel sind die Heßheimer der Topfavorit der Liga. Zwar glaubt der DJK-Coach, dass die Nordgruppe, in der die DJK spielt, ein wenig stärker besetzt sei als die Südgruppe. Doch auch in der zweiten Staffel gebe es Teams, auf die man achten müsse – zum Beispiel Croatia Ludwigshafen.