Handball
A-Jugend der HSG Eckbachtal für Oberliga qualifiziert
„Das Ergebnis ist am Ende souverän, aber es war nicht einfach“, sagt Peter Baumann. Vier Partien hatte sein Team innerhalb von zwei Tagen zu absolvieren. Viermal gingen sie als Sieger vom Platz. In der Fünfergruppe wurde im Modus „Jeder gegen jeden“ gespielt. Ein anstrengendes Programm bei einer Spielzeit von jeweils zweimal 25 Minuten.
Besonders am ersten Tag tat sich Baumanns Team mit der offensiven Abwehr der Gegner schwer, hatte es aber auch gleich mit den stärksten Konkurrenten zu tun. Die Mannschaft sei am Anfang verunsichert gewesen, habe sich aber selbst wieder herausgezogen, lobte der Coach. Gegen die HSG Dudenhofen/Schifferstadt lagen die „Gekkos“ nach 20 Minuten mit sechs Toren zurück. Erst in der 41. Minute gelang der Ausgleich, die HSG gewann 24:21. „Wir haben das Spiel aus einer starken Abwehr heraus gewonnen“, sagte Baumann. Die Defensive sei im gesamten Qualifikationsturnier das Prunkstück gewesen.
Schaulaufen am zweiten Tag
Gegen den späteren Turnierzweiten TV Offenbach führten die Eckbachtaler zunächst, lagen zur Pause aber mit einem Tor hinten. Doch auch vom zwischenzeitlichen Drei-Tore-Rückstand ließen sie sich nicht aus der Ruhe bringen und gewannen 26:23. Am zweiten Tag war Schaulaufen angesagt: Beim 46:12-Erfolg gegen die HR Göllheim/Eisenberg/Asselheim/Kindenheim und dem 39:27 über die TSG Haßloch ließ die HSG keinen Zweifel an der verdienten Qualifikation. Der ältere Jahrgang hat bereits Oberligaerfahrung. Diese Jungs seien dem Anspruch als Führungsspieler gerecht geworden, meinte Baumann. Doch auch die Jungs des Jahrgangs 2005 und Lars Reber (2006) hatten ihre Anteile am Erfolg.
Die HSG Eckbachtal hat die vergangene Saison auf einem sehr guten dritten Rang abgeschlossen. Meister JH Mühlheim/Urmitz sei unerreichbar gewesen, gibt der Coach neidlos zu. Die Duelle mit der mHSG Friesenheim/Hochdorf, die punktgleich aufgrund des direkten Vergleichs hinter den „Gekkos“ platziert war, werden allerdings in der kommenden Saison fehlen, da sie sich für die A-Jugend-Bundesliga qualifiziert hat.
Ziel: Platz im vorderen Mittelfeld
Das Ziel für die Oberligasaison 2022/23 ist wieder ein Platz im vorderen Mittelfeld. Aber einschätzen könne er die anderen Teams nicht, sagte Baumann. Der A-Jugend-Kader für die neue Runde ist mit 15 Spielern etwas kleiner als im vergangenen Jahr. „Und wie oft wir Bennet Löhmar an die Herren abgeben müssen, werden wir sehen.“ Zwar sei es schön, das letzte A-Jugendjahr noch zu spielen, weiß der Coach. Aber der Linkshänder habe sich die Zugehörigkeit zum Herrenteam von Trainer Thorsten Koch verdient. Weitere Spieler seien auf der Schwelle zu den Erwachsenenteams. „Wenn wir im Laufe der Runde schon Spieler bei den ersten und zweiten Herren unterbringen können, ist das der Lohn unserer Arbeit“, betont Baumann.
Die weibliche C-Jugend der HSG Eckbachtal hat am 12. Juni die Chance, sich für die Oberliga zu qualifizieren. Die HSG bekommt es in Dirmstein mit je einem Vertreter der anderen Landesverbände zu tun. Zwei dieser vier Teams qualifizieren sich.