Saisonbilanz RHEINPFALZ Plus Artikel SV Kirchheimbolanden: Bester Bezirksligist im Donnersbergkreis

Luftkampf vor dem gegnerischen Tor: Omer Baker und Spielertrainer Timo Riemer (rechts) vom SV Kirchheimbolanden im Spiel gegen d
Luftkampf vor dem gegnerischen Tor: Omer Baker und Spielertrainer Timo Riemer (rechts) vom SV Kirchheimbolanden im Spiel gegen die SG Rockenhausen.

Gerne hätte Timo Riemer um die Tabellenplätze eins und zwei mitgespielt. Doch dass es dafür nicht reichen würde, war dem Spielertrainer des Fußball-Bezirksligisten SV Kirchheimbolanden eigentlich schon in der Winterpause bewusst.

„Wir haben in der Hauptrunde zu wenige Punkte geholt. Und dann haben wir ja in der Vorbereitung für das Frühjahr dermaßen viele Ausfälle gehabt. Da war schnell klar, dass es für ganz vorne nicht reichen würde“, sagt Spielercoach Riemer.

In der Bezirksliga Westpfalz Nord belegten die Residenzstädter nach der Hauptrunde den dritten Tabellenrang. Insgesamt holte der SVK dabei 34 Punkte. Zehn Siege fuhren die Kirchheimbolander ein. Viermal spielte die Riemer-Elf unentschieden, und viermal setzte es eine Niederlage. Allerdings nahmen die Kirchheimbolander nur zehn Punkte mit in die Aufstiegsrunde. Zum Vergleich: Die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg, die sich Platz eins in der Nordstaffel sicherte, sammelte 15 Zähler. Und die beiden Top-Teams der Südstaffel, die SG Knopp-Wiesbach (19 Punkte) und SC Weselberg (18), hatten beim Start der zweiten Saisonhälfte eine ganz andere Ausgangssituation.

Die Wintervorbereitung des SVK lief laut Coach Riemer zwar zunächst gut an. Doch wenige Wochen vor dem Start der Meisterrunde grassierte eine Corona- und diverse Erkältungswellen beim Team vom Schillerhain. Der Trainingsbetrieb war im März teils lahmgelegt. Gegen den FC Queidersbach (2:0) und auch zu Hause gegen Schopp/Linden (1:1) holte der SVK zunächst Punkte. Doch gegen den späteren Meister kassierte Kirchheimbolanden eine 1:2-Niederlage. Und gegen die SG Knopp/Wiesbach, die am Ende in die Aufstiegsspiele einzog, gab es für Riemer und Co. eine 0:3-Auswärtsniederlage.

„Wir haben aber in beiden Spielen nicht schlecht gespielt“, befand der Spielertrainer, der aber auch nach den Duellen mit den zwei Top-Mannschaften einsehen musste: „Die beiden Teams machen das vorne unter sich aus, wir konzentrieren uns schon auf die nächste Saison und wollen die Runde ordentlich zu Ende bringen.“

Tolle Serie

Und das gelang dem SV Kirchheimbolanden auch. In der zweiten Hälfte der Aufstiegsrunde legte die Mannschaft noch einmal eine tolle Serie hin. Die abschließenden vier Saisonbegegnungen entschied der SVK jeweils souverän für sich. Beim FC Queidersbach gewannen die Residenzstädter mit 7:0. Dem 3:0 zu Hause gegen den SV Battweiler folgte ein 2:1 gegen Schopp/Linden. Und im Abschlussspiel bezwang Kirchheimbolanden dann sogar den designierten Meister SC Weselberg mit 3:0. Durch die Siegesserie kletterte das Riemer-Team somit noch auf den dritten Rang, überholte die SG Finkenbach/Mannweiler/Stahlberg und wurde die beste Bezirksligamannschaft des Donnersbergkreises mit insgesamt 29 Punkten und einem Torverhältnis von 33:26.

Bester Torschütze war Neuzugang Felix Reißmann, den Riemer noch aus seiner Zeit beim SV Alemannia Waldalgesheim kannte und ihn nach Kirchheimbolanden gelotst hatte. Neun Treffer gelangen dem Außenstürmer.

Spielerisch gehörte der SVK, wenn er, was aber nur bedingt in dieser Saison der Fall war, komplett auftreten konnte, zu den besten Teams der Liga.

Positives Fazit

Auch wenn es so nicht für ganz oben reichte. Das Trainerduo Riemer und Michael Wolter zog ein positives Fazit: ,,Unser Ziel ist es gewesen, oben mitzuspielen - und das haben wir definitiv erreicht. Die Mannschaftsleistung definiert sich unserer Auffassung nach nicht ausschließlich über den Tabellenplatz. Die Priorität liegt mehr darauf, sich einzuspielen und vor allem zu entwickeln. Gemeinsam wachsen und Schritt für Schritt immer besser werden. Genau das ist uns gelungen. Wir waren in der Lage, die permanenten Ausfälle von mindestens fünf Stammspielern aufzufangen und zu kompensieren. Darauf können wir als Team sehr stolz sein.“

Coach Timo Riemer blickt deshalb auch zuversichtlich in die Zukunft. Er sagt: „In der kommenden Saison wollen wir wieder angreifen!“ Vielleicht reicht es dann ja für die Platzierungen eins oder zwei.

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