Donnersbergkreis RHEINPFALZ Plus Artikel Steinbach: Nach tödlichem Unfall an A 63 Schäden an Parkplatz Donnersberg weitgehend beseitigt

Wie ein Trümmerfeld sah der Parkplatz Donnersberg nach dem Unfall vor sechs Wochen aus.
Wie ein Trümmerfeld sah der Parkplatz Donnersberg nach dem Unfall vor sechs Wochen aus.

Die Schäden sind weitgehend behoben, der Fall selbst aber noch lange nicht ad acta gelegt. Genau sechs Wochen ist es her, dass eine Frau auf dem Autobahnparkplatz Donnersberg an der A 63 bei einem Verkehrsunfall ihr Leben verloren hat (wir berichteten ausführlich). Zurzeit wird der Parkplatz erneuert. Zum Unfallhergang selbst haben sich allerdings bis heute keine weiteren Zeugen gemeldet.

Auf den Tag vor sechs Wochen hatte der Autobahnparkplatz von einem Moment auf den anderen einem Trümmerfeld geglichen – Folge eines unfassbaren Unfalls, der ein Todesopfer und drei Verletzte gefordert hatte.

Am Dienstag, 7. Januar, war es zur Mittagsstunde passiert: Ein Auto, außer Kontrolle geraten, schoss regelrecht auf den Parkplatz. Der Wagen erwischte eine Frau, die gemeinsam mit ihrem Ehemann auf dem Parkplatz gestanden hatte. Das Paar – im nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz beheimatet – war an diesem Dienstag auf der Autobahn in Fahrtrichtung Mainz unterwegs. Beide hatten eine Rast eingelegt, ihr Auto abgestellt.

Just in diesem Moment hatte ein 53 Jahre alter Mann mit seinem Auto zwei Sattelschlepper überholen wollen, so der Stand der Ermittlungen. Womöglich war einer der Lastwagen ausgeschert; jedenfalls war der Autofahrer nach Lage der Dinge zu einem Fahrmanöver gezwungen worden, das ihn die Kontrolle über das Steuer verlieren ließ.

Für 66-Jährige kommt jede Hilfe zu spät

Das Auto des 53-Jährigen schleuderte unkontrolliert auf den Parkplatz und rammte dort ein parkendes Taxi, traf auch die 66-Jährige und ihren sechs Jahre älteren Ehemann. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Ihr Mann und der 53-Jährige im Unfallfahrzeug wurden schwer verletzt. Der 73-jährige Taxifahrer, der zum Zeitpunkt des Zusammenpralls in seinem Auto gesessen hatte, kam mit leichteren Blessuren davon.

Wesentliche neuere Erkenntnisse gibt es nicht, wie die Autobahnpolizei Kaiserslautern am Montag auf Anfrage mitteilte. Die Polizei hatte unmittelbar nach dem Unfall einen Aufruf veröffentlicht und nach Zeugen gesucht, vor allem Hinweise auf die beiden Lastwagen erhofft. Gemeldet hatte sich daraufhin aber niemand mehr, wie der Leiter der Polizeiautobahnstation, Heiko Thum, wissen ließ. Thum verwies auch darauf, dass die Staatsanwaltschaft die Bearbeitung des Falles übernommen habe. Die Ergebnisse des Gutachtens zur Rekonstruktion stünden noch aus.

Nur die neuen Schutzplanken fehlen noch

Die Autobahnmeisterei Wattenheim hat inzwischen die Beseitigung der Unfallschäden auf dem Parkplatz in die Wege geleitet. Seit wenigen Wochen ist der Parkplatz gesperrt. Auf Anfrage teilte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Koblenz mit, dass die bei dem Unfall entstandenen Schäden doch erheblich waren: Schutzplanken und Bankette seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Die sogenannte Bordanlage weise Anfahrschäden auf, ein Baum sei abgebrochen.

Wegen der Wetterlage hätten sich die Arbeiten allerdings verzögert, so der LBM, der jedoch darauf baut, dass der Parkplatz bis spätestens am Wochenende wieder freigegeben wird. Noch im Laufe der Woche sollten die neuen Schutzplanken gerammt werden, unmittelbar danach könne die Sperrung auch gleich aufgehoben werden.

Laut Polizei hat der 53-Jährige das Krankenhaus relativ schnell wieder verlassen können. Ihm gehe es den Umständen entsprechend. Weit schwerer verletzt worden sei der Ehemann des Todesopfers. Ob der Mann inzwischen das Klinikum hat verlassen können, sei momentan nicht bekannt.

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