Wahl Winnweiler RHEINPFALZ Plus Artikel So führen die Kandidaten ihren Wahlkampf

Die Wahlplakate sind momentan in der VG Winnweiler nicht aus dem Alltagsbild wegzudenken.
Die Wahlplakate sind momentan in der VG Winnweiler nicht aus dem Alltagsbild wegzudenken.

Sie wollen „für frischen Wind“ sorgen, „neue Wege in die Zukunft gehen“ und ihre „Bilanz fortführen“: Sonja Schäfer-Reisch, Helena Gomes Oester und Rudolf Jacob. Welche Person und welches Motto im Kampf um das Bürgermeisteramt vorne liegen, erfahren wir am Sonntag. Lässt sich in den sozialen Medien schon ein Trend absehen?

Nur noch wenige Tage sind es bis zur Wahl in der Verbandsgemeinde Winnweiler. Die heiße Phase ist quasi im Gange, und alle Kandidaten versuchen noch einmal, so viele Wähler wie möglich hinter sich zu bringen. Dabei gibt es durchaus Unterschiede in der Wahlstrategie.

Sonja Schäfer-Reisch (SPD) setzt in ihrem Wahlkampf nicht nur auf 100 doppelseitige Plakate und Infostände, sondern war auch an den Haustüren in der Verbandsgemeinde unterwegs. Sie hat eine Website erstellt und ist in den Sozialen Medien auf Facebook und Instagram unterwegs. Dafür hat sie auch ein Team hinter sich: „Das kann ich alleine nicht leisten.“

Auch Einzelbewerberin Helena Gomes Oester hat 100 doppelseitige Wahlplakate drucken lassen. Mit ihrem Wahlstand möchte sie in alle Orte der Verbandsgemeinde gehen, damit „die Bürger Fragen stellen und mit mir ins Gespräch kommen können“. Auch sie setzt in den Sozialen Medien auf Facebook und Instagram, „um viele und noch mehr Menschen anzusprechen“.

Amtsinhaber Rudolf Jacob, Kandidat für CDU und FWG, möchte im Wahlkampf vor allem auf seine Themen aufmerksam machen, dazu gibt es unter anderem einen Flyer. Außerdem hat er für jede Ortsgemeinde Briefe verfasst, in denen individuell die Gemeinde-Themen eingegangen werden, die aus VG-Sicht von Interesse sind. Er hat rund 350 Wahlplakate aufgehängt.

Facebook

Schäfer-Reisch hat sich im Februar extra zur Wahl die öffentliche Seite „Sonja Schäfer-Reisch Bürgermeister Kandidatin“ eingerichtet. Dort hat sie 45 Gefällt-mir-Angaben und 57 Follower (Stand 21. Juni). Neben ihren eigenen Inhalten teilt sie auch einiges vom SPD-Gemeindeverband Winnweiler, berichtet von Haustürbesuchen und Veranstaltungen. Sie postet nicht unbedingt jeden Tag, aber regelmäßig. Zusätzlich hat sie noch eine private Seite mit 665 Freunden.

Helena Gomes Oester und Rudolf Jacob haben beide ein privates Profil, das jeder sehen kann. Gomes Oester hat 288 Freunde. Sie postet eine bunte Mischung aus Wahlthemen, Landfrauen-Aktivitäten und teilt verschiedene Aufrufe. Manchmal gibt es ein paar Tage keine Beiträge von ihr, dann aber auch wieder Tage mit einer hohen Post-Rate. Mit dem Befüllen der Kanäle habe Gomes Oester schon lange Erfahrung.

2565 Freunde hat Jacob auf Facebook. Er postet fast jeden Tag mehrere Inhalte zu politischen Themen, der Wahl und Terminen der Verbandsgemeinde. Für ihn gehören die Sozialen Medien fast schon zu den klassischen Wahlkampfkanälen dazu. „Über diese Schiene erreicht man den einen oder anderen, den man sonst nicht erreicht“, sagt er. Deswegen bemühe er sich um viel Aktivität.

Instagram

Auf Instagram sind die Kandidaten alle noch nicht so lange unterwegs. Am längsten mit dabei ist Gomes Oester. Seit März 2022 ist sie auf der Plattform vertreten, in dieser Zeit natürlich mit privaten Postings. Seit ein paar Monaten gibt es auch Wahlbeiträge. Insgesamt hat sie 24 Beiträge geteilt und 67 Follower. Rudolf Jacob ist seit März dieses Jahres dabei. Er hat 119 Beiträge und 467 Follower. Inhaltlich gleicht sich vieles wie in Facebook, es gibt aber auch extra Inhalte.

Schäfer-Reisch betreibt ihren Instagram-Account seit Februar. Sie hat inzwischen 46 Beiträge geteilt und 300 Follower. Inhaltlich gleicht sich das meiste zu ihren Facebookseiten. An den neueren Medien gefällt ihr, dass die Menschen „einfach und unkompliziert meine Tätigkeit verfolgen“ können und sie andere Zielgruppen erreicht. „Ich will, dass die Leute transparent sehen, was ich mache“, sagt Schäfer-Reisch.

Internetseite

„Zeit für frischen Wind“ springt auf der Website von Schäfer-Reisch sofort ins Auge. Von persönlichen Informationen über das Wahlprogramm bis hin zu Terminen ist alles rund um die Kandidatur von ihr zu finden. Relativ ähnlich sieht die Internetseite von Rudolf Jacob mit „Die Bilanz stimmt“ aus. Neben Themen und seinem Werdegang finden sich hier auch die Anschreiben, die er an alle Gemeinden geschrieben hat. Außerdem hat er ein dreiminütiges Image-Video über seine wichtigsten Themen im Wahlkampf gedreht. Helena Gomes Oester hat sich im Vorfeld der Wahl keine Homepage erstellt: „Ich hatte nicht genug Zeit, die noch ordentlich aufzubauen.“

Alle Infos zur Wahl Winnweiler gibt es im Liveblog.

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