Donnersbergkreis Rat gegen mobile Fahrbahnverengung

Geht es nach dem Willen des Winnweilerer Ortsgemeinderates, wird es auf der Kreisstraße 4 am Ortseingang aus Richtung Imsbach keine mobilen Fahrbahnverengungen geben. Einstimmig hat sich der Rat gegen einen entsprechenden Antrag beim Landesbetrieb Mobilität (LBM) in Worms ausgesprochen.
Ein Anwohner des Neubaugebiets „Unterm Eisvogel“ hatte den Antrag bei der Ortsgemeinde angeregt. Daraufhin hatte das Gremium die Verbandsgemeindeverwaltung zunächst mit einer Verkehrszählung und Geschwindigkeitsmessung durchzuführen. Ortsbürgermeister Rudolf Jakob (CDU) informierte die Ratsmitglieder über das Ergebnis der Messungen, die über den Zeitraum von einer Woche erfolgten: Von Imsbach her kommend, passierten 6683 Fahrzeuge die Messstelle auf der Kreisstraße in Höhe der Einmündung „Unterm Eisvogel“. Aus Richtung Winnweiler kommend waren es 6483. Die durchschnittliche Geschwindigkeit aus Richtung Imsbach lag bei 44 Kilometern pro Stunde. Negativer Spitzenreiter war ein Fahrzeug, das mit 97 Kilometern pro Stunde gemessen wurde – ein einmaliger Ausreißer, wie die Daten zeigen. 23 Prozent der aus Richtung Imsbach kommenden Fahrzeuge waren schneller als zulässig, davon waren 85 Prozent der Fahrzeuge unterhalb der Grenze von 53 Kilometern pro Stunde, unterstrich der Ortsbürgermeister. Fast identisch sind laut Jacob die Messwerte der Fahrzeuge aus Winnweiler kommend in Richtung Imsbach. Hier lag die Durchschnittsgeschwindigkeit aller Fahrzeuge bei 46 Stundenkilometern, das Maximum bei 94 Kilometern pro Stunde. Die beiden Spitzenergebnisse wurden jeweils zur Nachtzeit registriert. 29 Prozent der Fahrzeuge überschritten den zulässigen Grenzwert, allerdings war nach dieser Auswertung der Großteil der Verkehrsteilnehmer nicht schneller als 60 km/h unterwegs. 85 Prozent der gemessenen Fahrzeuge in Richtung Imsbach fuhren nicht schneller als 53 Kilometer pro Stunde. Auf Grundlage der Daten sprach sich der Rat gegen die Fahrbahnverengung aus.