Donnersbergkreis Neues Fahrzeug für Münchweilerer Wehr

Die Feuerwehr in Münchweiler bekommt ein neues Mehrzweckfahrzeug (MZF) 1. Das hat der Verbandsgemeinderat Winnweiler bei einer Enthaltung beschlossen. 85.085 Euro (brutto) wird das Fahrzeug kosten, das mit einer Doppelkabine ausgestattet ist und über eine Hebebühne verfügt.
„Es handelt sich um eine Ersatzbeschaffung“, betonte Bürgermeister Rudolf Jacob (CDU). Abgelöst werde eine Fahrzeug, das seit 1994 bei der Feuerwehr in Münchweiler im Einsatz war. Auf das neue Mehrzweckfahrzeug mussten die Wehrleute eine Weile warten, da die Anschaffung zugunsten des Kaufs eines Mannschaftstransporters (MTF) für die Feuerwehr Winnweiler zurückgestellt werden musste. Dort hatte das alte MTF den Geist aufgegeben, wie Jacob ausführte. Zwar hatte die Verbandsgemeinde die Anschaffung des MZF ausgeschrieben, auch ein Angebot erhalten, in dem ein vergleichbares Feuerwehrauto zum Bruttopreis von 116.400 Euro offeriert worden war. Außerhalb der Ausschreibung bekam die VG jedoch das jetzt gekaufte Fahrzeug angeboten. Dieses wurde zwar auf einem Fahrgestell aus dem Jahr 2015 aufgebaut, ist allerdings bislang nur 700 Kilometer gefahren, um seinen Aufbau zu erhalten. Es handele sich um eine Art Vorführmodell, dass den Anforderungen der Feuerwehr in Münchweiler ziemlich genau entspreche, so Jakob. Die Anschaffung sei vergleichsweise günstig: So habe die Verbandsgemeinde Kirchheimbolanden ein ähnliches Feuerwehrauto für 90.000 Euro gekauft. Für das geländegängige Fahrzeug bekommt die Verbandsgemeinde Winnweiler einen Landeszuschuss in Höhe von 14.000 Euro. Thomas Wiemer-Scheidel (Grüne) kritisierte, dass die VG sich nicht darum gekümmert habe, Angebote für Feuerwehrfahrzeuge mit alternativen Antriebstechniken einzuholen. „Sie selbst hatten bei ihrem Vorstoß in der vorangegangenen Sitzung Feuerwehrautos von ihrem Antrag ausdrücklich ausgenommen“, entgegnete Jakob auf Wiemer-Scheidels Anmerkung. „Der Grund, warum wir uns nicht um Anfragen gekümmert haben, ist außerdem, dass es solche geländegängigen Fahrzeuge auf dem Markt schlichtweg nicht gibt. Zudem wollten wir nicht das Risiko eingehen, dass die Feuerwehr mit leerem Akku im Gelände stehen bleibt und ihren Einsatz nicht bewältigen kann“, so Jacob weiter.