Donnersbergkreis Narrhalla wird zur „römischen Legion“
Beim Auftritt der „Knackärsch“ tobte die Schweisweilerer Narrhalla: Das Männerballett unter der Leitung von Corina Jahnke war einmal mehr der Höhepunkt der Kappensitzung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Italienische Nacht“ gestanden hat. Passend dazu war die Turnhalle in den Nationalfarben grün-weiß-rot geschmückt. Das begeisterte Publikum ist bei dem von Sophie Schäfer moderierten Programm, das immer wieder mit Tanzmusik aufgelockert wurde, voll auf den Geschmack gekommen.
Die „Knackärsch“ haben passend zum Slogan des Abends einen ebenso schweißtreibenden wie hinreißenden Showtanz zu italienischen Melodien geboten. Doch auch die weiteren tänzerischen Beiträge konnten sich sehen lassen. So hat die Tanzgruppe des TV Winnweiler (Leitung Julia Wendt) zwar nicht zu italienischen, dafür aber zu spanischen Klängen ein Spektakel geboten. Der Bolero mit seinen vielen Taktwechseln war eine Bereicherung für das Programm. In den Urwald versetzt fühlten sich die Gäste beim Auftritt der Katzenbacher Gruppe „Stardust“, die als von der afrikanischen Tierwelt umgebenen Dschungelfrauen begeisterten. „Vater werden ist schwer“, stöhnte Ronald Wünsche in der Bütt. Er schilderte Freud’ und Leid der letzten Wochen, Tage und Stunden vor der Niederkunft seiner Gattin. Das völlig aus den Fugen geratene Familienleben glossierte der werdende Vater humorvoll. Martina Weber und Angelika Sprenger gefielen bei ihrem „Sketch ohne Worte“ mit ausgeprägter Mimik und Gestik. Dabei sprachen schon die äußeren Gegensätze Bände. Hier das auf Ansehen und Aussehen bedachte „Babygirl“ (Angelika Sprenger), das sich parfümierte und schminkte und somit einen echten Hingucker darstellte – dort der „Holzmichel“ (Martina Weber), der anstelle feiner Düfte und Creme Margarine und ein übelriechendes Raumspray verwendete. Nicht aus der Schweisweilerer Fasnacht wegzudenken sind die „Trauerschnallen“, die einmal mehr ihre Begegnungen und Beobachtungen auf dem Friedhof gesanglich parodierten. Ausgestattet mit Grablichtern präsentierten sich die allwissenden Frauen in Trauerkleidung der Narrenschar. Auch die zweite Auflage der von Turnverein und Feuerwehrförderverein gemeinsam ausgerichteten Kappensitzung ist ein voller Erfolg gewesen. Dieses Fazit haben die Verantwortlichen am Ende des Abends gezogen. „Die Hütte ist voll“, hatte Sophie Schäfer eingangs mit Blick auf die gut gefüllte Halle verkündet. Ebenfalls erfreulich: Etwa die Hälfte der Besucher hatte sich verkleidet und den Saal so in eine „römische Legion“ verwandelt. (llw)