Lohnsfeld
L401: Wird Fahrbahnsanierung erst im neuen Jahr abgeschlossen?
Im Juli hat der seit vielen Jahren geforderte Bau des Rad- und Gehwegs entlang der L401 zwischen Wartenberg-Rohrbach und Lohnsfeld begonnen. Der etwa 2,50 Meter breite Weg schließt nahe der Ziegelhütte/Pulvermühle an die bereits bestehende Trasse an, kreuzt nach rund 320 Metern mit einer Querungshilfe die Landesstraße und verläuft die restlichen 700 Meter westlich – aus Richtung Wartenberg-Rohrbach links – der Landesstraße. Diese Arbeiten sind bis auf eine Maßnahme inzwischen beendet: Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wird noch am südlichen Lohnsfelder Ortseingang in Höhe der Zufahrt zum dortigen Neubaugebiet eine weitere Querungshilfe angelegt.
Im Zuge der vom Land als Bauträger mit Gesamtkosten von 1,36 Millionen Euro veranschlagten Maßnahme wird zudem die Lohnsfelder Ortsdurchfahrt auf einer Länge von 800 Metern „im Bestand“ saniert und mit einer neuen Deckschicht versehen. Dies geschieht in zwei Abschnitten: Seit Ende November wird zwischen südlichem Ortseingang und Einmündung Otterberger Straße in der Dorfmitte gearbeitet; danach folgt die Erneuerung des nördlichen Teilstücks bis zur Abzweigung der L390 Richtung Winnweiler außerhalb der Ortslage.
Niedrige Temperaturen für Asphalteinbau kritisch
Ursprünglich sollte das komplette Projekt bis Jahresende abgeschlossen sein. Ob dieser Zeitplan eingehalten werden kann, ist derzeit noch unklar. „Aktuell sind die wechselhaften Witterungsverhältnisse und die sehr niedrigen Temperaturen für den temperaturempfindlichen Asphalteinbau sehr kritisch“, teilt Bernhard Knoop, Leiter des bei dem Bauvorhaben federführenden Landesbetriebs Mobilität (LBM) Worms auf RHEINPFALZ-Anfrage mit. Im „Interesse einer optimalen Bauqualität“ könne daher momentan noch kein exakter Zeitpunkt für die Fertigstellung des dritten und den Beginn des vierten Bauabschnitts genannt werden. „Sobald die Terminlage für uns als Auftraggeber eindeutig ist, wird der LBM über das weitere Vorgehen informieren“, so Knoop.
Eines steht aber bereits fest: Die Arbeiten zwischen Einmündung Otterberger Straße und L390-Abzweig werden wie die vorherigen Abschnitte unter Vollsperrung ausgeführt. Diese sei „aus Gründen der Verkehrssicherheit und aus bautechnischen Gründen“ erforderlich, wie der LBM-Leiter betont. Er weist jedoch darauf hin, dass die weiter Richtung Schmitterhof/Potzbach führende Otterberger Straße (K1) aus Richtung Wartenberg-Rohrbach befahrbar ist.
Lange Vollsperrung sorgt für Unmut
Dass die Lohnsfelder Ortsdurchfahrt seit September zwar mal von der einen, mal von der anderen Seite erreichbar, aber nicht komplett vom überörtlichen Verkehr zu passieren ist, hatte sowohl bei ortsansässigen Betrieben als auch bei Kommunalpolitikern für Unmut gesorgt. So hat der Winnweilerer Verbandsgemeinderat im Oktober eine Resolution an den LBM verabschiedet. Die Ratsmitglieder haben unter anderem bemängelt, dass die Baufirma nicht wie zuvor angeregt mit zwei Kolonnen parallel gearbeitet habe, was die Bauzeit erheblich verkürzt hätte. Auch das Verwerfen einer Ampellösung und umständliche Umleitungen – vor allem für Radfahrer – wurden beklagt.
Nun kommt es allerdings zu der skurrilen Situation, dass man zumindest in Lohnsfeld selbst über eine weitere Verzögerung der Arbeiten gar nicht so traurig wäre. Denn sollte der letzte Bauabschnitt tatsächlich wie geplant noch in diesem Jahr beginnen, dann wäre der nördliche Teil der Ortsdurchfahrt vermutlich ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit vom motorisierten Verkehr abgeschnitten. Und just in diesem Bereich sind mehrere Betriebe angesiedelt – darunter die Metzgerei Jenzer und die Bäckerei Pfeiffer, die in erheblichem Maß auf Pendlerkunden angewiesen sind.
Möglichst keine Winterbaustelle vor der Haustür
Wenn diese eines nicht gebrauchen können, dann ist es eine Winterbaustelle von unbestimmter Dauer vor der Haus- beziehungsweise Ladentür. Beim Blick aufs große Ganze lautet die Rechnung natürlich: Eine Ausdehnung der Bauzeit bedeutet eine längere Sperrung, was wiederum weniger Kunden und damit unter dem Strich größere Verluste nach sich zieht.
Kurzfristig wäre es für die genannten Unternehmen angesichts des bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts aber wünschenswert, dass die Witterung nur noch die Fertigstellung des südlichen Teils ermöglicht und die restlichen Arbeiten ins neue Jahr verschoben werden. Anordnen kann das der LBM aber nicht, verweist Knoop auf bestehende Verträge mit der ausführenden Baufirma. Vielleicht kommt Petrus den Lohnsfeldern aber in den kommenden Tagen zur Hilfe ...
